Vergleichende Analyse industriepolitischer Maßnahmen und Instrumente in OECD Staaten mit besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen auf Umwelt, Innovation und Beschäftigung

Projektpartner:

Adelphi Research

Leitung:


Mitarbeiter/innen:

Förderung:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Projektlaufzeit:

15.11.2007 — 15.04.2008

Ansprechpartner:

Dr. Klaus Jacob

E-Mail:

Projektbeschreibung:

Angesichts langfristig steigender Energie-, Rohstoff- und Umweltkosten gibt es zunehmende Überschneidungen zwischen Umweltpolitik auf der einen Seite und Wirtschafts-, Innovations-, Standort- und Strukturpolitik auf der anderen Seite. Dies bedeutet einerseits, dass Umweltpolitik noch stärker markt- und innovationsorientiert ausgestaltet werden muss, andererseits aber auch, dass andere Fachpolitiken die ökologischen Herausforderungen und Chancen in ihrer ganzen Dimension erkennen und berücksichtigen müssen. Für die etablierten Politikstrukturen stellt dies eine doppelte Herausforderung dar. Zum einen muss ein Instrumentarium entwickelt werden, das geeignet ist, diese umfassende Umsteuerung anzustoßen. Kein Instrument allein kann die notwendigen Impulse für die Entwicklung und Diffusion von ökologischen Zukunftstechnologien geben. Stattdessen ist ein breiter Mix von Maßnahmen aus verschiedenen Bereichen notwendig. Zum anderen betrifft die Herausforderung die institutionelle Ebene: Ökologische Industriepolitik erfordert ein hohes Maß an Politikintegration von Bereichen, zwischen denen traditionell eine deutliche Trennung, zum Teil auch erhebliches Konfliktpotential besteht. Beide Herausforderungen stellen sich nicht nur für Deutschland, sondern werden auch in anderen Ländern wahrgenommen. Länder wie die USA, Japan, Dänemark, Irland, Großbritannien und die Niederlande haben in den vergangenen Jahren interessante Erfahrungen mit Maßnahmen und Kooperationsmechanismen zur Förderung von langfristiger Umweltinnovation gemacht. Zielsetzung des Projektes war es, aus den Erfahrungen dieser führenden Länder zu lernen, um konkrete Handlungsoptionen für die instrumentelle und institutionelle Ausgestaltung von Ökologischer Industriepolitik zu entwickeln. Erfahrungen mit den bestehenden (klassischen) industriepolitischen Instrumenten wurden aufgearbeitet und mögliche Übertragungsstrategien für eine ökologische Industriepolitik erörtert.