Methodologie, Ethik und Paradoxien der Friedens- und Konfliktforschung (Methodology and Ethics Peace and Conflict Studies)

(15151)

Type

Proseminar

Instructor

Sven Chojnacki

Room

Ihnestr. 21

21/E

Time

donnerstags 12.00-14.00 Uhr

Start

Apr 15, 2010

Die Friedens- und Konfliktforschung, darüber herrschte lange Zeit Einigkeit, ist eine explizit normative Wissenschaft, da das Ziel des Friedens in ihrem Existenzbegründungszusammenhang konstitutiv angelegt ist. In den letzten Jahren wird in der Diskussion in Deutschland jedoch zunehmend die Ansicht vertreten, dass die Friedens- und Konfliktforschung keine normative Zielsetzung, und sei es die des Friedens, haben dürfe. Stattdessen sollten sich die Friedensforscherinnen auf eine die Diskurse beobachtende Funktion beschränken, um den multiplen Paradoxien und Dilemmata zu entgehen, die sich einer normativen Wissenschaft schon in der Begriffsfindung und -diskussion stellen.
Um die aktuelle Debatte in der deutschen Friedens- und Konfliktforschung und generell die normative Zielsetzung der Friedens- und Konfliktforschung als Wissenschaft einordnen zu können, wollen wir in dem Proseminar die methodologischen und ethischen Entwicklungen und Debatten der Friedens- und Konfliktforschung vorstellen und kritisch diskutieren.