Prof. Dr. Matthias Ecker-Ehrhardt

Matthias

Freie Universität Berlin

Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft

Arbeitsstelle Transnationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik

Aufgabenbereich

Vertretung der Professur für internationale Sicherheitspolitik

Adresse Ihnestr. 22
Raum 110
14195 Berlin
Telefon +49 - (0)30 - 838 72526
Fax +49 - (0)30 - 838 54160
E-Mail ecker@zedat.fu-berlin.de
Homepage www.fu-berlin.de/atasp

Dr.phil. Freie Universität Berlin (2003), Dipl.-pol. Freie Universität Berlin (1995).

Matthias Ecker-Ehrhardt leitet seit April 2014 das DFG-Projekt „Die kommunizierte IO: Öffentlichkeitsarbeit, Inklusion zivilgesellschaftlicher Akteure und die globale Politisierung Internationaler Organisationen“ (EC 323/2-1) an der Arbeitsstelle Transnationale Beziehungen, Außen- und Sicherheitspolitik der FU Berlin.

Davor war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (1998-2000, 2005-2013) und dem Institut für Interkulturelle und Internationale Studien der Universität Bremen (2003-2005) tätig. Er hatte darüber hinaus verschiedene Vertretungsprofessuren für Internationale Beziehungen inne, so im Wintersemester 2012/2013 an der Freien Universität Berlin sowie dem Sommer- bzw. Wintersemester 2013/2014 am Institut für Politikwissenschaft der Universität Leipzig.


Matthias Ecker-Ehrhardt forscht aktuell zur Politisierung bzw. Legitimität internationaler Organisationen, d.h. deren gesellschaftliche Wahrnehmung, Kritik und Anerkennung – etwa durch einfache Bürger, zivilgesellschaftliche Organisationen und Parteien. Darüber hinaus interessiert er sich für diskurs- bzw. kommunikationstheoretisch inspirierte Ansätze in den IB, sowie empirisch für die Politik der Humanitären Hilfe und Europäischen Integration.

Aktuelles Forschungsprojekt:

„Die kommunizierte IO: Öffentlichkeitsarbeit, Inklusion zivilgesellschaftlicher Akteure und die globale Politisierung Internationaler Organisationen“ (Finanziert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, EC 323/2-1)

Stärkt oder schwächt die kommunikative Öffnung internationaler Organisationen (IOs) die gesell­schaftliche Politisierung ihrer Politiken und Verfahren?IOs werden in höchst unterschiedlichem Maße politisiert, d.h. öffentlich thematisiert und bewertet. Gleichzeitig haben sich IOs über die vergangenen Jahre mehr oder weniger stark gesellschaftlichen Kommunikationsprozes­sen geöffnet – insbesondere durch eine zunehmend proaktiv agierende Öffentlichkeitsarbeit. Dabei wird zum einen häufig unterstellt, dass eine solche Öffnung die inten­sive und kritische Politisierung von IO erheblich be­günstigt, weil Infor­mationen über Defizite von IOs für externe Akteure insgesamt zugänglicher ge­worden sind. Zum anderen ist aber auch das Gegenteil plausibel, denn IOs könnten durch professionalisierte Öffentlichkeitsarbeit ihre gesellschaftlichen Kritiker marginalisieren. Das Projekt fragt entspre­chend nach der Wirkung von Öffentlich­keitsarbeit durch IOs auf ihre Politisie­rung. Es nimmt dabei eine dezi­diert erklärende Perspek­tive ein, ohne die, aus demokratietheoreti­scher Warte wichtige, normative Dimension von Politisierung aus dem Blick zu verlieren: die Ent­stehung einer aktiven und pluralen Öffentlichkeit, die IOs einer zivilgesellschaftlichen Kontrolle un­terwirft.

Monographien

  • 2007: Rhetorik der Osterweiterung. Politisches Argumentieren mit Normen, Kausalitäten, Gemeinschaftlichkeiten. Baden-Baden: Nomos.
  • 2001: Deutschland und Polen: Eine Werte- und Interessengemeinschaft? Die Eliten-Perspektive. Opladen: Leske + Budrich (mit Wolf-Dieter Eberwein).

 

Sammelbände

 

Artikel in Zeitschriften und Sammelbänden (* mit anonymem Begutachtungsverfahren)

  • 2014*: “Why do Citizens want the UN to decide? Cosmopolitan Ideas, Particularism and Global Authority”. International Review of Political Science (im Erscheinen).
  • 2014*: “Why Parties Politicize International Governance: On Globalization Backlash and Authority Contestation”. Review of International Political Economy. DOI: 10.1080/09692290.2013.839463
  • 2013*: „Entstehung und Zerfall von Autorität in der Weltpolitik. Eine differen­zierungs­­theoretische Perspektive“. Leviathan Sonderheft „Ordnung und Wandel in der Weltpolitik. Grundzüge einer Soziologie der internationalen Beziehungen“, S. 151-76 (mit T. Bonacker).
  • 2013: „Input- oder Output-Politisierung internationaler Organisationen? Der kritische Blick der Bürger auf Demokratie und Leistung.“ In: Zürn, M.; M. Ecker-Ehrhardt (Hrsg.): Die Politisierung der Weltpolitik. Umkämpfte internationale Institutionen. Berlin: Edition Suhrkamp, S. 36-61 (mit B. Wessels).
  • 2013: „Die Politisierung der Weltpolitik.“ In: Zürn, M.; M. Ecker-Ehrhardt (Hrsg.): Die Politisierung der Weltpolitik. Umkämpfte internationale Institutionen. Berlin: Edition Suhrkamp, S. 335-368 (mit M. Zürn).
  • 2012*: “’But the UN Said So …’: International Organizations as Discursive Authorities.Global Society, 26:4, S. 451-471.
  • 2012*: “Cosmopolitan Politicization? Relating Public Perceptions of Interdependence and Expectations in Internationalized Governance.” European Journal of International Relations, 18:3, S. 481-508.
  • 2012*: “International Authority and its Politicization.” International Theory - A Journal of International Politics, Law and Philosophy, 4:1, S. 69-106 (mit M. Zürn und M. Binder).
  • 2010*: “Aid Organizations, Governments and the Media: The Critical Role of Journalists in Signaling Authority Recognition.” In: Koch-Baumgarten, S.; K. Voltmer (Hrsg.): Public Policy and the Mass Media: The Interplay of Mass Communication and Political Decision Making. London: Routledge, S. 145-169.
  • 2009*: „Inter- und transnationale Organisationen als symbolische Autoritäten der Mediendemokratie.“ Politische Vierteljahresschrift. Sonderheft „Politik in der Mediendemokratie“, 42, S. 585-608.
  • 2008*: „Ordnung wider Willen - Eine Antwort auf unsere Kritiker.“ Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 15:1, S. 101-112 (with M. Zürn and M. Binder).
  • 2008: “’Red Biotechnology’ in Media Debate.” In: B. Peters und H. Wessler (Hrsg.): Public Deliberation and Public Culture: The Writings of Bernhard Peters, 1993-2005. Houndsmills: Palgrave, S. 160-181 (mit B. Peters, H. Wessler, C. Dereje, M. Sindram).
  • 2008: „Neue Autoritäten? Die Rolle von NGOs und internationalen Organisationen im parlamentarischen Diskurs.“ In: Sarcinelli, U.; J. Tenscher (Hrsg.): Politikherstellung und Politikdarstellung. Beiträge zur politischen Kommunikation. Köln: Van Halem, S. 63-82.
  • „Die Politisierung internationaler Institutionen.“ Aus Politik und Zeitgeschichte, 20-21, 2007, S. 24-30 (mit M. Zürn).
  • 2007: „’Rote Gentechnik’ in der publizistischen Debatte.“ In: Peters, B.; H. Wessler (Hrsg.): Funktionswandel der Öffentlichkeit? Mit einem Vorwort von Jürgen Habermas. Frankfurt a. M.: Suhrkamp, S. 248-280
    (mit B. Peters, H. Wessler, C. Dereje, M. Sindram).
  • 2007*: „Politische Ordnungsbildung wider Willen.“ Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 14:1, S. 129-164 (mit M. Binder, K. Radtke, M. Zürn).
  • 2006: „The Rhetoric of Risk and Responsibility - Understanding the German Public Debate on EU Enlargement.” In: Richter, I. K.; S. Berking; R. Müller-Schmid (Hrsg.): Risk Society and Culture of Precaution. Houndsmills: Palgrave, S. 207-228.
  • 2005: “Poczucie wspólnoty wsród elit. Uwagi i analizy.” In: Kerski, B.; W.-D. Eberwein (Hrsg.): Stosunki polsko-niemieckie 1949-2005. Wspólnota wartosci i interesów? Olsztyn: Borussia, S. 196-224.
  • 2002*: „Alles nur Rhetorik? Der ideelle Vorder- und Hintergrund der deutschen Debatte über die Osterweiterung.“ Zeitschrift für Internationale Beziehungen, 9:2, S. 209-252.
  • 2001: „Die deutsch-polnischen Beziehungen auf Elitenebene: Interessen, Werte, Gemeinschaftssinn.“ In: Eberwein, W.-D.; B. Kerski (Hrsg.): Die deutsch-polnischen Beziehungen 1949-2000: Eine Interessen- und Wertegemeinschaft? Opladen: Leske + Budrich, S. 149-178.
  • 1998*: „Lernen in der Außenpolitik: Das Auswärtige Amt und die Politik humanitärer Hilfe.“ In: Albach, H.; M. Dierkes; A. B. Antal; K. Vaillant (Hrsg.): Organisationslernen - institutionelle und kulturelle Dimensionen. Berlin: Sigma, S. 269-288
    (mit Y. Topçu und W.-D. Eberwein).

 

Sonstige (Auswahl)