Die Verbindungen zwischen Umwelt und Wettbewerb

Projektpartner:

Centre For Research on Energy and Environmental Economics and Policy
Wuppertal Institute for Climate, Environment and Energy
Environmental Policy Research Centre (FFU)
Adelphi Consult GmbH
IEEP London – Institute for European Environmental Policy, London

Leitung:

[Projektleitung verlinken]


Mitarbeiter/innen:

Förderung:

European Commission

Projektlaufzeit:

15.09.2007 — 15.09.2008

Ansprechpartner:

Dr. Klaus Jacob

E-Mail:

Projektbeschreibung:

Das Projekt untersucht die Verbindung zwischen Umweltpolitik und der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen und Industrie. Wettbewerbsfähigkeit wird dabei in Anlehnung an die Definition der europäischen Union verstanden als ein „nachhaltiger Anstieg von Reallöhnen und von Lebens- und Arbeitsstandards.“ Im Unternehmenssektor zielt Wettbewerbsfähigkeit auf „Preis- und Kostenentwicklungen der Produktion und anderen potentiellen Parametern, die die Wachstumsrate, Marktanteile und Investitions- und Standortsentscheidungen von Firmen beeinflussen.“

Generell zielt das Projekt auf die Frage, ob und wie eine bessere ökologische Leistungsbilanz, insbesondere wenn diese durch eine höhere Ressourcenproduktivität (Energieeffizienz, Wassereinsparung, etc.) erreicht wird, tatsächlich in substantielle und nachprüfbare Wettbewerbsvorteile umgewandelt wird. Dies impliziert weitere Fragen, die die Dynamik dieser Effekte betreffen, z.B.:

  • Wie können Policy-Maßnahmen Anreize für Ressourcenproduktivität generieren?
  • Wie beeinflusst diese Ressourcenproduktivität die Produktionsweise (d.h. Herstellungskosten) und, allgemeiner, die wichtigsten Aspekte der Wettbewerbsfähigkeit?
  • Wie können unterschiedliche Leistungsbilanzen  hinsichtlich Ressourcenproduktivität einen komparativen Wettbewerbsvorteil bzw. -nachteil im Hinblick auf inländische und internationale Konkurrenz erzeugen?

Der für das Projekt gewählte Ansatz möchte einen Beitrag zu der fortlaufenden Debatte um die Zusammenhänge zwischen Umwelt und Wettbewerbsfähigkeit leisten. Dazu soll zum einen eine Detailanalyse der Effekte von Umweltpolitiken auf Wettbewerbsfähigkeit unternommen werden. Zum anderen wird der Einfluss von ökologischer Leistungsbilanz auf Unternehmen und deren sektorinterne Wettbewerbsfähigkeit untersucht.

Um dieses Ziel zu erreichen, werden im Rahmen dieses Ansatzes zunächst verschiedene umweltpolitische Instrumenttypologien betrachtet. Im Anschluss daran, wird ein spezifisches Politikfeld ausgewählt (Wasserpolitik), um ein besseres Verständnis für die Beziehung zwischen der Implementation dieser Instrumente und den Dynamiken, welche die industrielle Wirtschafts- und Wettbewerbsleistung beeinflussen, zu erhalten. Vor diesem Hintergrund werden folgende Instrument für das Wasserressourcen-Management untersucht:

  1. Preisgestaltungen
  2. Instrumente zur Regulierung von point sources
  3. Instrumente zur Regulierung von Wasserentnahme
  4. Instrumente zur Förderung von „Best Practice“ in Bezug auf industriellen Wasserverbrauch

In einem weiteren Schritt wird das Projekt untersuchen, ob die positiven Effekte der Umweltmaßnahmen tatsächlich dazu in der Lage sind, die Wettbewerbsfähigkeit der untersuchten Unternehmen zu beeinflussen.