Profil der Arbeitsstelle Wissenskommunikation/Wissenschaftsjournalismus

Die Arbeitsstelle beschäftigt sich mit Wissenskommunikation und Wissenschaftsjournalismus und setzt damit eine länger bestehende Berliner Tradition fort. Sie zielt darauf ab, Funktion, Strukturen, Rezeption, Perspektiven und den Wandel wissenschaftlicher Kommunikation in verschiedenen Foren der Öffentlichkeit systematisch und nach Möglichkeit komparativ zu analysieren. Hierzu zählt vor allem das Forschungsfeld Wissenschaftsjournalismus, das auf der Makro-(System), Meso- (z. B. Ressorts und Redaktionen) und Mikroebene (z. B. Akteure) umfassend und theoriegeleitet untersucht wird.

Im Weiteren interessiert sich die Arbeitsstelle auch für jene Teilbereiche der Wissenskommunikation, die in anderen Foren öffentlicher Kommunikation zunehmend von Bedeutung sind (z. B. Wissenschafts-PR, Unterhaltung). Analysiert werden hierbei sowohl grundlegende Trends der öffentlichen Wissenskommunikation (z. B. Ausdifferenzierung, Selbstreferenz, Selektivität) als auch deren reflexive Folgen für das Wissenschaftssystem (z. B. Medialisierung). Im Fokus stehen hierbei schließlich auch Schlüsseltechnologien (z. B. Gentechnologie, Nanotechnologie), die in öffentlicher Kommunikation nicht selten kontrovers diskutiert werden. Risiko-, Krisen- und Konfliktkommunikation werden deshalb auch als integrale Bestandteile von öffentlicher Wissenskommunikation aufgefasst.