Transdisziplinäre Forschung

Wissenschaftliche Expertise gilt heute als wichtige Ressource, um Lösungen für gesellschaftliche Probleme zu entwickeln. Sie soll politische Akteure und die Öffentlichkeit über Problemzusammenhänge informieren, Lösungskonzepte entwickeln und Handlungsräume aufzeigen. Eine Wissenschaft, die gesellschaftlich relevant sein will, muss deshalb diese gesellschaftlichen Probleme zu ihrem Ausgangspunkt machen.
War die traditionelle Forschung disziplinär und auf eine immer weitere (innerdisziplinäre) Spezialisierung von Wissen ausgerichtet, so überschreitet die transdisziplinäre Forschung Grenzen. Dies sind nicht nur disziplinäre Grenzen innerhalb der Wissenschaft, sondern auch die Grenzen zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Das Zusammenspiel von gesellschaftlich-politischen und wissenschaftlich-analytischen Entscheidungs- bzw. Problemlösungsprozessen ist ein wesentliches Charakteristikum von transdisziplinärer Forschung.
Die Fragestellungen, die dabei behandelt werden, sind auf eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung gerichtet. Sie betreffen erstens die Prozesse, Institutionen und Strukturen, die die aktuelle Problemlage bedingen und die weitere Entwicklung beeinflussen (‚Systemwissen‘), zweitens das Wissen über Optionen einer nachhaltigen Gesellschaft (‚Zielwissen‘), sowie drittens das Wissen darüber, wie sich diese Ziele erreichen lassen (‚Transformationswissen‘).Eine Forschung, die die umweltpolitische und gesellschaftliche Dimension zum Ausgangspunkt und deren Veränderung zum Ziel hat, vermag einen direkten Beitrag zu einer nachhaltigen Gesellschaft zu leisten. Dabei ist transdisziplinäre Umweltpolitikanalyse nicht nur auf Anwendung orientiert, sondern auch Gegenstand der Grundlagenforschung. Das FFU hat zum einen den Anspruch, die Prinzipien transdisziplinärer Forschung in Forschungsprojekten umzusetzen, und beteiligt sich zum anderen auch an der Weiterentwicklung dieser Prinzipien und Ansätze.

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Die gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Debatten zu den Potentialen, Bedingungen und Herausforderungen einer Nachhaltigkeitstransformation soll in dem Vorhaben Erarbeitung zentraler Bausteine eines Konzepts transformativer Umweltpolitik in seiner praktischen Bedeutung für die Entwicklung und Ausgestaltung von Umweltpolitik untersucht werden.

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Der Übergang zu einem nachhaltigen Wirtschaftssystem ist nicht nur ein politisches und gesellschaftliches Vorhaben, sondern beschäftigt in zahlreichen unterschiedlichen Facetten unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen. Hinsichtlich von Handlungsbedarfen und -optionen, Innovationen und deren jeweiligen Folgen liegen umfassende Forschungsergebnisse vor. Das Vorhaben zur wissenschaftlichen Koordination des Förderschwerpunktes Nachhaltiges Wirtschaften (NaWiKo) hat das Ziel, einen Beitrag zur Entwicklung des Leitbilds einer Green Economy beizutragen und so auch die Vorreiterrolle Deutschlands auf dem Weg zu einer Green Economy zu stärken.

 

Dazu wird das Projekt die 30 derzeit vom BMBF geförderten Projekte im Rahmen der Fördermaßnahme „Nachhaltiges Wirtschaften“ untereinander vernetzen und inhaltliche Synthesen erarbeiten, die Orientierung und Impulse für die Weiterentwicklung des Themenfelds „Nachhaltiges Wirtschaften“ entwickeln. Diese Synthesen Impulse sollen Anregungen nicht nur in der Wissenschaft sondern auch in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft geben. Darüber will das Vorhaben dazu beitragen, die gesellschaftlich-politische Wirkung der Projekte und der Fördermaßnahme zu verstärken.

 

NaWiKo umfasst vier wesentliche Arbeitsschritte, um diese Ziele zu erreichen:

  • Ermittlung des Koordinations- und Transferbedarfs der Projekte
  • Wissensaustausch und Vernetzung der Projekte, zum Beispiel durch themenspezifische Workshops sowie nationale und internationale Konferenzen
  • Synthese projektübergreifender Ergebnisse aus den Projekten in Synthesepapieren
  • Wissenstransfer und Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel durch die Einrichtung eines Begleitkreises aus Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und wissenschaftlicher Politikberatung.

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Das Vorhaben begleitet den Prozess der Implementierung und Fortschreibung des Deutschen Ressourceneffizienzprogramms ProgRess wissenschaftlich.

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Das Projekt Umweltpolitik im 21.Jahrhundert - Ansätze zur Bewältigung neuartiger Herausforderungen verfolgt zwei übergeordnete Ziele: Die blinden Flecken und Defizite der Umweltpolitik des 20. Jahrhunderts sollen erfasst und erklärt werden. Dabei sollen zentrale umwelt- und nachhaltigkeitspolitische Argumentationsmuster überblicksartig erfasst und bewertet werden, ob sie eine Legitimation für neue Umweltpolitik geben. Diese werden in einer „umwelt- und nachhaltigkeitspolitische Diskurslandkarte“ dargestellt.

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Das transdisziplinäre Verbundprojekt EnAHRgie zielt darauf ab, einen praktikablen Verfahrensansatz zu entwickeln, um ein breites Spektrum unterschiedlicher Akteure für die Gestaltung einer lokalen Energiewende auf Kreisebene zu gewinnen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduzierung und Überwindung von Landnutzungskonflikten. 

Laufzeit: 01.03.2015 - 28.02.2019

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Das Kernanliegen des GIZ-Vorhabens ist der Umbau der Energiesysteme in der MENA-Region in Verbindung mit einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung. So soll zur Schaffung funktionierender Märkte für Erneuerbare Energien und Energieeffizienz und damit verbundener Beschäftigungspotenziale in der Region beigetragen werden. (mehr)

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In dem Vorhaben wird eine Methodik zur Analyse der Verteilungswirkungen der Umweltpolitik entwickelt das qualitative Aspekte genauso berücksichtigt wie Einkommens- und Beschäftigungswirkungen.

Laufzeit: 01.05.2013 - 31.01.2015

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Es ist unbestritten, dass eine Steigerung der Ressourceneffizienz notwendig ist: Natürliche Ressourcen sind endlich und ihre Gewinnung und Nutzung ist mit Umweltbelastungen verbunden. Die laufende Berichterstattung zu den Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie zeigt aber auch, dass das gesteckte Ziel der Verdopplung der Rohstoffproduktivität erheblicher zusätzlicher Anstrengungen bedarf. Da viele Potenziale noch nicht genutzt werden, kann und muss die Politik dazu beitragen, Hemmnisse zu überwinden. Welche konkreten Ziele und Prioritäten gesetzt werden sollen, mit welchem Anspruchsniveau und mit welchen Instrumenten – das sind Fragen, die in der gesellschaftlichen und politischen Debatte umstritten sind.

Hier setzt das Projekt an und möchte einen Beitrag leisten (weitere Informationen finden Sie auf der eigenen Projektwebsite: www.ressourcenpolitik.de)

Laufzeit: 15.01.2012 - 31.05.2015

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Ziel des Projektes ist es, den Zeithorizont der nationalen Nachhaltigkeits-Strategie in ausgewählten umweltpolitischen Teilbereichen auf 2030 zu erweitern und die Entwicklung bis zum Jahr 2050 zu skizzieren. Dazu werden im Rahmen des Projektes zentrale Handlungsfelder und Herausforderungen identifiziert.

Laufzeit: 01.10.2011 - 31.11.2014

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