Diskursanalysen

Am FFU arbeiten wir in unterschiedlichen Projekten mit der Methode der Diskursanalysen. Diskursanalysen dienen dazu, Debatten zu komplexen Themen – wie bspw. Ressourcenpolitik oder Euro-Krise – zu analysieren. Ziel dabei ist, die Debatte zu systematisieren, d.h. die Positionen zentraler Akteure zu charakterisieren und unterschiedliche Debattenstränge („Diskurse“) zu identifizieren. Ein Diskurs ist die Art und Weise wie ein Akteur oder eine Akteursgruppe, beispielsweise ein Ministerium, ein Verband oder eine politische Partei,  ein Problem versteht.

Aus einem Diskurs leitet sich ab, wer nach Auffassung der jeweiligen Diskursträger für ein Problem verantwortlich ist, wer für dessen Behebung in die Pflicht zu nehmen ist oder welche politischen Instrumente zur Problemlösung angemessen sind. Diese Problemsichten unterscheiden sich zwischen den Akteuren, die in einem Politikfeld aktiv sind. Nicht zuletzt ergeben sich aus den Diskursen unterschiedliche Betroffenheiten und Belastungen für die beteiligten Akteursgruppen. Daher finden sich einem Politikfeld in der Regel mehrere unterschiedliche, häufig gegenläufige Diskurse. Die Durchsetzung eines Diskurses gegenüber konkurrierenden Diskursen – das so genannte ‚framing‘ eines Problems – ist daher ein politischer Akt, der eng mit Interessen von Akteuren verknüpft ist. Anders ausgedrückt werden in einer Diskursanalyse die gesellschaftlichen und politischen Effekte bzw. Machtwirkungen von Diskursen untersucht.

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Das Vorhaben begleitet den Prozess der Implementierung und Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms ProgRess wissenschaftlich.

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Es ist unbestritten, dass eine Steigerung der Ressourceneffizienz notwendig ist: Natürliche Ressourcen sind endlich und ihre Gewinnung und Nutzung ist mit Umweltbelastungen verbunden. Die laufende Berichterstattung zu den Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie zeigt aber auch, dass das gesteckte Ziel der Verdopplung der Rohstoffproduktivität erheblicher zusätzlicher Anstrengungen bedarf. Da viele Potenziale noch nicht genutzt werden, kann und muss die Politik dazu beitragen, Hemmnisse zu überwinden. Welche konkreten Ziele und Prioritäten gesetzt werden sollen, mit welchem Anspruchsniveau und mit welchen Instrumenten – das sind Fragen, die in der gesellschaftlichen und politischen Debatte umstritten sind.

Hier setzt das Projekt an und möchte einen Beitrag leisten (weitere Informationen finden Sie auf der eigenen Projektwebsite: www.ressourcenpolitik.de)

Laufzeit: 15.01.2012 - 31.05.2015

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The Helmholtz Alliance ENERGY-TRANS places the connections between and among energy technologies, planning procedures and consumer behavior in the focus of the research interests and investigations. Research projects include the interaction of energy supply, energy distribution and energy storage on the one hand and institutional governance and consumer behavior on the other hand. The results are expected to provide policy-oriented knowledge for an efficient and socially acceptable design of a sustainable energy system.

Laufzeit: 01.09.2011 - 31.08.2016

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Im Vorlauf zur 2012 stattfindenden VN Konferenz für Nachhaltige Entwicklung (Rio+20), untersucht die Studie die Einstellungen europäischer, zivilgesellschaftlicher Akteure zur “Green Economy” im Rahmen nachhaltiger Entwicklung. Dazu analysiert die Studie die relevanten Diskussionen der letzten Jahre zum Thema “Green Economy” und nachhaltige Entwicklung und identifiziert verschiedene Diskurse darin.

Laufzeit: 01.07.2011 - 30.09.2011

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