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Ungleichheitsverhältnisse und Alternative Food Networks (Teil II)

(15403a)

TypeProject
InstructorUniv.-Prof. Dr. Gülay Çağlar
InstitutionFreie Universität Berlin
Otto-Suhr-Institut
SemesterSommersemester 18
Scope of Course
RoomIhnestr. 21 E Seminarraum
StartApr 16, 2018 | 10:00 AM
endJul 16, 2018 | 12:00 PM

Zweiter Teil des Projektkurses - nur für Teilnehmer des ersten Teils aus dem vorherigen Semester. Was ist alternativ an sogenannten Alternative Food Networks? Alternative Food Networks (AFNs) kriti-sieren das globale Ernährungssystem, das auf der industriellen bzw. intensiven Landwirtschaft basiert und in verschiedenen Regionen sowohl ökologisch als auch sozial negative Auswirkungen mit sich zieht. AFNs beanspruchen durch eine Re-lokalisierung der Ernährungsproduktion (z.B. urbane Gärten oder solidarische Landwirtschaft) sowie durch alternative Konsum- bzw. Ernährungsbeschaffungspraktiken (z.B. Dumpster Diving) die konventionelle Landwirtschaft sowie global agierende Einzelhändler zu un-terminieren. Ziel dieses Projektseminars ist es, AFNs in Berlin und Umgebung—ihre Ziele, Praktiken, Organisationsweise sowie die Effekte ihres Handelns—aus einer intersektionalen Geschlechterper-spektive zu analysieren. Dabei wird von der These ausgegangen, dass komplexe Differenz- und Un-gleichheitsverhältnisse Praktiken der Produktion, die Vermarktung sowie die Zubereitung von Ernäh-rung durchdringen und strukturieren. Das Feld der alltäglichen Ernährungspolitik von AFNs wird folglich nicht als ein gesellschaftspolitisch neutrales Handlungsfeld gefasst, sondern als eines, wodurch die sozio-ökonomischen, kulturellen und räumlichen Grundlagen von Ernährungspraktiken definiert wer-den und wodurch somit auf geschlechtsspezifische, ethnische und klassenspezifische Ungleichheits-verhältnisse eingewirkt wird. Ziel des Projektseminars ist eine theoretische und empirische Auseinan-dersetzung mit AFNs und Fragen der Re-lokalisierung von Ernährung. Teil II des Projektseminars widmet sich nun der Durchführung der eigenen Projekte zu. Im Seminar werden hierfür Methoden der qualitativen Sozialforschung vermittelt und im Rahmen der eigenen Projekte erprobt.