Expertensystem zu lokalen Umwelteffekten erneuerbarer Energiesysteme (LUMEE)

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Förderung:

Umweltbundesamt

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Der Umbau des Energiesystems unter Nutzung Erneuerbarer Energien (EE) für Strom und Wärme zieht Investitionen in neue Technologien nach sich, seien es Solar-, Wasser-, Geothermie- oder Windkraftanlagen, Anlagen zur energetischen Nutzung von Biomasse, die entsprechenden Infrastrukturen, etc. Wenngleich unstrittig ist, dass mittelfristig ein solcher Umbau hin zu einer Energieversorgung auf Basis von Erneuerbaren Energien nicht zuletzt aus Gründen des Klimaschutzes erforderlich ist, so sind mit EE Technologien auch andere unerwünschte Umweltwirkungen verbunden. Dies betrifft u.a. Wirkungen auf die menschliche Gesundheit, auf Böden, die Wasserqualität, auf Natur und Landschaft.

Daten und Erkenntnisse zu diesen Umweltwirkungen werden in unterschiedlichen Kontexten gesammelt, etwa im Rahmen von Studien unterschiedlicher Disziplinen (insbesondere Technik-, Umwelt-, Natur- und Planungswissenschaften), Gutachten, Lebenszyklusanalysen oder Umweltverträglichkeitsprüfungen. Bis dato ist dieses Wissen jedoch nicht zentral erschlossen, sondern dezentral über zahlreiche Studien, Datenbestände und Experten verteilt.

Im Hinblick auf diese Ausgangssituation untersucht das FFU in einem Gutachten die Machbarkeit eines EDV-gestützten Informationssystems zum Wissensmanagement im Bereich Umweltwirkungen Erneuerbarer Energien (EE). In diesem Informationssystem sollen unterschiedlichen Wissensbestände zu EE Technologien und deren Umweltwirkungen gesammelt und nach Anwendungsfällen, Technikfaktoren und lokalen Bedingungen erschlossen sowie in einer Webdatenbank bereitgestellt werden. Neben der Machbarkeitsstudie werden ein Anwendungskonzept sowie Vorschläge für die Informations- und Softwarearchitektur des Systems erarbeitet.