Erfolgreicher Workshop mit arabischen KommunikationswissenschaftlerInnen

Workshop arabischer KommunikationswissenschaftlerInnen
Workshop arabischer KommunikationswissenschaftlerInnen
Bildquelle: Carola Richter

22 KommunikationswissenschaftlerInnen aus Ägypten, Tunesien, Palästina, Katar, Jemen und Oman diskutierten vom 29. Juni bis 6. Juli 2013 mit deutschen KollegInnen über das Selbstverständnis unserer Fachdisziplin in Zeiten politischen und gesellschaftlichen Umbruchs.

Das Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Journalisten-Kolleg bot den passenden Rahmen, um sich über theoretische und methodische Zugänge der Kommunikationswissenschaft auszutauschen und eine Standortbestimmung der arabischen Forschung im internationalen Vergleich vorzunehmen. Neben der federführenden Arbeitsstelle für Internationale Kommunikation unter Leitung von Prof. Dr. Carola Richter beteiligten sich alle Arbeitsstellen des Instituts an der Ausgestaltung des Programms. Darüber hinaus konnten mit Prof. Dr. Kai Hafez (Universität Erfurt), Prof. Dr. Stefanie Averbeck-Lietz (Universität Bremen), Prof. Dr. Barbara Thomaß (Ruhruniversität Bochum) und Dr. Maria Löblich (LMU München) namhafte deutsche ReferentInnen gewonnen werden.

Der Workshop war für die meisten Beteiligten die erste Gelegenheit, sich mit KollegInnen aus Deutschland, aber auch aus anderen arabischen Ländern über fachliche Belange auszutauschen. Trotz der politischen Unruhen in Ägypten, die alle emotional stark bewegten, entwickelten sich dank der enormen Motivation der Teilnehmenden und dem großen Interesse spannende Debatten. Neben der Selbstverständnis-Diskussion informierten sich die Teilnehmenden auch über Graduiertenförderung an der FU Berlin, wie bspw. die Dahlem Research School, diskutierten über good governance in der akademischen Selbstverwaltung und gender equality-Ansätze. Drei öffentliche Vorträge zur aktuellen Situation im tunesischen Mediensystem, dem Einsatz von Social Media in den Umbrüchen in Ägypten sowie zum Zusammenhang von Gender und Medien in Ägypten begleiteten den Workshop.

Zum Abschluss des Workshops gründeten die Teilnehmenden eine Vereinigung arabischer und europäischer KommunikationswissenschaftlerInnen, um die Vernetzung und den Ideenaustausch auf lange Sicht nachhaltig zu gestalten.

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