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Beteiligung unseres Instituts an drei genehmigten Exzellenzprojekten
Das Institut für Ethnologie ist an den folgenden drei Exzellenzprojekten beteiligt:
Exzellenzcluster
Topoi - The Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations
(gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin)
Der Exzellenzcluster „Topoi – Formation and Transformation of Space and Knowledge in Ancient Civilizations“ verfolgt das Ziel, den systematischen Zusammenhang von Räumen und Wissensordnungen in den Kulturen des Vorderen Orients und des Mittelmeerraumes von den frühen Hochkulturen bis zu Spätantike und Frühmittelalter zu erforschen. Die Spannweite der Fragestellungen reicht von der Rekonstruktion antiker Landschaften durch die Archäologie und Geowissenschaft über die Organisation von Räumen in einer historischen Perspektive sowie ihre Beschreibung in Bildern und Texten bis hin zu den wissenschaftlichen Konstruktionen von Räumen in der antiken Philosophie und Mathematik. Der gemeinsam von der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität zu Berlin gestellte Antrag ist das Ergebnis der Kooperation aller in Berlin mit der Erforschung des Altertums befassten Institutionen. Beteiligt sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Interdisziplinären Zentrums „Alte Welt“ der Freien Universität Berlin (IZAW), des August-Boeckh-Antikezentrums der Humboldt-Universität zu Berlin, der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW), des Deutschen Archäologischen Instituts in Berlin (DAI), der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, des Max-Planck-Instituts für Wissenschaftsgeschichte (MPI-WG), der Staatlichen Museen in Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz (SMB-SPK), der Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz (SB-PK) sowie der Technischen Universität in Berlin.
Das Institut für Ethnologie ist beteiligt an der Reserach Area C-III Acts- Sacred Places, Sacred Landscapes
Research Group C-III focuses on acts. Action can be occasioned by the spaces that are conceived on the level of text and image or be integrated into this and contribute to the formation of new spaces or the modification of old ones. The group seeks to examine the relation between space and ritual acts and the construction of ritual and sacred landscapes. In order to modify the theory of rituals, the group is to identify sacred places, to reconstruct processions to sanctuaries, to examine the social and economical organization of processions, and finally to reconstruct larger sacred landscapes.
Sprecher/innen: Univ.-Prof. Dr. Friederike Fless (Klassische Archäologie, Freie Universität Berlin) / Univ.-Prof. Dr. Christof Rapp (Humboldt-Universität zu Berlin)
Univ.-Prof. Dr. Friederike Fless
Telefon: 030-83856596
Fax: 030/838 56578
E-Mail: fless@zedat.fu-berlin.de
Univ.-Prof. Dr. Christof Rapp
Telefon: 030-20932590
Fax: 030/2093 2263
E-Mail: rapp@philosophie.hu-berlin.de
Aus dem Institut für Ethnologie haben an dem Antrag mitgearbeitet:
Prof . Dr. Ute Luig
Tel: 030-83856505
E-mail: luig@zedat.fu-berlin.de
Dr. Urte Undine Frömming
Tel. 030-83856865
E-mail: fromming@zedat.fu-berlin.de
Languages of Emotion
Menschliche Kommunikation impliziert in vielfältigen Formen eine – oft indirekte und unbewusste – Mit-Teilung von Affekten (Gefühlen, Stimmungen, emotionalen Atmosphären), die an symbolische Medien gebunden sind. Sprache, Religion, politische und soziale Ideologien, Künste, alltagsästhetische Moden und die „Codes“ der persönlichen Interaktion sind Archive und Agenten dieser Affekt-Praktiken. Die enge Verbindung von Symbolgebrauch, Affekt-Transfer, ästhetischen Praktiken, psychischen Dispositionen und Konstruktion sozialer Ordnungen ist der Gegenstand des Clusters. Seine vier Forschungsbereiche untersuchen: (1) die Beziehungen von Emotionen und verschiedenen Darstellungsmedien (Sprache, Ton, Bild u. a.); (2) die spezifisch künstlerischen Praktiken und Poetiken der Affektdarstellung; (3) die Korrelationen von emotionaler und sprachlicher Kompetenz sowie die Affekt-gestützten Weisen narrativer Selbstentwürfe; (4) Affektmodellierungen auf der Ebene kultureller Codes und sozialer Verhaltens- bzw. Identitätsmuster.
Der Cluster bündelt wissenschaftliche Kompetenz aus mehr als 20 Disziplinen, die alle über eigene, zum Teil sehr lange Traditionen des Affektdenkens verfügen: Anthropologie, Arabistik, Biologie, Filmwissenschaft, Japanologie, Kunstgeschichte, Literaturwissenschaften (Klassische Philologie, Anglistik, Amerikanistik, Germanistik, Romanistik, Slawistik), Musikwissenschaft, Philosophie, Politologie, (Neuro-)Psychologie, Psychiatrie, Religionswissenschaft, Soziologie, Sprachwissenschaft, Theater- und Tanzwissenschaft.
Mehrere herausragende außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wirken an dem Vorhaben mit, darunter die Max Planck-Institute für Bildungsforschung (Berlin), für Neuro- und Kognitionswissenschaften (Leipzig), für Evolutionäre Anthropologie (Leipzig) und das Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (Berlin).
Sprecher: (seit Nov. 2010) Prof. Dr. Hermann Kappelhoff
Filmwissenschaft / Film Studies
Telefon ++49 (0)30 838 50378
Email sekretariat-kappelhoff@fu-berlin.de
Aus dem Institut für Ethnologie hat an dem Antrag mitgearbeitet:
Prof . Dr. Ute Luig
Tel: 030-83856505
E-mail: luig@zedat.fu-berlin.de
Eine W2-Professur Ethnologie im Rahmen dieses Clusters wurde zum Wintersemester 08/09 mit Frau Prof. Dr.Birgitt Röttger-Rössler besetzt.
Graduiertenschule
Muslim Cultures and Societies / Islamisch geprägte Gesellschaften
Die Auseinandersetzung mit „dem“ Islam prägt nicht nur in der Bundesrepublik zunehmend die Politik und die öffentlichen Debatten. Um dem wachsenden Bedarf an sach- und sprachkundigen Fachleuten zu entsprechen, bildet die Graduate School künftige Führungskräfte in Wissenschaft, Medien, Politik sowie in der internationalen kulturellen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit aus.
Islam wird im Kontext der Graduate School nicht als eine homogene Einheit verstanden, die in einem „Clash of Civilisations“ mit anderen Zivilisationen in Konflikt treten könnte oder gar müsste. Vielmehr liegt die Betonung auf der inneren Vielfalt, historischen Wandelbarkeit und globalen Vernetzung islamisch geprägter Kulturen und Gesellschaften. Über den Mittleren Osten hinaus bezieht dies Afrika, Zentral-, Süd- und Südostasien sowie die muslimische Diaspora in Europa und Amerika ein. Dabei geht es zum einen um das Zusammenwirken spezifisch islamischer religiöser und rechtlicher Bezüge mit identitätsstiftenden Faktoren wie Sprache, Raum, Ethnie, sozialer Lage und Geschlecht. Zum anderen geht es um das Neben-, Mit- und Gegeneinander von Muslimen und Nichtmuslimen. Ihrer Beziehungsgeschichte widmet die Graduate School besondere Aufmerksamkeit.
Sprecherinnen:
Univ.-Prof. Dr. Gudrun Krämer (Islamwissenschaften, Freie Universität Berlin) /
Univ.-Prof. Dr. Ulrike Freitag (Islamwissenschaften, Freie Universität Berlin)
Telefon: 030 / 838 52487
Fax: 030 / 838 52830
E-Mail: gkraemer@zedat.fu-berlin de und ufreitag@zedat.fu-berlin.de
Aus dem Institut für Ethnologie haben an dem Antrag mitgearbeitet:
Prof . Dr. Ute Luig
Tel: 030-83856505
E-mail: luig@zedat.fu-berlin.de
Prof. Dr. Georg Pfeffer
Tel. 030 / 838 2765
E-mail: gpfeffer@gmx.com
Dr. Jeanne Berrenberg
Tel. 030 / 838 56869
E-mail: berrenberg@gmx.de
Jochen Seebode
Tel. 030/838 56868
E-mail: seebode@zedat.fu-berlin.de
