Über uns

 

Selbstverständnis


„Kannst Du mir bitte mal die Mate geben, ich brauch das zum Nachdenken.“ - Kopf an Kopf liegen wir zu siebt an der Havel. Mate, Kekse, jetzt kann's losgehen: Unser Selbstfindungtrip.

Wer sind wir? Was machen wir? Und warum tun wir uns das eigentlich an?


Wer sind wir?

Wir verstehen uns als offene Gruppe und freuen uns, wenn auch Du das nächste Mal mit uns am Fluss liegst.

Als wir 2010 alle zusammen angefangen haben PuK zu studieren, haben wir uns entschieden die FSI PuK neu zu beleben. Wir sind dabei weder Club, noch Verbindung, noch Klüngel, noch Verein, noch Haufen, vielleicht sind wir ein bisschen wie eine Bande aus verschiedenen Leuten, die Lust haben, die Uni aktiv mitzugestalten. Uni ist in diesem Sinne aber nichts abgeschlossenes, sondern vor allem ein Teil der Gesellschaft.

Entscheidungen werden bei uns gemeinschaftlich getroffen. Das heißt aber nicht, dass es immer die eine richtige Meinung gäbe. Gerade unsere verschiedenen Erfahrungen, Ansichten und Einstellungen machen die Identität unserer Gruppe aus.

INI ist für uns nicht nur selbst gewählte Arbeit, sondern auch Freundschaft, Meinungs- und Getränksaustausch.

Apropos Getränke: Die Mate ist fast alle und wir sind immer noch nicht fertig. Dabei waren wir in den letzten Monaten doch so produktiv: Erkämpfen, renovieren und neueröffnen des Café Tricky, aktive Mitarbeit in akademischen und studentischen Gremien, Vernetzung mit anderen Inis... Aber von vorn.


Was machen wir?

Wir machen nur das, wozu wir Lust haben. Das bedeutet für die einen sich eher mit Hochschulpolitik auseinander zu setzen, andere stecken mehr Energie in die Unterstüzung der Erstis oder Café Tricky. Aber eigentlich machen wir alles zusammen.

In der Hochschulpolitik ist es vor allem wichtig, dass nicht einer für alle entscheidet. Auch wenn Gremienarbeit fordert, finde wir es besonders wichtig unsere Meinungen in den parteipolitisch geprägten Uni-Alltag zu bringen. Wir haben dabei nicht den Anspruch, die komplette Fachschaft zu repräsentieren, sondern beziehen unsere Positionen aus dem Diskurs mit den Leuten, die Lust haben mitzumachen.


Warum tun wir uns das eigentlich an?

Es gibt nicht den Grund, aber gefühlte 100.000 tolle Vorteile:

Freundschaft, Mate, Verbundenheit, Kaffee, Ersti-Fahrten, zusammen zelten, Einblick in die Uni, Bier, gute Gespräche, eigenes Engagement, Wein, Geborgenheit, Partys, Chaos, Bandenhaftigkeit, grillen, necken...

 

 


 

Was macht die FSI PuK?


  • Orientierungstage mit Campus-Rundgang und Ersti-Frühstück

  • Studienberatung

  • Semesterpartys

  • Ersti-Wochenendfahrt ins Grüne vom 21.-23. Oktober 2011

  • Hochschulpolitische Informationen sammeln und weitervemritteln

  • Vertretung studentischer Interessen in den universitären Gremien

  • Kontakt und Koordination mit anderen Fachschaftsinitiativen an der FU

  • Unterstützung von studentischen Initiativen am Institut, z.B. der Café-Tricky-Gruppe

  • Mitarbeit in der Lehrkommission und den Prüfungsausschüssen am Institut

  • Sammeln und Weitergabe von Klausuren und Hausarbeiten

  • Unterstützung von Aktionen und Demonstrationen gegen Zugangsbeschränkungen und Studiengebühren

  • Organisation von Themenabenden und anderen Veranstaltungen

  • Aktive Mitarbeit im StuPa und im AStA der FU



 

Wer sind eigentlich diese Fachschaftsinis, und was machen sie?

 

 

Als Fachschaftsinitiativen organisieren wir uns, wie der Name schon sagt, innerhalb der einzelnen Fachbereiche und Institute. Wir sind für alle Leute offen, die Lust haben, an der Uni nicht nur ihre Scheine und Prüfungen abzulegen, sondern die sich auch für das interessieren, was meist hinter den Kulissen (sowohl innerhalb der Uni als auch auf allgemein gesellschaftspolitischer Ebene) ohne uns entschieden wird, für unser Leben und Studieren aber sehr bedeutend ist. Die allermeisten Entscheidungen, die für uns bedeutend bis existentiell sind, werden irgendwo beschlossen, ohne daß wir darauf ausschlaggebend Einfluss nehmen können. Das fängt bei Dingen wie der Besetzung von Professuren an und geht bis hin zu Beschlüssen zur Zwangsexmatrikulation oder der Einführung von Studiengebühren.

Wenn wir den Anspruch haben, an der Gestaltung unserer Lebensbedingungen trotzdem mitwirken zu wollen, können wir das unseren RepräsentantInnen im Fachbereichsrat und Akademischen Senat genauso wenig wie denen im Landtag oder Bundestag überlassen – dann müssen wir uns selbst organisieren und unsere Meinung zu den verschiedenen universitären und gesellschaftlichen Veränderungen auch dann mit Kraft zum Ausdruck bringen, wenn uns niemand fragt. Die Fachschaftsinis sind parteipolitisch unabhängig, aber natürlich nicht unparteiisch. Wir gehen nicht von der seltsamen Vorstellung aus, dass es auf der einen Seite die Uni und auf der anderen Seite die Gesellschaft gibt, sondern für uns ist Universität ein gesellschaftlicher Teilbereich, der während des Studiums einen Großteil unseres Lebensraumes und deshalb auch unseren Ausgangspunkt für politische Auseinandersetzungen und Einflussnahme darstellt. Selbstverständlich heißt das nicht, daß wir uns nur mit hochschulpolitischen oder fachspezifischen Themen beschäftigen.

 

 

Aktiv an den Fachbereichen...

Die Fachschaftsinis treffen sich in der Regel wöchentlich zum Plenum um die jeweils anstehenden Themen, Probleme und Aktionen zu besprechen. Durch Organisation von Erstsemestereinführungen, Partys, Wochenendfahrten, Studienberatung, alternativen Veranstaltungen etc. versuchen wir, den Studienalltag zu bereichern. Wir bereiten Vollversammlungen vor und unterstützen Aktionsgruppen (z. B. studentische Cafés und Fachschaftszeitungen). Das Lehrangebot, die Studien- und Prüfungsordnungen sowie die Entwicklung der Fachbereiche versuchen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten mitzugestalten. Es geht dabei einerseits darum, die Studienbedingungen zu verbessern, darüber hinaus aber auch Freiräume zu schaffen, in denen sich Diskussionen entwickeln können.

 

 

... und darüber hinaus.

In der Fachschaftskoordination (FaKo) treffen sich regelmäßig VertreterInnen aus den Inis, die Lust haben, sich über die Arbeit in den jeweiligen Fachbereichen auszutauschen. Hier versuchen wir auch unsere Aktionen zu besprechen und zu koordinieren. Dies ist insofern extrem wichtig, als daß wir angesichts der drängenden Probleme, vor welche uns nicht zuletzt die Unileitung bzw. der Senat stellen, Gefahr laufen, unsere gemeinsamen Interessen aus den Augen zu verlieren und anfangen, uns gegenseitig um des eigenen, unmittelbaren Vorteils willen auszustechen.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Spardebatte bzw. die Diskussion über das Gutachten des Berliner Wissenschaftsrates: Wie verlockend wäre es doch, mit der Unileitung auszuhandeln, dass im eigenen Bereich ein oder zwei Tutorienstellen mehr eingerichtet werden, die selbstverständlich dann woanders fehlen.

Ein weiteres Beispiel ist das gegeneinander Ausspielen einzelner studentischer Cafés, wie es die bevorzugte Art des Präsidialamtes ist. Für den Erhalt des eigenen Kommunikationsraumes soll dann schon mal in Kauf genommen werden, dass ein anderer dichtgemacht wird. Anstatt also gemeinsam so viel Druck zu machen, daß es ausreichend Stellen und Räume für alle Studierenden gibt, würden wir uns mit den "knappen Ressourcen" einrichten und uns gegenseitig bekämpfen.

Die Fachschaftsinis sind die einzigen Gruppierungen an der Freien Universität, die über ein gut funktionierendes Netz an Basiskontakten verfügen und eine kontinuierliche Interessenvertretung bzw. Ansprechpartnerin für Studierende der einzelnen Institute darstellt. Im Gegensatz zu diversen Hochschulgruppen der großen Parteien, von denen die meisten genau einmal im Jahr auf den politischen Plan treten, nämlich dann, wenn Wahlen sind, sind die Fachschaftsinis unabhängig von der Wahlkonjunktur das ganze Jahr aktiv. Uns geht es vor allem darum, eine kontinuierliche Arbeit vor Ort zu leisten und nicht als RepräsentantInnen im StuPa herumzuhängen um das dann später in unseren Lebenslauf zu schreiben. Auch in unseren Positionsbestimmungen können wir die Inhalte vertreten, die Bündnisse eingehen und Aktionen durchführen, die wir für richtig und durchsetzungsfähig halten, während unsere KommilitonInnen von den Parteigruppen permanent bemüht sind, auch noch die Interessen der Mutterpartei im Auge zu behalten.

 

 

... in den Organen der verfassten Studierendenschaft...

Zum Studierendenparlament (StuPa) und zum Allgemeinen Studierendenausschuß (AStA) hielten die Fachschaftsinis über Jahre Distanz. Diese zentralistisch-repräsentative Form der Interessenvertretung widerspricht eigentlich dem Initiativgedanken. Doch wollten wir diese Institutionen nicht einfach den anderen überlassen.

Seit die FSIs im AStA mitarbeiten, konnten sie einige strukturelle Vorstellungen umsetzen. Die ehemals leitende Rolle des AStA-Vorsitzes wurde auf ein Minimum beschnitten – das AStA-Plenum, an dem alle Referate gleichberechtigt mitwirken, ist jetzt oberstes Entscheidungsgremium. Das AStA-Plenum achtet unter anderem darauf, dass Euer Geld (6,65 Euro, die ihr jedes Semester zusammen mit der Rückmeldegebühr und den Beiträgen fürŽdas Studentenwerk bezahlt) sinnvoll eingesetzt und ordnungsgemäß verwaltet wird. Den AStA findet ihr in der Otto-von-Simson Straße 23, gegenüber der Mensa in der Silberlaube. Praktisch sind vor allem die Publikationen des AStAs, hier gibt es neben der Informationsbroschüre für Erstsemester (Mein Erstes Semester - MES) den aktuellen AStA Kalernder und das hochaktuelle Mitteilungsblatt "Out Of Dahlem". Hier steht dann auch immer drin, welche politischen Entwicklungen zu Studiengebühren, Zwangsexmatrikulationen und anderen Selektionsmaßnahmen führen. Besonders wichtig ist natürlich auch das umfassende Beratungsangebot, welches der AStA aufrecht erhält. Zu fast jedem Problem gibt es hier die passende Beratung.

In jüngster Zeit wird der AStA jedoch durch rechte Gruppen zunehmend an der Ausübung eines politischen Mandats und damit einer sinnvollen Vertretung der Studierendenschaft gehindert. Die Geschichte des politischen Mandates (PM) ist lang und kompliziert, und lässt sich am besten an anderer Stelle nachlesen (oder durch Ini-Menschen deiner Wahl kurz erklären).

Auf Wunsch des FU-Präsidialamtes hin werden seit 1997 erstmals auch Fachschaftsräte gewählt. Da niemand weiß, wofür die Fachschaftsräte eigentlich gut sein sollen und wir bislang an den Fachbereichen und Instituten ohne diese bürokratischen Gremien auch gut zurechtgekommen sind, wollen wir im Falle unserer Wahl die Fachschaftsräte dazu nutzen, die bewährte Arbeit der FSIs fortzuführen.

 

 

... ebenso wie in den Gremien der akademischen Selbstverwaltung...

Als Ini streben wir auch erneut danach, die studentischen VertreterInnen in den akademischen Selbstverwaltungsgremien (Fachbereichsräten, Akademischer Senat, Kuratorium, Konzil und verschiedenen Kommissionen) zu stellen. Zwar gehen wir nicht davon aus, dass das der Weg ist, unsere Interessen durchzusetzen, denken aber sehr wohl, dass wir es uns nicht leisten können, vor uns hin zu basteln, ohne uns darum zu kümmern, was gerade die EntscheidungsträgerInnen so tun und darauf zu achten, dass studentische Rechte gewahrt werden.

Leider ist es nicht damit getan, bei den Wahlen an der richtigen Stelle das Kreuz zu machen. Auf sich alleine gestellt können die studentischen Gremienmitglieder keine wirklichen Veränderungen bewirken. Nur wenn sich viele Studis aktiv in den politischen Prozeß an der Hochschule einbringen, ist Gremienarbeit als ein Element der politischen Arbeit sinnvoll.