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Anne Menzel

Anne Menzel

"Was vom Krieg übrig bleibt: Eine Analyse des Entstehens unfriedlicher Beziehungen am Beispiel von Bo-Town, Sierra Leone"

E-Mail: amenzel@zedat.fu-berlin.de

 

 

 

 

 

Anne Menzel promoviert seit 2007 an der FU Berlin, von 2008 bis 2010
war sie Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes; 2011
erhielt sie ein Abschluss-Stipendium der FAZIT-Stiftung. Ihre
empirischen Interessenschwerpunkte sind das Gewaltverhalten bewaffneter
Gruppen, Überlebensstrategien unter Bedingungen kriegerischer Gewalt,
sozialer Wandel in Kriegen und Nachkriegskontexten und Peacebuilding
(insbesondere DDR-Programme und „Transitional Justice“).

In ihrer Dissertation liegt Annes Fokus auf sozialen Beziehungen in
Nachkriegskontexten, in denen Gewalt als Handlungsoption in Erwägung
gezogen wird und/oder in denen  erwartet wird, dass bestimmte Andere
Gewalt als Handlungsoption in Erwägung ziehen. Ausgehend von der
Annahme, dass die üblichen Aufteilungen von Nachkriegskontexten entlang
gruppenspezifischer Konfliktlinien oder entlang einer Unterscheidung
zwischen Ex-Kombattanten und  der Zivilbevölkerung allenfalls
Annäherungen an die Formen und Inhalte solcher „unfriedlichen“
Beziehungen liefern können, fragt sie: Zwischen wem bestehen im
Nachkriegskontext überhaupt unfriedliche Beziehungen?  Und: Inwieweit
lassen unfriedliche Beziehungen  sich als Produkte des Lebens und
Überlebens unter Bedingungen kriegerischer Gewalt verstehen, die vom
Krieg übrig bleiben? Diese Fragen untersucht sie am Beispiel des
Bo-Distrikts im Süden von Sierra Leone. Ihr zentraler theoretischer
Anknüpfungspunkt ist dabei die Sozialtheorie Pierre Bourdieus.

 

Publikationen:

 

2011: Between Excombatization and Opportunities for Peace. The Double-Edged Qualities of Motorcycle-Taxi Driving in Urban Postwar Sierra Leone, in Africa Today 58:2, pp. 97-127

2011: Peacebuilding: am Scheideweg – oder in der Sackgasse?, in: Politische Vierteljahresschrift 52:3, S. 504-536 (mit Sven Chojnacki)

2010: "So that we don’t do something bad”! The double-edged qualities of motorcycle-taxi driving in post-war Sierra Leone, paper prepared for the 53rd annual meeting of the African Studies Association, November 18.-21.2010, San Francisco

2010: Nach dem Krieg - vor dem Frieden? Wie kriegerische Gewalt Nachkriegskontexte prägt, erscheint in:  Soeffner, Hans-Georg (Hrsg.): Unsichere Zeiten. Herausforderungen gesellschaftlicher Transformationen. Verhandlungen des 34. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Jena 2008, Wiesbaden, CD-Rom.

2010: We don't even have toilets! How can the country have peace? In: Powision, Jahrgang 5, Heft 1, S.72-74.

2009: Bericht über meine Feldforschung in Sierra Leone von Januar bis Mai 2009

2008: Frieden durch Fremdbestimmung – machbar und effektiv? Gegenseitige Bereicherungspotentiale normativer und policy-bezogener Forschung zu Peacebuilding, Arbeitspapier präsentiert auf dem dritten Workshop des AFK-Arbeitskreises „Theorie“, 3. - 5. Juli 2008, Evangelischen Akademie Loccum.

2007: Was vom Krieg übrig bleibt: die Wirkung kriegerischer Gewalt in sozialen Beziehungen, Arbeitspapier präsentiert auf dem ersten Workshop des AFK-Arbeitskreises „Theorie“, 5. - 7. Juli 2007, Evangelischen Akademie Loccum.

 






 

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Stand: 21.02.2012

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