Umweltpolitik im 21.Jahrhundert - Ansätze zur Bewältigung neuartiger Herausforderungen

Projektpartner: Öko-Institut e.V., Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Erhard Karls Universität Tübingen, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik, IFOK

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

Förderung:

Umweltbundesamt (UBA)

Ansprechpartner:

Jacob, Klaus

E-Mail:

Die Institutionalisierung und Wirksamkeit der Umweltpolitik der vergangenen Jahre und Jahrzehnte kann in Deutschland deutliche Erfolge verzeichnen. Umweltpolitische Themen schaffen es regelmäßig an die Spitze der politischen Agenda und haben in Deutschland entgegen einiger Prognosen einen festen Platz unter den verschiedenen Politikfeldern eingenommen.

Insbesondere bei punktuellen Problemen, wie Emissionen in bestimmten Industriezweigen ist es der Umweltpolitik gelungen Umweltverbesserungen durchzusetzen und diese mit Marktlogiken zu vereinen. Demgegenüber stehen jedoch auch Problemfelder, die bisher weniger erfolgreich adressiert werden konnten. So sind zum Beispiel in den Bereichen Klimawandel, Ressourcenpolitik und Biodiversität erhebliche Defizite zu verzeichnen.

Das Projekt Umweltpolitik im 21.Jahrhundert - Ansätze zur Bewältigung neuartiger Herausforderungen verfolgt vor diesem Hintergrund zwei übergeordnete Ziele: Die blinden Flecken und Defizite der Umweltpolitik des 20. Jahrhunderts sollen erfasst und erklärt werden. Dabei sollen zentrale umwelt- und nachhaltigkeitspolitische Argumentationsmuster überblicksartig erfasst und bewertet werden, ob sie eine Legitimation für neue Umweltpolitik geben. Diese werden in einer „umwelt- und nachhaltigkeitspolitische Diskurslandkarte“ dargestellt.

Vor dem Hintergrund der Analyse der vergangenen Umweltpolitik ist das übergreifende Ziel des Projektes die Klärung von Leitideen, Konzepten und Strategien für eine wirksame und ethisch gut begründete Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik des 21. Jahrhunderts, auf denen eine nachhaltige Entwicklung sowohl in den Ländern des Nordens als auch des Globalen Südens aufbauen kann. Daher verfolgt das Projekt neben dem analytischen Ansatz auch konzeptionelle Ziele: Aufbauend auf der zusammengestellten „Diskurslandkarte“ werden inhaltliche und strategische Empfehlungen für die Konturen einer Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik im 21. Jahrhundert entwickelt. Diese Empfehlungen orientieren sich an:

  • Ethisch gut begründeten Leitbildern für Umweltpolitik
  • Inhaltlichen, strategischen und prozeduralen Zielen der Umweltpolitik
  • Zukünftig relevanten umwelt- und nachhaltigkeitspolitischen Themen
  • Strategischen Handlungsansätzen und den Rollen unterschiedlicher Akteure
  • Optionen zur Umgestaltung von Organisationsformen und Zuständigkeiten