Tunesische Studierende zu Gast an der Arbeitsstelle Internationale Kommunikation

Tunesische Studierende zu Gast am Institut
Tunesische Studierende zu Gast am Institut
Bildquelle: Carola Richter

„Das deutsche Mediensystem verstehen“ – unter diesem Motto waren vom 9. bis 15. Dezember 2013 zehn Masterstudierende und Professor Dr. Moez Ben Messaoud von der tunesischen Université de la Manouba zu Gast am Institut. Der Workshop erfolgte auf Einladung der Arbeitsstelle Internationale Kommunikation in Zusammenarbeit mit dem Institut für Kommunikationswissenschaft der LMU München und wurde gefördert vom DAAD im Rahmen der Transformationspartnerschaften mit der arabischen Welt. Die tunesischen Studierenden sind häufig schon gestandene JournalistInnen und ÖffentlichkeitsarbeiterInnen, die sich in einem Zusatzstudium fortbilden. Das IPSI („Institut de Presse et des Sciences de l'Information“) ist das einzige Institut in Tunesien, das professionelle JournalistInnen ausbildet. In der sehr sensiblen Situation des politischen Umbruchs in Tunesien spielen Medien eine zentrale Rolle bei der Integration der verschiedenen Fraktionen der Gesellschaft, der Bildung und der Information.

Aus Diskussionen mit deutschen MedienpraktikerInnen und Institutionen politischer Bildung wollten die tunesischen Gäste Ideen für den Transformationsprozess mit nach Tunesien nehmen. Auf dem Programm standen Besuche des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und der für die Regulierung von Privatrundfunk zuständigen Medienanstalten ebenso wie Besuche bei der Hauptstadtpresse und journalistischen Weiterbildungszentren wie der Deutschen Welle Akademie. Darüber hinaus lag ein Fokus auf dem Umbruch der Medienlandschaft der DDR, der sicherlich Parallelen zum tunesischen Mediensystem aufzeigen wird. Am 9. Dezember trafen zudem Studierende des Einführungskurses „Theorien internationaler Kommunikation“ mit der tunesischen Delegation zusammen, um sich gegenseitig über die Spezifika des deutschen und tunesischen Mediensystems zu informieren.

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