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Die KFS auf der Fachtagung zur Katastrophenvorsorge

2020-10-19_20 DRK 15 - Graphic Recording by Visual Facilitators

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News vom 11.11.2020

Ziel des von der Katastrophenforschungsstelle (KFS) der Freien Universität in Zusammenarbeit mit dem KatNet organisierten Workshops „Der Bevölkerungsschutz in der SARS-CoV-2-Pandemie“ war der Austausch über die unterschiedlichen bundesweiten Einsätze und Erfahrungen von Einheiten des Zivil- und Katastrophenschutzes in der gegenwärtigen Bewältigung der SARS-CoV-2-Pandemie und die Identifizierung erster Lessons Learned. Der Workshop wurde von Daniel F. Lorenz (KFS/KatNet) und Cordula Dittmer (KFS) mit einer kurzen Einführung über die Verortung des Bevölkerungsschutzes in der Pandemieplanung und ersten Ergebnissen des Forschungsprojekts „Gesundheitlicher Bevölkerungsschutz durch den Zivil- und Katastrophenschutz in Pandemielagen am Beispiel SARS-CoV-2 (BePal)“ eingeleitet. Darauf folgten Berichte aus der Praxis von Michael Schnatz, Leiter Referat Bevölkerungsschutz beim ASB-Bundesverband, Dr. Christian Illing, Referent in der Sicherheitsforschung der THW Leitung und stellvertretender Leiter der THW Forschung, sowie Michael Sieland, Rechtsanwalt und stellvertretender Landeskonventionsbeauftragter der DRK Landesverbände Nordrhein e.V. und Westfalen-Lippe e.V.  

In allen drei Vorträgen würde deutlich, dass für die Bewältigung der Lage insbesondere der Eigenschutz sowie die Beschaffung und Verteilung von Schutzmaterial große Herausforderungen darstellten. Der Föderalismus und die Frage unklarer Zuständigkeiten zwischen Gesundheits- und Innenressorts spielten ebenso eine Rolle wie die hohe Dynamik und Politisierung der Lage. Mit den Herausforderungen konnte kreativ umgegangen werden und es wurden z.T. neue Strukturen und Verfahren genutzt wie bspw. die erstmalige Aktivierung des Interoperablen Krisenmanagements (IKM) der Hilfsorganisationen als gemeinsames Instrument auf Bundesebene oder die Einrichtung von eigenständigen Quarantäneeinrichtungen für Rückkehrende aus Wuhan im Februar 2020 durch das DRK in Germersheim, Berlin-Köpenick oder Kirchheim/Teck. 

Der Workshop wurde von 150 Teilnehmenden live mitverfolgt und die Aufzeichnung im Nachhinein noch vielfach abgerufen. Neben der Dokumentation auf der Homepage der Fachtagung Katastrophenvorsorge sind einige Ergebnisse zur Frage der Bewältigung der Pandemie durch den Zivil- und Katastrophenschutz hier in einem Artikel veröffentlicht: Dittmer, Cordula; Lorenz, Daniel F. (2020): Der Zivil- und Katastrophenschutz in der Pandemiebewältigung. In: Notfallvorsorge 3/2020, S. 19-27

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