INitiate VOLunteerism to counter VulnErability (INVOLVE)

Teilprojekt: „Transdisziplinäre Integrative Vulnerabilitäts- und Resilienzbewertung und freiwilliges Engagement auf Milieuebene“ (TIV-MILIEU)

Institution:

Katastrophenforschungsstelle (KFS)

Außenstelle des Instituts für Sozial- und Kulturanthropologie

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

Förderung:

BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Förderkennzeichen: 13N13027

Kooperationspartner:

Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU)

Deutsches Rotes Kreuz (DRK)

Indian Institute of Science (IISc)

Institute of Directors (IOD)

Institute for Social and Economic Change (ISEC)

Directorate of Fire & Emergency Services, Home Guards, Civil Defence (FES, HG, CD)

Indian Red Cross Society (IRCS)

Projektlaufzeit:

01.01.2015 — 31.12.2017

Homepage:

Das Engagement freiwilliger HelferInnen stellt einen unverzichtbaren Bestandteil der Vorsorge und Bewältigung von Katastrophen dar. Dennoch wird freiwilliges Engagement bisher kaum als eigenständiger Einflussfaktor von Vulnerabilität und Resilienz gegenüber Extremereignissen betrachtet. Gleichzeitig ist das Wissen um die Gefährdungen und mögliche Betroffenheiten wesentlich für die Motivation und Einbindung potentieller HelferInnen. Übergeordnetes Ziel des Verbundprojektes INVOLVE ist es daher, Vulnerabilität und freiwilliges Engagement in einem integrierten Forschungsvorhaben und in kulturvergleichender Perspektive zu untersuchen. Die Forschungsarbeiten zielen darauf ab, verschiedene Formen zivilen Engagements zu stärken, um Vulnerabilität zu reduzieren und Resilienz zu steigern.

Im Teilvorhaben TIV-MILIEU entwickelt die Katastrophenforschungsstelle ein integratives und transdisziplinäres Rahmenkonzept zur Bewertung von Vulnerabilität und Resilienz gegenüber Extremereignissen, das die Verbindung von Vulnerabilität/Resilienz und zivilem Engagement aufzeigt und berücksichtigt, um freiwilliges Engagement gezielt unterstützen zu können. Die Analyse der dahinterliegenden Konzepte „Leid“ und „Helfen“ dient als sozialwissenschaftliche Referenzfolie. Die Entwicklung und Anwendung des Ansatzes erfolgt für die drei sozialräumlichen Einheiten großstädtischer Ballungsraum, städtischer Raum und ländlicher Raum. Die darüber gewonnen Erkenntnisse dienen der Entwicklung, Evaluierung und Verbesserung von Strategien und Trainings für Endanwender im Bereich des Katastrophenmanagments.

 

Im Rahmen des Teilprojektes werden dabei v.a. folgende Ziele verfolgt:

  1. Initiierung interkultureller Lernprozesse zwischen Indien und Deutschland, um ein vertieftes Verständnis von Vulnerabilität und Resilienz zu erlangen
  2. Einbeziehung relevanter Stakeholder, v.a. der Bevölkerung, in den Forschungsprozess, um deren Bedürfnisse und spezifische Wissensformen zu berücksichtigen, Bewusstsein zu schaffen und die Umsetzung, Praxistauglichkeit und nachhaltige Wirksamkeit der zu entwickelnden Strategien und Lösungsansätze sicherzustellen
  3. Verständnis der Entstehungsprozesse und (Re-)Produktionsbedingungen von Vulnerabilität innerhalb des spezifischen sozialen Kontextes auf Milieuebene als ein erster essentieller Schritt, um die Anfälligkeit gegenüber schädlichen Auswirkungen mit passgenauen und damit nachhaltig wirksamen Lösungen reduzieren zu können
  4. Identifizierung von Faktoren, die die Resilienz (Anpassungs- und Bewältigungskapazitäten) innerhalb verschiedener Milieus stärken und zur Steigerung der Motivation für freiwilliges Engagements beitragen
  5. Identifikation regionaler Unterschiede zwischen den Untersuchungsgebieten großstädtischer Ballungsraum, städtischer Raum, ländlicher Raum
  6. Problemspezifische Verbesserung der Trainingskonzepte und -formen von Endnutzern (besonders DRK) mit besonderem Fokus auf die Bedürfnisse der Betroffenen und Akteure