Urban Climate and Heat Stress in mid-latitude cities in view of climate change (UCaHS)

Institution:

Forschungszentrum für Umweltpolitik

Director:

Staff:

Financial support:

DFG

Term:

Jan 01, 2012 — Jan 01, 2015

Contact Person:

Dr. Fred Meier

Email:

Am Beispiel von Berlin untersuchen Klimatologen, Stadtgeografen, Hydrologen, Mediziner, Ingenieure, Bauphysiker, Architekten, Stadt- und Landschaftsplaner, sowie Politik- und Sozialwissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels. Im Zentrum der wissenschaftlichen Arbeiten stehen die Risiken zunehmender Wärmebelastung für den Menschen und verschiedene Minderungs- und Anpassungsmöglichkeiten. Dazu gehören vor allem Maßnahmen zur Verbesserung des Klimas von Innenräumen besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen sowie gebäudetechnische und stadtplanerische Maßnahmen, beispielsweise die verstärkte Integration von Grünflächen in die Stadtentwicklung.

Die DFG-Forschergruppe wird die mit Hitzestress in Städten der Mittelbreiten verbundenen, komplexen wissenschaftlichen Fragen mittels eines multi- und interdisziplinären Ansatzes aufgreifen. Die von Klimamodifikationen durch Stadtregionen bis zu Hitzestressgefahren in Außen- und Innenräumen reichende Kausalkette wird im Detail analysiert. Hitzestressrisiken werden anhand verfügbarer Beobachtungsdaten insbesondere für spezifisch vulnerable Gruppen älterer Personen und Krankenhauspatienten untersucht.

Im Gegensatz zu subtropischen Städten ist Gebäudeklimatisierung in Berlin noch nicht weit verbreitet, sodass Hitzestressrisiken derzeit noch eng an die urbanen Wetter- und Klimabedingungen gekoppelt sind. Demographische und ökonomische Entwicklungen werden in Kombination mit städtischen Klimaänderungen jedoch wahrscheinlich dazu führen, dass zunehmend mehr Anlagen zur Gebäudeklimatisierung installiert werden, sofern keine anderen Optionen zur Senkung der Hitzestressgefahren verfügbar und bezahlbar werden. Maßnahmen zur Reduzierung von Hitzestressrisiken, entweder durch Reduzierung der Gefährdung oder der Vulnerabilität, werden hinsichtlich ihrer Wirksamkeit quantifiziert. Darüber hinaus werden auch Seiteneffekte der jeweiligen Maßnahmen, welche die Effizienz derselben bestimmen, untersucht. Die Implementierung von Maßnahmen erfordert vertiefte Kenntnisse zu Konstellationen, insbesondere von Akteuren, welche die Stadtentwicklung beeinflussen. Ohne deren Berücksichtigung könnte eine Implementierung verhindert werden, selbst wenn die Maßnahmen wirksam und effizient wären.

Hier finden Sie noch mehr Informationen zum UCAHS-Projekt.