Dr. Florian Töpfl

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Emmy Noether-Nachwuchsgruppe

Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft

Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften

Nachwuchsgruppenleiter Emmy-Noether-Gruppe

Aufgabenbereich

DFG-Projekt "Zur Medialisierung (semi-)autoritärer Herrschaft: Die Macht des Internets im post-sowjetischen Raum"

Adresse Garystraße 55
14195 Berlin
Telefon +49 30 838-65348
E-Mail f.toepfl@fu-berlin.de
Homepage www.mediating-authoritarianism.net

Sprechstunde

montags 13:00 - 14:00 Uhr - bitte nur nach vorheriger Vereinbarung per E-Mail

im Raum 109 (Ihnestraße 21)

Florian Töpfl ist seit 01.10.2014 als Emmy-Noether-Nachwuchsgruppenleiter am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft tätig. In den nächsten fünf Jahren wird er gemeinsam mit zwei Doktoranden und einer studentischen Hilfskraft an einem DFG-finanzierten Projekt arbeiten, das den Titel trägt: "Zur Medialisierung (semi-)autoritärer Herrschaft: Die Macht des Internets im post-sowjetischen Raum".

Im Zentrum des Projekts wird die übergeordnete Forschungsfrage stehen: Wie hat die rasche Verbreitung internet-vermittelter Kommunikation im vergangenen Jahrzehnt politische Kommunikation, Politik, und politische Systeme im post-sowjetischen Raum verändert? Was die Datensammlung anbelangt, so wird sich das Projekt auf drei Länder konzentrieren: Russland, Ukraine, und Weißrussland. Diese Länder wurden ausgewählt, weil sie das Spektrum an Regimetypen vollständig abdecken, das sich in der Region nach 1990 herausgebildet hat (diverse Fälle). Zudem sind die drei Länder, trotz ihrer enormen Bedeutung für die Energiesicherheit und die militärische Sicherheit der EU, bislang kaum erforscht. Besonders mit Blick auf die Ukraine und Weißrussland wird das Projekt deshalb großteils Neuland betreten.

Florian Töpfl arbeitete zuletzt als Marie Curie Postdoctoral Fellow an der London School of Economics and Political Science. Zuvor war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung an der LMU München und Postdoctoral Fellow am Harriman Institut für Russlandstudien der Columbia Universität in New York. Er promovierte im Jahr 2009 an der Universität Passau im Fach Politikwissenschaft.

In seiner Forschungsarbeit beschäftigt sich Herr Dr. Töpfl mit dem Wechselspiel zwischen alten und neuen Medien und Politik in nicht-demokratischen Systemen, wobei sein Schwerpunkt auf Russland und dem post-sowjetischen Raum liegt. Insbesondere interessiert er sich dafür, wie sich mit der rasanten Verbreitung des Internets in den vergangenen zehn Jahren politische Kommunikation, Politik, das politische System sowie die politische Kultur in nicht-demokratischen Regierungssystemen verändert hat. Herr Dr. Töpfl arbeitet dabei vor allem mit qualitativen empirischen Daten aus Russland. Jedoch interpretiert er diese Daten vor dem weiteren Hintergrund der jüngsten politischen Entwicklungen in westlichen Demokratien und auch in den (semi-)autoritären Systemen Asiens und der arabischen Welt.

Eine knappe Zusammenfassung der wichtigsten Befunde seiner Forschung findet sich in einem von Herrn Töpfl kürzlich verfassten Beitrag zum Newsletter der Sektion für Politische Kommunikation  der Internationalen Vereinigung für Kommunikationswissenschaft (ICA).

Toepfl, F., & Piwoni, E. (2017). Targeting dominant publics: How counterpublic commenters align their efforts with mainstream news. New Media & Society (published online first).

Toepfl, F. (2017). From connective to collective action: Internet elections as a digital tool to centralize and formalize protest in Russia. Information, Communication and Society (published online first), 1-17.

Toepfl, F. (2016). Innovating consultative authoritarianism: Internet votes as a novel digital tool to stabilize non-democratic rule in Russia. New Media & Society (published online first).

Toepfl, F. (2016). Beyond the Four Theories: Toward a discourse approach to the comparative study of media and politics. International Journal of Communication, 10, 1530–1547.

Toepfl, F., & Piwoni, E. (2015). Public Spheres in Interaction: Comment Sections of News Websites as Counterpublic Spaces. Journal of Communication. doi: 10.1111/jcom.12156.

Toepfl, F. (2014). Four facets of critical news literacy in a non-democratic regime:  How young Russians navigate their newsEuropean Journal of Communication, 29(1), 68-82. doi: 10.1177/0267323113511183.

Toepfl, F. (2013). Why do pluralistic media systems emerge? Comparing media change in Russia and the Czech Republic after the collapse of CommunismGlobal Media and Communication, 9(3), 239-256. doi: 10.1177/1742766513504176.

Toepfl, F. (2013). Making Sense of the News in a Hybrid Regime: How Young Russians Decode State TV and an Oppositional BlogJournal of Communication63(2), 244–265. doi:10.1111/jcom.12018.

Toepfl, F. (2012). Blogging for the Sake of the President: The Online-Diaries of Russian Governors. Europe-Asia Studies, 64 (8), 1437-1461.

Toepfl, F. (2011). Managing Public Outrage. Power, Scandal, and New Media in Contemporary Russia. New Media & Society, 13(8), 1301-1319.

 

Curriculum Vitae