Cord Drögemüller

Cord Drögemüller

Aufgabenbereich

Gegenwartsanalyse der Bewertung von Entsorgungsoptionen und -strategien radioaktiver Abfälle aus Sicht kommunaler Entscheidungsträger und lokaler Bevölkerung

E-Mail droegemueller@irs.uni-hannover.de

Betreuerinnen und Betreuer

Prof. Dr. Miranda Schreurs (FFU), PD Dr. Achim Brunnengräber (FFU), Prof. Dr. Clemens Walther (IRS)

Tätigkeit

Cord Drögemüller arbeitet als Sozialwissenschaftler am Institut für Radioökologie und Strahlenschutz (IRS) der Leibniz Universität Hannover und ist Mitarbeiter der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsplattform ENTRIA (Website)

Beschreibung

Für die zukünftige Standortsuche und -auswahl eines Lagers für hochradioaktive Abfälle wird die Beteiligung der Öffentlichkeit bzw. betroffener Interessengruppen und Stakeholder zu einem wichtigen Element. Im Zuge der Standortsuche werden vor allem Regionen in den Blick rücken, für die sich untersuchungswürdige Wirtsgesteinsformationen identifizieren lassen. Die Gestaltung und Umsetzung von Öffentlichkeitsbeteiligung als Teil modernen Regierens (Governance) wird daher insbesondere auf der regionalen Ebene eine große Herausforderung darstellen, während die gegenwärtigen Bedürfnisse und Vorstellungen regionaler Akteure in Deutschland bisher nicht vertieft wissenschaftlich untersucht wurden.

In diesem Projekt wird mittels leitfadengestützter Interviews erforscht, wie regionale Akteure die bisherige Entsorgungspolitik bewerten und welche Erwartungen sie mit Blick auf die zukünftige Entsorgungspolitik formulieren. Befragt werden politische Entscheidungsträger, zentrale Repräsentanten der Zivilgesellschaft sowie Vertreter betroffener Interessengruppen in Regionen, die

  • von der Zwischen- und Endlagerung radioaktiver Abfälle bereits betroffen sind,
  • über untersuchungswürdige Wirtsgesteinsformationen verfügen und damit von der Standortsuche potentiell betroffen sein werden,
  • bisher und vermutlich auch zukünftig von der Entsorgung radioaktiver Abfälle nicht betroffen sein werden.