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Start des DFG-geförderten Projekts “PrEP-Intimitäten in Berlin“ (Prof. Dr. Hansjörg Dilger; Max Schnepf M. Sc.)

News vom 07.04.2022

PrEP-Intimitäten in Berlin: Affektive Ambivalenzen und verkörperte Subjekte der biomedizinischen HIV-Prophylaxe

Finanziert durch: DFG

Prof. Dr. Hansjörg Dilger und Max Schnepf, M.Sc.

Projektbeginn: 01.04.2022

Das Projekt „PrEP-Intimitäten in Berlin“ untersucht intime Verschränkungen von biomedizinischen Technologien und Sexualität anhand der Einführung eines neuen Pharmazeutikums im deutschen Gesundheitswesen. Seit September 2019 werden die Kosten für die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) von den Krankenkassen übernommen. Das Medikament bietet einen hocheffektiven Schutz vor HIV und wird Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko verschrieben – insbesondere Männern, die Sex mit Männern haben. Aus medizin- und queeranthropologischer Perspektive erforscht das Projekt die multiplen soziokulturellen Effekte, die mit der Einführung der PrEP verbunden sind. Es konzeptualisiert das Pharmazeutikum als affektive, diskursive und materielle Formation im Leben, den Erfahrungen und Körpern schwuler Männer*. Mithilfe einer ethnographischen Forschung situiert das Projekt die PrEP im spezifischen Kontext von Berlin als Stadt mit einer hohen internationalen Anziehungskraft und dem Ruf sexueller Liberalität. Dabei soll aufgezeigt werden, wie die biomedizinische Prophylaxe – ebenso wie gesundheitspolitische Fachöffentlichkeiten, subkulturelle Diskurse und therapeutische Situationen – intime Beziehungen und sexuelles Erleben schwuler Männer* in Berlin rekonfigurieren.

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SFB 1171 Affective Societies
BGSMCS
Berlin Southern Theory Lecture