Klaus Wowereit diskutierte am Institut über politische Macht und Medien

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Klaus Wowereit am IfPuK
Bildquelle: Saskia Sell
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Blick ins Publikum
Bildquelle: Saskia Sell

Der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit, sprach am 10. Juni 2015 über sein Verhältnis zu den Medien. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Margreth Lünenborg.

Wowereit thematisierte in seinem Vortrag die ökonomischen Probleme der Presse und kritisierte Qualitätsmedien, die sich boulevardisieren würden. Seine Privatsphäre müsse der bekannte Politiker gegen Journalist_innen verteidigen, bis vor Gericht.

In der anschließenden Diskussion mit etwa 100 interessierten Studierenden und Lehrenden sagte Wowereit, er beobachte "seine Journalisten" genauso kritisch wie sie ihn. Die Häme nach seinem Versagen im BER-Debakel müsse er ertragen. Aber die Berichte über den Moment, als er aus Jux aus einem Frauenschuh-Sektglas trank, müsse er nicht hinnehmen. An den Nachwuchs der Branche appellierte Wowereit, besseren Journalismus zu machen.

Der Vortrag fand im Rahmen der Lehrveranstaltung „Entscheidungsprozesse in Redaktionen“ bei Prof. Dr. Rudolf Großkopff statt.