Ressourcenpolitik – PolRess

Projektpartner: Ecologic; European School of Governance (EuSG); Gesellschaft für Wirtschaftliche Strukturforschung (GWS); Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW); Öko-Institut; Wuppertal-Institut

Leitung:

Mitarbeiter/innen:

Dr. Klaus Jacob
Lisa Münch
Stefan Werland

Förderung:

Umweltbundesamt (UBA)

Projektlaufzeit:

15.01.2012 — 31.05.2015

Ansprechpartner:

Dr. Klaus Jacob

E-Mail:

Deutschland hat sich einer anspruchsvollen Ressourcenpolitik verpflichtet. In der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung ist das Ziel der Verdopplung der Ressourcenproduktivität bis zum Jahr 2020 gegenüber dem Jahr 1994 festgelegt. Die Notwendigkeit einer Steigerung der Ressourceneffizienz ist unbestritten: Natürliche Ressourcen sind endlich und ihre Gewinnung und Nutzung ist mit Umweltbelastungen verbunden. Die laufende Berichterstattung zu den Zielen der Nachhaltigkeitsstrategie zeigt aber auch, dass das gesteckte Ziel der Verdopplung der Ressourcenproduktivität aller Voraussicht nach nicht erreicht wird. Vor diesem Hintergrund sind weitere politische Maßnahmen notwendig, um die Potentiale besser auszuschöpfen und Hemmnisse zu überwinden. Allerdings bleiben die konkreten Ziele und Prioritäten, das Anspruchsniveau und die Instrumentierung einer Ressourcenpolitik in der gesellschaftlichen und politischen Debatte umstritten. 

Ziel des Projekts ist es, diese sich entwickelnde Debatte um die Ressourcenpolitik in Deutschland aus politikwissenschaftlicher, juristischer und ökonomischer Perspektive zu begleiten und Impulse zu setzen. U.a. wird die Diskussion zu Zielen und Indikatoren systematisch analysiert und Optionen für die Auswahl, die Operationalisierung und die Priorisierung von Zielen einer Ressourcenpolitik herausgearbeitet. Politikinstrumente werden hinsichtlich ihrer Potenziale zur Steigerung von Ressourceneffizienz und Ressourcenschonung untersucht und mögliche Folgen werden abgeschätzt. Die identifizierten Politikinstrumente werden einer umweltökonomischen Wirkungsanalyse unterzogen. Es werden qualitative Szenarien entwickelt und quantitative Simulationen durchgeführt. Darüber hinaus werden wissenschaftlich fundierte und zielgerichtete Debattenbeiträge, insbesondere zu den Potentialen und Chancen einer forcierten Ressourceneffizienz, erarbeitet und die Vernetzung mit weiteren Forschungsprojekten und Akteuren aus Wissenschaft, Forschung und Politik, vorangetrieben.