Vulnerability of Transportation Structures, Warning and Evacuation in Case of Major Inland Flooding (FloodEvac)

Teilprojekt: „Katastrophenkulturen in Deutschland und Indien im Klimawandel“ (Katastrophenkultur).

Institution:

Katastrophenforschungsstelle (KFS)

Außenstelle des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

Förderung:

BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Förderkennzeichen: 13N13199

Kooperationspartner:

Technische Universität München (TUM)

Universität der Bundeswehr München (UniBwM)

Jacobs University Bremen (JUniB)

Hochschule Mittweida (UniMitt)

Technische Universität Kaiserslautern (UniKl)

Technisches Hilfswerk (THW)

Amrita University (AVVU)

Indian Institute of Technology Delhi (IITD)

Projektlaufzeit:

01.01.2015 — 31.12.2017

Die Funktionsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur im Katastrophenfall ist entscheidend für die Mobilität, sowohl der Einsatzkräfte als auch der betroffenen Bevölkerung. Dies gilt nicht nur während der Katastrophe, sondern auch bei der Nachsorge. Wie das Juni-Hochwasser 2013 gezeigt hat, sind derartige Ereignisse von internationalem Ausmaß, in dem Sinne, dass sie großräumig stattfinden. Darüber hinaus sind selbst Regionen, die häufig überflutet werden überfordert und, obwohl es bereits sogenannte Hochwasserschutzfibeln gibt, wird die bauliche Infrastruktur sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Das übergeordnete Ziel des Verbundprojektes FloodEvac ist es, die Sicherheit für Personen und Anlagen im Fall von extremen Hochwasserereignissen im Inland in einem internationalen Kontext zu verbessern. Die Forschungsarbeiten zielen darauf ab Methoden, Technologien und Prozesse zu verbessern bzw. zu entwickeln, um speziell die Verkehrsinfrastrukturen, die im Katastrophenfall entscheidend sind für die Versorgung und Evakuierung, besser bewerten zu können.

Im Teilvorhaben „Katastrophenkultur“ entwickelt die Katastrophenforschungsstelle ein Rahmenkonzept zur Untersuchung von Katastrophenkultur(en) mit einem besonderen Fokus auf klimabeeinflusste Gefahren und überprüft sowie erweitert dieses im Rahmen empirischer Hochwasserstudien in Deutschland und Indien. Die Katastrophenkultur rahmt das menschliche Verhalten im Kontext von Katastrophen und Katastrophenprävention. Das Ziel ist es, die Katastrophenkultur Deutschlands im Vergleich zu Indien, im Allgemeinen und besonders im Hinblick auf extreme Hochwasserereignisse zu untersuchen und detailliert zu beschreiben. Durch den komparativen Vergleich der Katastrophenkulturen in Deutschland und Indien können reflexive Einsichten erlangt werden. Dies unterstützt die Erarbeitung von kulturellen Grundlagen die bei der Anwendung technischer Lösungen in unterschiedlichen kulturellen Kontexten zum Tragen kommen. Die gewonnen Erkenntnisse dienen einem vertieftem Verständnis der kulturellen Grundlagen und der Funktionsbedingungen des heterogenen und föderal organisierten Katastrophenschutzes in Deutschland.

Im Rahmen des Teilprojektes werden dabei v.a. folgende Ziele verfolgt:

  1. Grundlagenforschung und Theoriebildung zur Bedeutung der Katastrophenkultur
  2. Erstellung eines Rahmenkonzeptes Katastrophenkultur
  3. Entwicklung einer geeigneten Methodologie zur empirischen Anwendung des Rahmenkonzeptes
  4. Untersuchung des Elbehochwasser 2013 sowie eines vergleichbaren Ereignisses in Indien
  5. Vergleich der Katastrophenkulturen in Deutschland und Indien
  6. Erarbeitung von Grundlagen für die kultursensitive Entwicklung und Implementation von technischen Lösungen