Institut für Ethnologie


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Filmprojekte

 

Final Master film projects im M.A. Visual and Media Anthropology

Link zu kompletter Liste der Abschlussfilme

 

  • Visual Biography. Filming the outside is coming closer to the inside Director: Dürr, Karin 2010

 

  •  Angola does not belong to anybody, 30min. Angola 2010 Director: Feijó, Diamantino

 

  • No country for young men. 30min. Teheran 2010, arabisch mit engl. UT, Director: Javdani, Sadaf

 

  •  Cohesion of Abdou's Brotherhood. Migrating from Dakar to Madrid, Director: Lässer, Anna 2010

 

  •  Walking with Heritage. A theory of a walking tour in the West-Bank. Israel 2010, Director: Marks, Günter

 

  •  Finders Keppers. Dreamless Sleepers. A project about Burmese expatriates living and working in Thailand on a rubbish dump, Thailand 2010, Director: Röckelein, Caroline

 

  • Home stories, Director: Stempel, Anna, 36min., with engl. subtitles

 

  • Das Andere der Ordnung. Ein ethnographischer Film über das Erleben von Sinnkonstruktion vor dem Hintergrund der kulturphilosophischen Moderne des Abendlandes, Berlin 2010, Director: Tscholl, Martin

 


Filmprojekte aus dem Magister Studiengang Ethnologie

 

  • 4 Personen 4 Deutsch-Türkische Geschichten Berlin 2008, 41min. Regie: Raphael Schapira

Der Dokumentarfilm 4 Personen 4 Geschichten zeigt in einfühlsamen Portraits das Lebensgefühl von vier Berliner/innen zwischen Deutschland und der Türkei. Sie sprechen offen über ihr Leben zwischen Arbeit, Studium und Familie, aber auch über das deutsch-türkische Zusammenleben und ihre Identität. Doch welche Identität? Die Deutsche, Türkische, Deutsch-Türkische oder Deukische Identität? Eng verknüpft damit ist das Thema Integration, dessen verschiedene Bedeutungen von den jungen Erwachsenen auf interessante Art und Weise kommentiert und kritisiert werden. Ihre erfrischenden Ansichten zeigen so die besondere Normalität des deutschen Migrationshintergrunds.

 

  • Morokapel´s Feast - The Story of a Kara Hunting Ritual Äthiopien Deutschland/Äthiopien 2007, 35min. Regie: Steffen Köhn

    Der Film erzählt die Geschichte einer Jagd und ihrer Folgen im Land der Kara am Unterlauf des Omo in Südäthiopien. Morokapell, einem jungen Krieger aus dem Dorf Chellehte, ist es gelungen, mit einer selbstgebauten Gewehrfalle einen das Vieh bedrohenden Leoparden zu töten. Er übergibt das prächtige Fell des Leoparden an seinen Mutterbruder Samo im Dorf Labuk, damit dieser für ihn ein Jagdritual, ein Mirt, abhält, welches Morokapell Ruhm und neuen Status verleihen soll. Die Filmemacher begleiten Morokapell und seine Gefährten während dieser Festlichkeiten, die am Morgen nach der Zeremonie eine überraschende Wendung nehmen: Eine Diskussion entbrennt, in der Morokapells Begleiter Samo das Recht an der wertvollen Trophäe durch Beugung und Neuauslegung ritueller Regeln abzusprechen versuchen. Der Film macht dadurch deutlich, wie sogar traditionelle Rituale, als scheinbar so statische Elemente sozialen Lebens, durch wirtschaftliche und taktische Interessen von Individuen manipulierbar sind. Durch das Aufzeigen dieser kulturellen Ambiguitäten, und seinen ebenso reflexiven wie transparenten Umgang mit der ethnographischen Begegnung, versucht der Film, den Ansprüchen einer postmodernen Ethnologie zu entsprechen.

 

  • Radio FM WaiWai. Vom Katastrophennothilfe-Radio zur Stimme der Minderheiten. Japan/Deutschland 2007, 40min. Regie: Sascha Klinger

1995 ereignete sich im japanischen Kôbe ein Erdbeben mit der Stärke 6,9 auf der Richterskala. Als Hafenstadt hat Kôbe traditionell einen für Japan relativ hohen Ausländeranteil. Nach der Katastrophe bestand das Problem, den vielen Unkundigen der japanischen Schriftsprache Nothilfeinformationen zu übermitteln. Die Lösung war die Einrichtung eines Niedrigfrequenz-Radiosenders und die Verteilung von Radios in den Nothilfelagern. Mit der Zeit kamen zu den Hilfsinfos immer mehr kulturelle Inhalte hinzu, und FM WaiWai war geboren. Heute ist der Mini-Radiosender offiziell als Community-Radiosender anerkannt und sendet in neun Sprachen. Er ist das Sprachrohr eines größeren Zusammenschlusses von NPOs, von denen die meisten aus Gruppierungen von Freiwilligen bei der Katastrophenhilfe nach dem Erdbeben entstanden sind. Durch die enge Zusammenarbeit mit bürgerlichen Organisationen fördert FM WaiWai die Integration von ethnischen Minderheiten in die japanische Gesellschaft.

Öl spielt für Ecuadors Wirtschaft eine herausragende Rolle, es ist Exportgut Nr. 1 und trägt dazu bei, die enormen Auslandsschulden des Landes abzubauen. Aus diesem Grund fördert auch der Staat eine schnelle und rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen. Die giftigen Abfälle der Förderung werden dabei in einfachen Gruben entsorgt und verseuchen Flüsse und Grundwasser. Pipelinebrüche sind an der Tagesordnung. Doch nicht nur die tropischen Regenwälder Ecuadors haben unter den Arbeitsmethoden der transnationalen und nationalen Ölindustrie stark zu leiden, auch die dort lebenden Menschen müssen um ihr Überleben fürchten. Deshalb setzen sie sich zur Wehr, wobei es immer öfter zu heftigen Auseinandersetzungen mit Polizei und Militär kommt, die geschickt werden, die Ölförderung des Landes sicherzustellen. Der Film dokumentiert die katastrophale Umwelt- und Lebenssituation der Menschen und den Streik vom Aug. 2005, bei dem die gesamte Ölförderung von den Protestierenden stillgelegt wurde und infolgedessen es zu Verhandlungen zwischen Staat und transnationaler Ölindustrie kam.  

 

Ein Dokumentarfilm von Marco Valic und Jan Hering
Kurzinhalt: Als junge Menschen kamen sie als Flüchtlinge aus Ex-Jugoslawien. Mittlerweile haben sie in Berlin Familien gegründet. Robert, Tatjana und Alen erzählen ihre Geschichten von Krieg, Ankunft und Integration in einem fremden Land und dem Leben mit der Vergangenheit. Kontakt: Marco Valic: nevoja[at]yahoo.de


Mexiko/ Deutschland, 2005, Regie: Sandra Schmidt, Barbara Rühling
Spanisch m. engl. U., 50 min
Dokumentarfilm
Die letzten verbleibenden Tropenwälder der Erde sind der Reichtum des 21. Jahrhunderts mit ihrer Artenvielfalt und den Wasserreserven. Doch genau in diesen Regionen leben noch indigene Gruppen. Im Biosphärenreservat Montes Azules im Urwald von Chiapas kommt es zu einem Konflikt zwischen Menschenrechten und Naturschutz, als die Regierung versucht, indigene Gemeinden aus dem Gebiet auszusiedeln. Die Situation spitzt sich zu, weil einige der einheimischen Gemeinden den Widerstand der Zapatistas unterstützen. Der Film versucht, den verschiedenen Positionen innerhalb des Konfliktes - der Regierung, ethnischen Gruppierungen, unterschiedlichsten Organisationen und Experten zum Thema - Raum zu geben. Eine schnelle Lösung des Konfliktes scheint nicht in Sicht: 2005 startet die Regierung eine neue Welle von Umsiedlungen. Kontakt: sandrasnexus[at]gmx.de

Kurzinhalt: Die Begeisterung der Jugend Tansanias für ihr Bild vom afroamerikanischen Hip Hop und ihre Identifikation mit diesem sind der Ausgangspunkt für das Phänomen Bongo Flavor. Unter den Bedingungen tansanischer Urbanität entfaltete sich daraus ein eindrückliches Wirkungsspektrum. Bongo Flavor wird als eigenkulturell diskutiert und gewertschätzt, vermarktet, geträumt und natürlich gerappt. Aus der rekonstruierten Perspektive sehr unterschiedlicher Künstler werden Einblicke in einen Komplex möglich, der einen Aspekt kultureller Globalisierung darstellt.
Format: PAL, Farbe
Länge: 80 Min.
http://www.bongoflava.de/






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Stand: 09.12.2012

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