Cities, Climate Change, and Multilevel Governance

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

Dale Medearis

Förderung:

OECD

Projektlaufzeit:

01.01.2009 — 31.12.2009

Ansprechpartner:

Miranda Schreurs

E-Mail:

Städte sind sowohl eine Herausforderung als auch eine Möglichkeit für die Politik des Klimawandels. Als Zentren wirtschaftlicher Aktivität produzieren Städte den Großteil der Treibhausgas-Emissionen and sind daher wichtig für Reduzierungsstrategien. Stadtplanung wird zukünftige Trends beeinflussen und die Konzentration der Bevölkerung, der sozio-ökonomischen Aktivität, Armut und Infrastruktur bedeutet angesichts der Zunahme von Klimakatastrophen eine besonders Vulnerabilität von Städten. Städtische Regierungen und urbane Stakeholder werden deshalb für die Gestaltung und Implementierung kosteneffizienter Anpassungs-Strategien von essentieller Wichtigkeit sein. Zudem könnten nationale politische Strategien, die örtlichen Regierungen stärken, bestehende lokale Experimente aufbauen, Antworten der Politik beschleunigen, Ressourcen-Mobilisierung unterstützen und kommunale Stakeholder einbinden.

Diese Arbeit stellt einen Rahmen für Multi-Level Governance vor und zeigt, dass es essentiell ist, Strategien der Vorantreibung von Klimawandel-Steuerung in allen Ebenen der Regierung und unter relevanten Stakeholdern voranzutreiben, um Lücken zwischen kommunalen Aktionsplänen und nationalen Regelwerken (vertikale Integration) zu vermeiden und um skalenübergreifendes Lernen zwischen relevanten Abteilungen oder Institutionen in lokalen und regionalen Regierung zu ermutigen (horizontale Dimension).

Die vertikale und horizontale Integration hat in zwei Bereichen Vorteile: In kommunal angeführten/bottom-up Gegenden, in denen örtliche Initiativen die nationen Handlungen beeinflussen, und in national angeführten/top-down Gegenden, in denen günstige Rahmenbedingungen die örtlichen Akteure stärken.

Die erfolgreichsten Rahmenpläne kombinieren diese zwei in Hybrid-Modelle von Politik-Dialogen, in denen gewonnene Erkenntnise genutzt werden, um sogenannte Enabling Frameworks anzupassen und abzustimmen. Zudem können die Erkenntnisse horizontal weiter verbreitet werden, um eine effizientere örtliche Umsetzung der Klima-Strategien zu erreichen.

Eine derartige Integration generiert Vorteile auf allen Stufen des politischen Prozesses. Dies schließt Folgendes ein:

  • Agenda-Setting und strategische Planung um politische Anführer und Stakeholder zu ermutigen

  • Politikformulierung und -akzeptanz um Langzeitvisionen und Kurzzeitaktion voranzutreiben

  • kommunale Implementierung, um Hindernisse zu überwinden, nötige Kapazitäten zu bauen und vertrauenswürdige Finanzierung für Aktionen zu etablieren

  • Feedback und Evaluierung

  • Weiterverbreitung, um den Austausch von Informationen und skalenübergreifendes Lernen zu befördern.

Eine Überprüfung aktueller Praktiken zeigt die Notwendigkeit für nationale Regierungen, aktiv daran zu arbeiten, eine stabile institutionelle Basis sowie eine Wissensbasis zu schaffen, um Entscheidungsfindung und Aktionen auf der kommunalen Ebene zu unterstützen. Dazu gehört auch die Entwicklung standardisierter Treibhausgas- Inventurmethoden für die Nutzung auf kommunaler Ebene, die Etablierung bereichsübergreifender Institutionen um regionale Wissenschafts-Politik oder ökonomische politische Informationen zu generieren sowie die Entwicklung starker städtischer Klimapolitik-Netzwerke. Die Bereitstellung derartiger Werkzeuge wird kommunalen Regierungen dabei helfen, ihre Politik zu gestalten, implementieren und verfeinern, um so kosteneffiziente Lösungen im Bereich der Klimapolitik zu finden und die ökonomische Entwicklung in grünen Sektoren voranzutreiben. Zudem wird nationalen Regierungen so geholfen, die in sie gesetzten Erwartungen der ambitionierten klimapolitischen Ziele in den kommenden Dekaden zu erfüllen.