Forschungspolitik

Die Transformation einer Gesellschaft hin zu Nachhaltiger Entwicklung erfordert nicht nur innovative Politikansätze, sondern auch neues Wissen, das diese Transformationsprozesse analysiert, begleitet und fördert. Um dieses Wissen bereitstellen zu können, muss sich das Wissenschaftssystem selbst transformieren (siehe auch: Transdiziplinäre Forschung). Gleichzeitig müssen aber auch entsprechende Rahmenbedingungen in der Forschungspolitik geschaffen werden, um Wissen zur Beantwortung gesellschaftlich relevanter Fragestellungen zu produzieren. Dazu gehört einerseits, dass Forschungsprogramme geschaffen werden, die Projekte zu nachhaltigkeitsrelevanten Themen fördern. Andererseits sind Bewertungskriterien notwendig, die Forschern und Forscherinnen Anreize bieten, sich stärker an der gesellschaftlichen Relevanz und politischen Anschlussfähigkeit ihrer Forschung zu orientieren. Aktivitäten in diesem Bereich finden dabei sowohl im nationalen Kontext wie den Initiativen zu transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung als auch auf internationaler Ebene in den Diskursen zu zum Beispiel Responsible Research and Innovation (RRI).

Das FFU beschäftigt sich in seinen Forschungsaktivitäten mit der Entwicklung solcher Kriterien für an gesellschaftlichen Problemen orientierte Forschung. So soll ein Beitrag geleistet werden, neben wissenschaftlicher Exzellenz auch die politische Anschlussfähigkeit von Forschung zu gewährleisten. Darüber hinaus sind die Möglichkeiten der gemeinsamen Entwicklung von Forschungsprogrammen mit Forschern, Forschungsförderern und politischen Entscheidungsträgern Gegenstand der Forschung am FFU. So werden Möglichkeiten erarbeitet, wie Entscheidungsträger und Forschungsförderer nicht nur in Forschungsprozesse eingebunden werden können, sondern auch ein Austausch auf konzeptioneller Ebene ermöglicht wird. Ziel ist es, Forschungsprogramme zu entwickeln, deren Projekte sowohl nach Kriterien von wissenschaftlicher Exzellenz bewertet werden als auch Wissen bereitstellen, das zur Lösung von gesellschaftlich relevanten Fragestellungen beiträgt und im Politikprozess verwertbar ist.

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The Indo-German Expert Group is an interdisciplinary working group of renowned experts from leading research institutions / political think tanks in India and Germany. It was set up in 2013 to enhance collaborative learning, contribute to informed decision-making in both countries and feed into the international debate on a green and inclusive economy. 

Laufzeit: seit November 2013

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Die zentrale Begründung für den Aufbau eines Horizon Scanning Systems liegt in der erkennbaren Beschleunigung ökologischer Prozesse einerseits und sozioökonomischer Veränderungen andererseits. Für die Politik stellt sich damit die Frage, ob reaktiven Kurzatmigkeiten durch frühzeitigere Problembewältigung begegnet werden kann.

Laufzeit: 01.09.2012 - 31.08.2014

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Sowohl der private als auch der öffentliche Sektor legen einen immer größeren Fokus auf „verantwortungsvolle Forschung und Innovation“. Die Europäische Kommission hat daher die Expertengruppe „on the State of the Art in Europe on Responsible Research and Innovation“ eingerichtet, die einen Bericht verfassen wird, der den derzeitigen Stand verantwortungsvoller Innovation reflektiert.

Laufzeit: 01.01.2012 - 10.12.2012

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LIAISE (Linking Impact Assessment Instruments to Sustainable Expertise) ist ein "Network of Excellence“ (NoE) auf dem Gebiet der Gesetzesfolgenabschätzung (Impact Assessment), das im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union finanziert wird. Ziel ist es, durch das Bündeln der Kompetenzen maßgeblicher europäischer Forschungseinrichtungen im Feld des Impact Assessment und mit unterschiedlichem disziplinären Hintergrund, die Nutzbarkeit und Nutzung von Instrumenten der Politikfolgenabschätzung zu verbessern.

Laufzeit: 02.11.2009 - 30.04.2014

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