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Neu: VW-Projekt Prof. Dr. Hansjörg Dilger "Mobility Regimes of Preparedness and Response" (MoRePPaR)

News vom 18.08.2022

Siehe die Pressemitteilung der FU Berlin Nr. 133/2022 vom 17.08.2022
Quelle: https://www.fu-berlin.de/presse/informationen/fup/2022/fup_22_133-mobilitaet-globale-gesundheit/index.html

Den Zusammenhang von Mobilität und globaler Gesundheit erforschen

Forschungsprojekte von Ulrike Beisel und Hansjörg Dilger von der VolkswagenStiftung gefördert

Zwei von der VolkswagenStiftung geförderte Projekte zu den Auswirkungen von Mobilität auf die globale Gesundheit haben an der Freien Universität Berlin ihre Arbeit aufgenommen. Ulrike Beisel, Professorin am Institut für Geographie Wissenschaften, untersucht in einem internationalen Team die Verbreitung von Moskitos in Indien, Mexiko, Tansania und Deutschland und die daraus resultierenden Krankheiten. Hansjörg Dilger, Professor am Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, forscht gemeinsam mit einem internationalen Netzwerk zur Einschränkung der Mobilität während der Corona-Pandemie und ihren individuellen sowie sozialen und politischen Folgen in der Demokratischen Republik Kongo, Südafrika, Südkorea und Deutschland. Die Fördersumme beträgt für jedes der Projekte beträgt knapp 1,5 Millionen Euro über vier Jahre.

Die Projekte werden im Kontext einer Ausschreibung zu globaler Medizin gefördert, die ein Konsortium europäischer Stiftungen Anfang 2020 ins Leben gerufen hatte, noch bevor die Auswirkungen von Covid19 sichtbar wurden. Die Ausschreibung „Mobility – Global Medicine and Health Research“ wurde gemeinsam initiiert von der La Caixa Foundation (Spanien), Novo Nordisk Fonden (Dänemark), Wellcome Trust (Großbritannien) und der VolkswagenStiftung (Deutschland). Nach der Unterstützung von 15 Pilotstudien wählten die Stiftungen sieben internationale und interdisziplinäre Projekte aus, die mit insgesamt rund zehn Millionen Euro gefördert werden. Drei der Projekte werden durch die VolkswagenStiftung unterstützt, zwei von diesen sind an der Freien Universität angesiedelt.

Alle Projekte zeichnen sich nach Angaben des Stiftungkonsortiums dadurch aus, dass sie interdisziplinär konzipiert sind und die Perspektiven von Forschenden und gesellschaftlichen Akteuren aus verschiedenen Ländern zusammenführen. Neben einer antragsstellenden Person aus Dänemark, Deutschland, Spanien oder dem Vereinigten Königreich sind an jedem Projekt mindestens zwei Partner aus Ländern mit niedrigem oder mittlerem Einkommen außerhalb Europas beteiligt.

Zu den Projekten

Mobile Mosquitoes – understanding the entangled mobilities of Aedes mosquitoes and humans in India, Mexico, Tanzania and Germany

Das Team untersucht, wie sich die Mobilität von Menschen und Stechmücken überschneiden und sich menschliche Mobilitätsinfrastrukturen auf die Verbreitung bestimmter Moskito-Arten sowie der daraus resultierenden Übertragung von Krankheiten wie Dengue-Fieber oder Zika auswirkt.

Beteiligte: Prof. Dr. Ulrike Beisel (Freie Universität Berlin), Dr. Ashwani Kumar (Indian Council of Medical Research, Indien), Dr. Fredros Okumu (Ifakara Health Research and Development Centre, Tansania), Prof. Dr. Gerardo Suzán (Universidad Nacional Autónoma de Mexico, Mexiko), Dr. Carsten Wergin (Universität Heidelberg), Dr. Norbert Becker (Gesellschaft zur Förderung der Stechmückenbekämpfung e. V.)

Mobility Regimes of Pandemic Preparedness and Response (MoRePPaR): The Case of COVID-19

In einer ethnografischen Studie wollen die Forschenden die unterschiedlichen Ansätze zur Einschränkung und Überwachung der Mobilität während der Corona-Pandemie in verschiedenen Ländern auf ihre individuellen sowie sozialen und politischen Folgen hin vergleichen. Daraus sollen Empfehlungen für ein verbessertes Krisenmanagement bei künftigen Epidemien abgeleitet werden.

Beteiligte: Prof. Dr. Hansjörg Dilger (Freie Universität Berlin), Prof. Dr. Julia Hornberger (University of the Witwatersrand, Südafrika), Prof. Dr. Nene Morisho Mwanabiningo (Pole Institute, Demokratische Republik Kongo), Prof. Dr. Bo Kyeong Seo (Yonsei University, Südkorea)

Kooperationspartner: Dr. Sung-Joon Park (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Hamburg), Prof. Dr. Martin Doevenspeck (Universität Bayreuth), Prof. Dr. Johanna Hanefeld (Robert-Koch-Institut, Berlin)

Weitere Informationen

Ausschreibung „Global Issues: Mobility - Global Medicine and Health Research“: www.volkswagenstiftung.de/mobility-global-health

Kontakt

  • Prof. Dr. Ulrike Beisel, Institut für Geographische Wissenschaften, Fachrichtung Humangeographie, E-Mail: u.beisel@fu-berlin.de
  • Prof. Dr. Hansjörg Dilger, Institut für Sozial- und Kulturanthropologie, Arbeitsstelle Medical Anthropology I Global Health, E-Mail: hansjoerg.dilger@berlin.de
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