Entwicklung von Vorschlägen zum Einsatz von ökonomischen Instrumenten zur Steigerung der Ressourceneffizienz in Deutschland und der EU

Mitarbeiter/innen:

Dr. Klaus Jacob

Stefan Werland

Förderung:

Umweltbundesamt (UBA)
Vor dem Hintergrund sich abzeichnender Ressourcenknappheiten, steigender Ressourcennachfrage, zunehmender Ressourcenabhängigkeiten, möglicher Ressourcenkonflikte und dem mit der Ressourcennutzung verbundenem Energieverbrauch, Treibhausgasemissionen und anderer Umweltprobleme wird der Handlungsbedarf zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und Reduzierung des Ressourceneinsatzes in den nächsten Jahren weiter steigen. Dabei wird bisher eine effiziente und umweltgerechte Nutzung von Ressourcen vorwiegend über ordnungs- oder planungsrechtliche Instrumente geregelt. Jenseits des Energie- und Transportsektors werden ökonomische Steuerungsinstrumente bisher nur sehr wenig eingesetzt. Ein verstärkter Einsatz von ökonomischen Instrumenten bzw. die verstärkte Nutzung von Preissignalen und Marktmechanismen hat das Potential, um die Ziele zu geringeren Kosten zu erreichen und somit auch die Akzeptanz für Regulierungen zu erhöhen. Darüber hinaus können sie die Entwicklung und Diffusion von Innovationen fördern und ökonomische Instrumente können Rebound-Effekte vermeiden oder zumindest reduzieren.

Das Forschungsprojekt soll konkrete, in Deutschland und/oder der EU umsetzbare Vorschläge für ökonomisch basierte Instrumente oder Instrumentenkombinationen zur Verbesserung der Ressourceneffizienz und zur Reduzierung der Abhängigkeit von der Primärrohstoffversorgung entwickeln und ihre Wirkung abschätzen. Diese Vorschläge sollen auf Grundlage einer systematischen Analyse von relevanten Handlungsfeldern, erfolgversprechenden Instrumentenansätzen – auch aus dem Ausland – und spezifischen Hindernissen entwickelt werden. Dabei soll der Schwerpunkt auf Metallen, Industriemineralien und Baustoffen liegen.