Politik der Energiewende

Ziel der Energiewende in Deutschland ist neben dem Ausstieg aus der Kernenergie bis 2022 eine weitgehende Dekarbonisierung der Energieversorgung bis 2050 sowie eine deutliche Steigerung der Energieproduktivität. Sie umfasst eine Neuordnung der Energieversorgung in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr und eine Anpassung der entsprechenden Infrastrukturen. 

Die Umstellung des Energiesystems ist ein komplexes gesellschaftliches Reformvorhaben, für das es keinen Masterplan gibt. Politische Entscheidungen müssen häufig unter Unsicherheit getroffen werden. Daher sind adäquate und vor allem reflexive Governance-Mechanismen nötig, die eine Korrektur und Adaption der Maßnahmen an neue Erkenntnisse und Herausforderungen erlauben. Zwar befürworten alle Parteien und die meisten Stakeholder in Deutschland die Ziele der Energiewende. Über den Weg und das Tempo der Umsetzung herrscht jedoch noch kein Konsens. Über Mechanismen des Marktes allein kann die Wende nicht herbeigeführt werden, denn Marktpreise bilden die relevanten volkswirtschaftlichen Kosten der Energieerzeugung nicht ab. Zudem stehen der Energiewende die Interessen mächtiger Akteure des traditionellen Energiesystems entgegen, die von neuen Wirtschaftsakteuren, Bürgerinitiativen und neuen Leitbildern der Energieversorgung herausgefordert werden. Auch ist die Energiewende auf mehreren politisch-administrativen Ebenen umzusetzen, deren Energiepolitiken in ein Gesamtsystem integriert werden müssen.

Der Transformationsprozess bedarf daher einer langfristig angelegten politischen Steuerung und Koordinierung zwischen Akteuren und ihren Interessen, Werten und Zielen, zwischen den politischen Ebenen im föderalen System der Bundesrepublik und zwischen Deutschland und seinen europäischen Nachbarn. Das FFU widmet sich der der Erforschung der Politik der Energiewende, der relevanten Akteurskonstellationen und der Steuerungsherausforderungen in einer Reihe grundlagenorientierter und praxisbezogener Projekte.

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Das transdisziplinäre Verbundprojekt EnAHRgie zielt darauf ab, einen praktikablen Verfahrensansatz zu entwickeln, um ein breites Spektrum unterschiedlicher Akteure für die Gestaltung einer lokalen Energiewende auf Kreisebene zu gewinnen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Reduzierung und Überwindung von Landnutzungskonflikten. 

Laufzeit: 01.03.2015 - 28.02.2019

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The Indo-German Expert Group is an interdisciplinary working group of renowned experts from leading research institutions / political think tanks in India and Germany. It was set up in 2013 to enhance collaborative learning, contribute to informed decision-making in both countries and feed into the international debate on a green and inclusive economy. 

Laufzeit: seit November 2013

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Über die personal- und arbeitspolitischen Besonderheiten in den Unternehmen der erneuerbaren Energiewirtschaft ist vergleichsweise wenig bekannt. In interdisziplinärer Kooperation zwischen dem Forschungszentrum für Umweltpolitik und dem Management-Department des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaft (FU Berlin) zielt das von der Hans-Böckler-Stiftung geförderte Forschungsprojekt darauf ab, diese Lücke zu füllen, indem insbesondere die soziale Nachhaltigkeit in der Windenergiebranche in den Blick genommen wird.

Laufzeit: 01.02.2014 - 31.01.2016

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The Helmholtz Alliance ENERGY-TRANS places the connections between and among energy technologies, planning procedures and consumer behavior in the focus of the research interests and investigations. Research projects include the interaction of energy supply, energy distribution and energy storage on the one hand and institutional governance and consumer behavior on the other hand. The results are expected to provide policy-oriented knowledge for an efficient and socially acceptable design of a sustainable energy system.

Laufzeit: 01.09.2011 - 31.08.2016

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Das europäische Projekt „Schools at University for Climate & Energy (SAUCE)“ bietet ab 2009 einwöchige Schüler-Universitäten für Schulklassen der 5. und 6. Jahrgangsstufen an, in denen Kernthemen de Wissensbereiche Energie und Klimaschutz altersgerecht vermittelt werden.

Laufzeit: 01.09.2008 - 31.08.2011

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Zum zwanzigsten Jahrestag der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl fand an der Freien Universität Berlin und erstmalig in Deutschland vom 20. bis 24. März 2006 eine themenfokussierte Schüleruni zu den Themen Klima und Energie statt.

Laufzeit: 01.05.2005 - 30.09.2006

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In der Fachtagung wurden die wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Effekte einer innovationsorientierten Energiepolitik thematisiert und diskutiert.

Laufzeit: 18.08.2003 - 30.04.2004

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Im Rahmen der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, einen Konsultationsprozess eingeleitet, in dessen Verlauf umsetzbare Projekte im nicht-nuklearen Bereich identifiziert und entwickelt werden.

Laufzeit: 01.11.2001 - 31.12.2002

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Ziel der Fachtagung war es, über die energiepolitische Zukunft ohne Atomenergie zu diskutieren. Es ging um Chancen und Herausforderungen für die Klimaschutzpolitik, um die Modernisierung der deutschen Energieversorgung und um den damit verbundenen Strukturwandel.

Laufzeit: 01.09.2001 - 30.04.2002

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