Evaluation der Österreichischen Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung

Projektpartner:

Adelphi Consult,
D-Coach

Leitung:

[Projektleitung verlinken] Prof. Dr. Martin Jänicke, Dr. Klaus Jacob

Mitarbeiter/innen:

Dr. Klaus Jacob, Prof. Dr. Martin Jänicke, Dr. Kirsten Jörgensen, Simone Klawitter,
Sandor Ragaly, Roland Zieschank

Förderung:

Lebensministerium, Österreich

Projektlaufzeit:

01.05.2005 — 30.11.2005

Ansprechpartner:

Dr. Klaus Jacob

E-Mail:

Projektbeschreibung

Das österreichische Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Lebensministerium) hatte Adelphi Consult, die Forschungsstelle für Umweltpolitik und D-Coach mit der Evaluation der Umsetzungsaktivitäten der Österreichischen Strategie zur Nachhaltigen Entwicklung beauftragt. Das Lebensministerium betrat damit im internationalen Vergleich Neuland bei der Evaluation einer solch komplexen Strategie. Der Evaluationsprozess hat im Mai 2005 begonnen und endete mit einem ausführlichen Evaluationsbericht im November 2005.

Ziel der Evaluation war es, die Wirkungen der Österreichischen Nachhaltigkeitsstrategie abzuschätzen, den Umsetzungsprozess hinsichtlich Effizienz, Effektivität, Transparenz und Angemessenheit zu beurteilen und Vorschläge zur Verbesserung der Wirkungen der Strategie und Effektivität der Institutionen zu erarbeiten. Schwerpunkt der Evaluation war der Umsetzungsprozess. Dabei wurde zwischen Umsetzungsmechanismen (Institutionen und Instrumente zur laufenden Umsetzung der Strategie) und Umsetzungsaktivitäten (Maßnahmen und Projekte zur Erreichung der Teilziele) unterschieden. Die Strategie selber und die darin festgelegten Ziele waren dagegen nicht Gegenstand der Evaluation.

Evaluiert wurden Umsetzungsmaßnahmen und Mechanismen seit der Beschlussfassung der Strategie im April 2002 bis Mai 2005. Die Evaluation umfasste standardisierte Auswertungen auf der Grundlage von Fragebögen, Interviewzyklen vor Ort und detaillierten Untersuchungen der jeweiligen Mechanismen und Instrumente der Nachhaltigkeitsstrategie.
Dazu zählten u.a. die Prozesssteuerung im Lebensministerium, das Komitee für ein Nachhaltiges Österreich, das Forum für ein Nachhaltiges Österreich, Arbeitsgruppen zur Konzeption und Umsetzung von Schlüsselmaßnahmen, Nahtstellen zu dezentralen Nachhaltigkeitsstrategien und Lokale Agenda 21 Prozessen, die Maßnahmendatenbank, das Arbeitsprogramm, der Fortschrittsbericht, der Indikatorenbericht, die Überprüfungsmechanismen und die Internetplattform.

Der Evaluationsprozess war partizipativ ausgerichtet. Workshops mit Vertretern ausgewählter Umsetzungsmaßnahmen und Vertretern aus den Ländern und lokaler Agenda 21 Prozesse waren elementare Bestandteile der Evaluation. Die externe Evaluation ermöglichte durch einen „Blick von Außen“ und die Konsultation mit den maßgeblichen Akteuren der Österreichischen Nachhaltigkeitspolitik („Innenansichten“) Innovationspotentiale für die zukünftige nachhaltige Entwicklung in Österreich fruchtbar zu machen.

Der Evaluationsprozess wurde durch eine Steuerungsgruppe im Lebensministerium und einen Projektbeirat begleitet. Dem Projektbeirat gehörten Vertreter unterschiedlicher Akteursgruppen an. Deren Funktion bestand vorwiegend in der Präzisierung der Fragestellungen, als Resonanzgruppe für Ergebnisse aus dem laufenden Evaluationsprozess und zur Anbindung des Evaluationsprozesses in die jeweiligen Akteursnetzwerke.

Publikationen

Evaluationsbericht