Bedürfnisse Geflüchteter in Notunterkünften

Institution:

Katastrophenforschungsstelle (KFS)

Außenstelle des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie

Förderung:

KFS-internes Projekt

Projektlaufzeit:

01.07.2015

Homepage:

Die Katastrophenforschungsstelle widmet sich in diesen Forschungsprojekt der Frage, welche Bedürfnisse Geflüchtete Menschen in Notunterkünften haben in Deutschland haben. Hierbei geht es einerseits um die Frage, welche Strukturen des Katastrophenschutzes in dieser Lage aktiviert wurden und andererseits, wie die Bedürfnisse der Geflüchteten in Einklang zu bringen sind mit den strukturellen und organisationalen Erfordernissen und Begrenzungen der Betreiber der Notunterkünfte. Dafür werden Interviews mit in die Betreuung von Geflüchteten eingebundenen Organisationen wie DRK, Malteser, Johanniter, Berliner Stadtmission, AWO geführt sowie mit Geflüchteten in Notunterkünften. Ziel war es, die Bedürfnisse und Hilfebedarfe (Vulnerabilitäten) der Geflüchteten mit dem Angebot, welches von Seiten der Sozialarbeiter*innen und freiwilligen Helfer*innen aus der Bevölkerung zur Verfügung steht, zusammenzubringen. Die Ergebnisse werden in einem Workshop zusammen mit den Betreibern der Unterkunft diskutiert. Der im Rahmen des Katastrophennetzwerks (KatNet) Ende Mai durchgeführte Workshop zu "Die Flüchtlingsthematik als Herausforderung für Katastrophenschutz und -forschung" nimmt die Ergebnisse dieser ersten Forschungsphase auf und diskutiert sie mit verschiedenen Akteuren der Praxis (DRK, Johanniter, Malteser, Stadtmission) und Wissenschaftler*innen. Es liegen bereits verschiedene Veröffentlichungen zu dem Thema vor, weitere Präsentationen der Ergebnisse folgen in unterschiedlichen wissenschaftlichen und praxisrelevanten Kontexten in den nächsten Monaten. Ziel des Pilotprojektes ist es, den Einsatz des Katastrophenschutzes in der Flüchtlingsbetreuung mit klassischen Katastrophenschutzeinsätzen wie z.B. in der Hochwasserhilfe zu kontrastieren und Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Kontiuitäten und Brüche herauszuarbeiten, um daraus Lernerfahrungen für den Katastrophenschutz und die in der Geflüchtetenbetreuung engagierten Hilfsorganisationen zu ziehen. Weitere Forschungsprojekte sollen diese Fragen mit dem Ziel aufnehmen, die Unterstützung von besonders verletzlichen Menschen in Notlagen (Krisen und Katastrophen) zu optimieren.