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Sommersemester mit Lehrveranstaltungen zur COVID-19-Pandemie gestartet

News vom 30.04.2020

Das Sommersemester 2020 hat am 20.04.2020 mit Lehrveranstaltungen zur COVID-19-Pandemie in Form eines institutsübergreifenden, offenen Online-Kurses, untergliedert in neun Module, begonnen.

Im Rahmen dieser Lehrveranstaltung diskutieren wir "in Echtzeit" die laufenden Entwicklungen zum Pandemiegeschehen. Insbesondere schauen wir weltweit mit besonderem Fokus auf Deutschland: 1) auf welche Gesundheitssysteme die Pandemie in den verschiedenen Regionen der Welt trifft, welche Maßnahmen zur Steigerung der Kapazitäten im Gesundheitswesen getroffen werden, 2) welche sozialen, kulturellen und ökonomischen Effekte damit einhergehen und sich daraus neue, eskalierende Risiken entwickeln, 3) welche Vulnerabilitäten (Verletzlichkeiten) sich darüber entwickeln bzw. manifestieren und wie in den verschiedenen Ländern kommuniziert wird im Sinne einer Risiko-, Krisen- und Katastrophenkommunikation.

Die Besonderheit: Das Seminar ist für alle Interessierte offen (auch reine Zuhörer*innen), der Scheinerwerb ist aber an die üblichen Regularien gebunden.

Umrahmt von regelmäßigen Vorträgen in Form eines Zoom-Webinars haben Teilnehmende der Seminare die Möglichkeit aus folgenden neun Modulen auszuwählen:

  1. Studierende befragen Studierende zu ihrer Situation in der Pandemie
    • Grundkenntnisse Methoden der quantitativen Sozialforschung
    • Fragebogenkonstruktion
    • Auswertung
  2. Interviews zur Situation in anderen Ländern als Videobeiträge (Screencasts) oder "life" im Webinar
  3. Recherche von Webinaren, Blogs etc.zur Pandemie und Zusammenstellung in einer Überblickshomepage über WordPress
  4. Vorstellung und Diskussion von Diskussionsbeiträgen aus den Sozial- und Geisteswissenschaften
    • Screencasts- und Whiteboardvorträge oder Referate
    • Blog mit Beiträgen von Studierenden
  5. Gestaltung eines Wiki (basierend auf Inputvorträgen der Studierenden als Videobeiträge) zu den komplexen Folgen bzw. Erscheinungen der Pandemie (Gesundheitsweisen, soziale/kulturelle, ökonomische, psychologische Effekte und eskalierende Risiken, kurz-, mittel- und langfristig
  6. Inhaltliche Whiteboardvorträge, Screencasts und Referate zu Effekten der Pandemie auf andere Krisen (Klimawandel, schwelende oder heiße Konflikte und Katastrophen, Digitalisierung/Cyber/KI etc.)
  7. Medienanalyse und Aufbereitung als in Screencasts
  8. Forschungsantrag schreiben: Forschungskooperation mit Armenien zur Bewältigung der Pandemie
  9. Vulnerabilität: Wer leidet unter der Pandemie besonders - in Deutschland und international, aktuell, mittel- und langfristig? Ggf. auch hierzu ein Wiki

Modulübergreifend wird Prof. Martin Voss sowie andere Mitarbeiter*innen der KFS über das Semester hinweg öffentliche Webinar-Vorträge anbieten, in denen für den Themenzusammenhang relevante Grundlagen erörtert werden, bspw. zu Struktur, Stärken und  Schwächen des Bevölkerungsschutzes, zur Frage „Was ist eine Katastrophe“, zur Geschichte des Klimawandels, zu Vulnerabilität, zu Forschungsprojekten, zum „Resilienzwikiprojekt“, zur Medienanalyse der KFS, zu soziologischen und philosophischen Theorien bzw. Beiträgen etc.

Wer (auch nur als Zuhörer*in) an der Lehre teilnehmen möchte, trägt sich bitte in folgende Mailingliste ein: https://lists.fu-berlin.de/listinfo/SoSe2020KFS/

Unter lehre.martinvoss.de entsteht eine Internetseite, über die die Module koordiniert werden sowie Inhalte und Ergebnisse geteilt werden.

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