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KFS Forschungsprojekte

Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz durch den Zivil- und Katastrophenschutz in Pandemielagen am Beispiel SARS-CoV-2 (BePal)

Der gesundheitliche Bevölkerungsschutz spielt eine maßgebliche Rolle bei der Bewältigung SARS-CoV-2-Pandemie. Unterstützung erfährt der öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) in der Situation v.a. durch Institutionen und Organisationen des Zivil- und Katastrophenschutzes (Feuerwehren, Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen). Ziel des Forschungsvorhabens (Laufzeit 12 Monate) ist die Analyse der Kapazitäten und Potenziale der Organisationen des Zivil- und Katastrophenschutzes im Kontext des gesundheitlichen Bevölkerungsschutzes im Falle einer Pandemie am Beispiel SARS-CoV-2. Das Projekt BePal wird im Rahmen der Gesundheitsforschung des BMBF-Förderaufrufs zur Erforschung von COVID-19 im Zuge des Ausbruchs von Sars-CoV-2 (Rapid-Response Modul) als Teil der ELSA-Forschung gefördert.

Quick-Response-Forschung zu SARS-CoV-2

Die Katastrophenforschungsstelle reagiert auf die aktuelle SARS-CoV-2-Lage mit verschiedenen Quick-Response-Forschungen und Science-Outreach-Aktivitäten: Erstens wird eine Analyse von Quarantäneeinrichtungen mit ExpertInneninterviews sowie eine quantitative Befragung der HelferInnen durchgeführt. Hier geht es um Erfahrungen der Einsatzkräfte mit dieser für nationale Verhältnisse ungewohnten Situation. Zweitens findet eine quantitative Bevölkerungsbefragung statt, die sich mit Ängsten und Sorgen, Vulnerabilitäten und (Informations-) Bedürfnissen beschäftigt. Drittens werden Aspekte der SARS-CoV-2-Lage im Projekt WAKE berücksichtigt, in dem die Einbindung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland, Österreich und Italien im Kontext dieser grenzüberschreitenden Lage untersucht werden. Viertens können Studierende ihre Hausarbeiten zur aktuellen Lage schreiben. Prof. Voss bietet regelmäßig webbasierte Q&A-Sessions an, in der verschiedene Inputs zu unterschiedlichen Themenfeldern rund um Covid-19 vorgestellt und aktuelle Entwicklungen erläutert werden. Die TeilnehmerInnen haben zudem die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Die Teilnahme steht allen Interessierten offen. Für weitere Informationen steht der E-Mail-Verteiler https://lists.fu-berlin.de/listinfo/covid-19-info#subscribe zur Verfügung.

RESIK - Resilienz und Evakuierungsplanung für sozioökonomische Infrastrukturen im medico-sozialen Kontext

Ziel des Verbundprojektes RESIK ist es, Potentiale zur Stärkung der Resilienz kritischer Infrastrukturen am Beispiel Krankenhaus zu identifizieren und ihre Anfälligkeit gegenüber Störungen der regulären Abläufe in komplexen Lagen zu reduzieren.
Betrachtet werden Evakuierungen in verschiedenen Gefahrenlagen mit Fokus auf Hochwassersituationen und kaskadierende Eskalationsstufen. Wesentliche Aspekte in derartigen Lagen sind eine zügige Evakuierung und die Aufrechterhaltung einer adäquaten medizinischen Versorgung.
Im Teilprojekt der KFS „Resilienz und Evakuierung von Einrichtungen mit besonderen Bedarfen (RESCUE)“ wird ein mehrstufiges Analysemodell entlang des Evakuierungszyklusses zur Erstellung von Konzepten zur Rückkehr in die Normalversorgungssituation auch unter Berücksichtigung von psychologischen und sozialen Aspekten entwickelt.

WAKE - Migrationsbezogenes Wissensmanagement für den Bevölkerungsschutz der Zukunft

Die Flüchtlingssituation 2015/2016 war für viele im Bevölkerungsschutz tätige Hilfsorganisationen eine der größten flächendeckenden Einsatzlagen überhaupt.
Bei deren Bewältigung wurden neue Erfahrungen gesammelt sowie vorhandene Wissensbestände und Abläufe an die konkreten Erfordernisse angepasst. Um dieses Wissen zu konservieren, mit internationalen Wissensbeständen anzureichern und zukünftig in anderen Szenarien anwenden zu können, muss es systematisch zusammengeführt, strukturiert und aufbereitet werden.

Kophis - Pflege- und Hilfsbedürftige im Katastrophenfall

Das Verbundprojekt KOPHIS befasst sich mit der Frage, wie die Resilienz von hilfe- und pflegebedürftigen Menschen in Privathaushalten im Katastrophenfall gestärkt werden kann und wie zu diesem Zweck Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Pflegedienste und zivilgesellschaftliche Akteure stärker verzahnt werden können. Das Teilprojekt der KFS entwickelt dabei ein Szenarien basiertes und auf katastrophalen Prozess gerichtetes Verständnis der Unterstützungsbedarfe und Resilienzpotentiale besonders Hilfe- und Pflegebedürftiger.

WEXICOM III - Wetterwarnungen: von der EXtremereignis-Information zu KOMmunikation und Handlung

WEXICOM III ist ein vom Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung (HErZ) des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gefördertes interdisziplinäres Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mehrerer Forschungseinrichtungen der Freien Universität Berlin und dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Mit einem inter- und transdisziplinären Ansatz der Meteorologie, Sozialwissenschaften und Psychologie trägt dieses Projekt zu einer optimalen Nutzung von Wettervorhersagen, mit dem Schwerpunkt auf Unwettern und deren Warnungen, bei. Das Ziel ist dabei, eine transparente und effektive Kommunikation von Risiken und Unsicherheiten für verschiedene Benutzergruppen zu ermöglichen.

WEXICOM II - Wetterwarnungen: von der EXtremereignis-Information zu KOMmunikation und Handlung (abgeschlossen)

WEXICOM ist ein vom Hans-Ertel-Zentrum für Wetterforschung und Deutschen Wetterdienst gefördertes interdisziplinäres Forschungsprojekt in Zusammenarbeit zwischen der Freien Universität Berlin, dem Deutschen Komitee für Katastrophenvorsorge e.V., dem Forschungsforum Öffentliche Sicherheit sowie dem Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Mit einem inter- und transdisziplinären Ansatz der Meteorologie, Sozialwissenschaften und Psychologie trägt dieses Projekt zu einer optimalen Nutzung von Wettervorhersagen, mit dem Schwerpunkt auf Unwettern und deren Warnungen, bei. Das Ziel ist dabei, eine transparente und effektive Kommunikation von Risiken und Unsicherheiten für verschiedene Benutzergruppen zu ermöglichen.

REVISE - Integriertes Katastrophenrisikomanagement und Einbindung freiwilliger Helfer*innen zur Katastrophenvorsorge in Teheran (Definitionsprojekt) (abgeschlossen)

Als transdisziplinäres Forschungsvorhaben soll REVISE die Lücken zwischen alltäglicher Gefahrenabwehr und dem Katastrophenrisikomanagement im Iran adressieren, indem es in Deutschland erprobte Instrumente des Integrierten Katastrophenrisikomanagements (IKRM) für den iranischen Kontext anhand der Szenarien Gebäudeeinsturz und schweres Erdbeben überarbeiten und dabei freiwilliges Engagement als zentrale Ressource und Bindeglied eines aufwuchsfähigen Bevölkerungsschutzes untersuchen wird.

Traditionelles Watershedmanagement in Sri Lanka - Lebensbedingungen und Vulnerabilität im Klimawandel (abgeschlossen)

Das Projekt untersucht zum einen die natürlichen, sozioökonomischen und epistemologischen Grundlagen traditioneller Wasserspeichersysteme und zum anderen, welche Bedeutung diese für die moderne Wasserbewirtschaftung in Sri Lanka haben: Wie sind die über 2000 Jahre alten Techniken in das landschaftliche Gleichgewicht und die sozio-ökonomischen Lebensbedingungen integriert, welches traditionelle Wissen ist mit dieser Bewirtschaftungsform verbunden und wie wirken sich neue Wasserbewirtschaftungsformen, sozio-ökonomische und klimatische Veränderungen auf dieses traditionelle System aus? Die KFS berät
das Projekt zu soziokulturellen Fragen, insbesondere hinsichtlich der Vulnerabilität (also der Verletzlichkeit der Menschen gegenüber unterschiedlichen Gefahren und Veränderungen) und der Belastbarkeit tradierter sozial-ökologischer- und physischer Systeme (Resilienz)

FloodEvac - Katastrophenkulturen. Vulnerabilität, Warnung und Evakuierung bei Hochwassern und kulturelle Bedingungen effektiver Katastrophenbewältigung (abgeschlossen)

Das Verbundprojekt FloodEvac entwickelt einen Beitrag zur Optimierung des Bevölkerungsschutzes im Falle von Hochwasserereignissen in Deutschland und Indien. Im Teilvorhaben „Katastrophenkultur“ entwickelt die Katastrophenforschungsstelle ein Rahmenkonzept zur Untersuchung von Katastrophenkultur(en) mit einem besonderen Fokus auf klimabeeinflusste Gefahren und überprüft sowie erweitert dieses im Rahmen empirischer Hochwasserstudien in Deutschland und Indien. Zudem werden Grundlagen zur kultursensitiven Entwicklung und Implementation technischer Lösungen im Katastrophenschutz erarbeitet. Die Ergebnisse tragen dazu bei ein vertieftes Verständnis der kulturellen Grundlagen und der Funktionsbedingungen der heterogenen organisierten Katastrophen(schutz)kulturen in Bundesrepublik Deutschland und Indien zu erlangen.

INVOLVE – INitiate VOLunteerism to counter VulnErability (abgeschlossen)

Das Verbundprojekt INVOLVE untersucht Vulnerabilität sowie Resilienz und freiwilliges Engagement kulturvergleichend in Deutschland und Indien. Im Teilvorhaben „Transdisziplinäre Integrative Vulnerabilitäts- und Resilienzbewertung und freiwilliges Engagement auf Milieuebene“ (TIV-MILIEU) entwickelt die Katastrophenforschungsstelle ein integratives und transdisziplinäres Rahmenkonzept zur Bewertung von Vulnerabilität und Resilienz gegenüber Extremereignissen, das konkret auf die Förderung freiwilligen Engagements im Kontext der Katastrophenvorsorge und -bewältigung ausgerichtet ist. Hierbei stehen konkrete, milieubedingte Ursachen und Wirkungen in verschiedenen sozialräumlichen Einheiten im Mittelpunkt der Untersuchungen. Die gewonnen Erkenntnisse dienen der Entwicklung, Evaluierung und Verbesserung von Strategien und Trainings für Endanwender im Katastrophenmanagment.

VERSS - Aspekte einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt (abgeschlossen)

Das Verbundprojekt 'Aspekte einer gerechten Verteilung von Sicherheit in der Stadt (VERSS)' untersucht die gerechte(re) Verteilung von Sicherheit sowie der Balance von Sicherheit und Freiheit in der Stadt. Die Katastrophenforschungsstelle (KFS) setzt sich im Teilprojekt „Vulnerabilität und Sicherheit in der gerechten Stadt“ das theoretische und empirische Ziel, ein differenziertes Verständnis des milieuspezifischen Vulnerabilitäts- und Sicherheitsempfindens sowie der ressourcenbezogenen Vulnerabilität auf der einen Seite und Risikoeinschätzungen durch die BOS auf der anderen Seite zu erhalten. Besondere Berücksichtigung finden dabei sicherheitsbezogene Segregationsprozesse in der Stadt. Praktisches Ziel des Teilprojektes ist, auf Grundlage der theoretischen und empirischen Analysen ein Bürgerbeteiligungsverfahren zur Aushandlung von der gerechter(en) Verteilung von Sicherheit in der Stadt zu entwickeln.

KatFlucht - Forschung zu Katastrophenschutz, Flucht und Flüchtlingsbetreuung (abgeschlossen)

Als sich im Sommer 2015 abzeichnete, dass in den kommenden Monaten eine bisher nicht dagewesene Anzahl an geflüchteten Menschen in Deutschland Schutz suchen werden, waren Behörden, Kommunen und zu allererst die Organisationen des Katastrophenschutzes aufgerufen, sich um die Sicherstellung der Betreuung der Geflüchteten zu kümmern. Durch die Aktivierung dieser Strukturen ohne einen eigentlichen Katastrophenalarm auszurufen, wurde das Thema auch eines der Katastrophenforschung und der Organisationen des Katastrophenschutzes. Gerade die Langfristigkeit der Betreuungssituation und die extrem heterogenen Bedürfnisse der zu betreuenden Menschen ermöglichen Erkenntnisse auch für einen „klassischen“ Katastrophenschutzeinsatz.

ENSURE - Verbesserte Krisenbewältigung im urbanen Raum durch situations-bezogene Helferkonzepte und Warnsysteme – ENablement of Urban Citizen SUpport for Crisis Response (abgeschlossen)

Das Teilprojekt „Bevölkerungsverhalten und Szenarienentwicklung“ setzt in der ersten Phase nach dem Eintritt einer Krise bzw. Katastrophe an, in der die Menschen noch auf sich allein gestellt sind, Hilfe von außen, insbesondere professionelle Hilfe also noch nicht eingetroffen ist – die sogenannte Isolationsphase. Das Hauptziel dieses Vorhabens ist vor diesem Hintergrund ein vertieftes, auf konkrete Szenarien bezogenes Verständnis des menschlichen Verhaltens in der Isolationsphase.

Soft Parts - Soziale Bestimmungsgründe der Sicherheit am Flughafen (abgeschlossen)

Der Untersuchungsschwerpunkt des von der Katastrophenforschungsstelle bearbeiteten Teilprojektes "Training und Lernen in „High-Reliability Organisationen“ (HRO), Netzwerken und kritischen Infrastrukturen" liegt auf der Erforschung von Kommunikations- und Lernprozessen am Flughafen als einer „High Reliability Organization“ (HRO). Beleuchtet werden ebenso die Arbeitsmotivation und Vorschriftenakzeptanz - als wesentliche Voraussetzungen für gelingende Kommunikation und erfolgreiches Lernen - aus einer arbeitswissenschaftlichen Perspektive.

OrgaStudieSH - Steuerungsmöglichkeiten für einen zukunftsfähigen Katastrophenschutzdienst in Schleswig-Holstein unter den Gesichtspunkten der Ehrenamtlichkeit sowie veränderter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen (abgeschlossen)

Die vom Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten Schleswig-Holstein finanzierte / beauftragte Organisationsstudie „Steuerungsmöglichkeiten für einen zukunfts- und leistungsfähigen Katastrophenschutzdienst in Schleswig-Holstein unter den Gesichtspunkten der Ehrenamtlichkeit sowie veränderter gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen“ untersuch t die künftige Aufrechterhaltung und Struktur des Katastrophenschutzes in Schleswig-Holstein angesichts sich wandelnder gesellschaftlicher und finanzieller Rahmenbedingungen sowie sich verändernden Bedrohungslage.

ANiK - Alpine Naturgefahren im Klimawandel - Deutungsmuster und Handlungspraktiken vom 18.-21. Jahrhundert (abgeschlossen)

Im Teilprojekt "Naturdeutungen im Wandel/Koordination", wird der Wandel von Deutungsmuster und Handlungspraktiken im Alpinen Naturgefahrenmanagement seit dem 18. Jahrhundert untersucht. Ziel des Vorhabens ist es, die historische Bedingtheit der herrschenden Deutungsmuster und Handlungspraktiken zu verdeutlichen, gesellschaftliche Umweltverhältnisse auf Denk- und Handlungsblockaden zu prüfen und alternative Entwicklungspfade mit Blick auf die Herausforderungen durch den Klimawandel zu identifizieren.

BaSiD - Sicherheiten, Wahrnehmungen, Lagebilder, Bedingungen und Erwartungen - Ein Monitoring zum Thema Sicherheit in Deutschland (abgeschlossen)

Das Gesamtprojekt BaSiD untersucht Sicherheit als vielschichtiges und multidimensionales Problem und bezweckt die Erstellung eines Barometers zu objektivierten und subjektiven Sicherheiten in einem interdisziplinären Verbund. Das Sicherheitsbarometer fokussiert sich auf Wahrnehmungen, Erwartungen und Gefühle zu Sicherheit in den Phänomenbereichen Kriminalität, Terrorismus, Naturkatastrophen und technische Großunglücke. An der KFS wurde das Teilprojekt "Risikoattribuierung im Raum bei Katastrophen und technischen Großunglücken (RisikoRaum)" bearbeitet.

SecuRail - Sicherheit im Personennahverkehr (abgeschlossen)

Die Katastrophenforschungsstelle (KFS) analysiert in diesem Projekt aus sozialwissenschaftlicher Perspektive Gefahrenarten im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs, sie untersucht Möglichkeiten, Grenzen und ungewollte Nebenwirkungen des Einsatzes von automatisierten Alarmierungssystemen und fokussiert in einem weiteren Schritt das menschliche Verhalten von Passagieren in verschiedenen, für die Reisenden bedrohlichen Situationen. Hierzu wird ein Katalog potentieller Risiken und Gefahren erarbeitet, der zentrale Situationsmerkmale (Vorbedingungen, typische Verläufe, (ungewollte und gewollte) Auswirkungen von Handlungen) wichtige Einflussfaktoren, kontextspezifische Reaktionsmaßnahmen sowie beteiligte Akteurskonstellationen umfasst.

SFB 1171 Affective Societies
BGSMCS
Berlin Southern Theory Lecture