SecuRail: Sicherheit im Personennahverkehr

Menschliches Verhalten in Extremsituationen - Untersuchungen zu sicherheitsrelevanten
Situationsmerkmalen durch Szenariotechniken

 

Institution:

Katastrophenforschungsstelle (KFS)

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

 

Förderung:

BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie)

Kooperationspartner:

Humboldt-Universität zu Berlin – Institut  für Informatik/ Computer Vision

Technische Universität Berlin – Institut für Mathematik

Freie Universität Berlin – Katastrophenforschungsstelle

INTERAUTOMATION Deutschland GmbH

asis Soft- und Hardware GmbH Berlin

teleBITcom GmbH

Human-Factors-Consult GmbH.

Projektlaufzeit:

01.08.2012 — 31.05.2014

Das von der Katastrophenforschungsstelle (KFS) der FU Berlin bearbeitete Teilprojekt "Untersuchungen zu sicherheitsrelevanten Situationsmerkmalen durch Szenariotechniken sowie Entwicklungen situationsspezifischer Reaktionsmaßnahmen" wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) – einer Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert.

Das Programm unterstützt mit dieser Förderrichtlinie die Innovations- und Forschungsanstrengungen von mittelständischen Unternehmen und ermöglicht ihnen eine projektgebundene Vernetzung mit Forschungseinrichtungen, um den interdisziplinären Austausch sowie einen lösungsorientierten Wissenstransfer für beide Seiten zu gestalten.

Das Gesamtverbundprojekt umfasst ein Konsortium von insgesamt sieben Partnern aus dem Bereich der Forschung:

  1. Humboldt-Universität zu Berlin – Institut  für Informatik/ Computer Vision
  2. Technische Universität Berlin – Institut für Mathematik
  3. Freie Universität Berlin – Katastrophenforschungsstelle

sowie klein- und mittelständischen Unternehmen aus Berlin und Umgebung:

  1. INTERAUTOMATION Deutschland GmbH
  2. asis Soft- und Hardware GmbH Berlin
  3. teleBITcom GmbH
  4. Human-Factors-Consult GmbH.

Das Verbundvorhaben adressiert den schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr (SPNV). Den Fokus bildet die frühzeitige Erkennung von potentiell für die Reisenden gefährlichen Situationen im Wageninneren mittels automatisierter Detektion zum Schutz und zur Rettung von Menschenleben.

   
Experten-Workshop zur Validierung der Szenarien (l.) und Szenariendreh im stehenden Zug (r.)
Quelle: Andrea Jungmann

Die Katastrophenforschungsstelle (KFS) analysiert in diesem Projekt aus sozialwissenschaftlicher Perspektive Gefahrenarten im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs, sie untersucht Möglichkeiten, Grenzen und ungewollte Nebenwirkungen des Einsatzes von automatisierten Alarmierungssystemen und fokussiert in einem weiteren Schritt das menschliche Verhalten von Passagieren in verschiedenen, für die Reisenden bedrohlichen Situationen. Hierzu wird ein Katalog potentieller Risiken und Gefahren erarbeitet, der u.a. zentrale Situationsmerkmale,  Vorbedingungen, typische Verläufe und Auswirkungen auf die Betroffenen umfasst. Auf dieser Grundlage werden ausgewählte Gefahrenszenarien entwickelt, die mithilfe qualitativer Interviews mit Ersthelfern und Experten wie bspw. der Verkehrsbetriebe oder von Sicherheitsdienstleistern im weiteren Verlauf verfeinert und angepasst werden. Die Aufarbeitung der Ergebnisse sowie die Überarbeitung der Szenarien bildet die Grundlage für die Entwicklung von Lösungen im Gesamtverbund. Mit Hilfe von Expertenworkshops werden schließlich die Resultate und fertigen Szenarien erneut validiert, um sie dann in einen Feldtest zu führen.