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Forschung

Bürger online
Bürger online

Schwerpunkt der Forschung an der Arbeitsstelle ist die Untersuchung des Wandels der politischen Kommunikation der Bürger, insbesondere im Zusammenhang mit der Verbreitung digitaler und Online-Medien. Das Verständnis von "Mediennutzung" ist dabei nicht mehr beschränkt auf die reine Rezeption von massenmedial verbreiteten Inhalten, sondern umfasst in der neuen Medienwelt auch "Nutzung" im Sinne der aktiven Gestaltung von Medien und Inhalten für jede Art der Kommunikation durch die Menschen.

Ausgangspunkt der an der Arbeitsstelle geplanten Forschung bildet eine Reihe von DFG-Projekten, die zwischen 2001 und 2010 durchgeführt wurden und an denen Prof. Martin Emmer maßgeblich beteiligt war. Untersucht wurde in diesen Projekten, welchen Einfluss die Verbreitung des Internets auf das politische Kommunikations- und Partizipationsverhalten der Bürger in Deutschland hat. Umfangreiche Informationen zu dieser Forschung (Liste der Publikationen zum Projekt, Vortragspräsentationen, verwendete Fragebögen) finden sich auf der Projektwebsite. Die Ergebnisse wurden darüber hinaus kürzlich zusammengefasst im Buch "Bürger online" im UVK-Verlag veröffentlicht.

Die daran anschließenden und gerade in Vorbereitung befindlichen Projekte beschäftigen sich mit der detaillierteren Beobachtung der im Zuge des Medienwandels neu entstehenden Mediennutzungsmuster, die sich unter anderem durch Multimodalität und Konvergenz mit herkömmlichen Medien auszeichnen und deshalb mit existierenden theoretischen Konzepten wie auch klassischen Methoden der Nutzungsforschung nicht mehr ausreichend erfasst werden können.

Auch die Frage der politisch relevanten Folgen der veränderten Nutzungsmuster ist Gegenstand der Forschung an der Arbeitsstelle: So ist es erforderlich, über die theoretisch nur begrenzt tragfähigen Konzepte politischer Mobilisierung oder des politischen Einstellungskonzepts hinauszugehen, um die Auswirkungen der sich verändernden Kommunikationsumgebung auf das politische Handeln des Einzelnen und politische Prozesse in der Gesellschaft aufzuklären. Insbesondere die Frage, wie sich die Wahrnehmung der eigenen politischen Rolle und die Beurteilung des politischen Prozesses verändert, wenn sich die Interaktions- und Beteiligungsmöglichkeiten durch digitale Medien erweitern, ist hier von Bedeutung.

 

 

 


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Stand: 13.02.2012

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