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Die Aufbauphase

Die Aufbauphase umfasst für 90-LP-Kernfachstudierende 50 LP und für 60-LP-Modulangebotsstudierende 40 LP.

Die Aufbauphase setzt sich aus folgenden Modulen zusammen:

*Das Vertiefungsmodul entfällt für Studierende des 60-LP-Modulangebots.

 


Soziale Beziehungen

Das Modul führt in die gesellschaftliche Vielfalt sozialer Beziehungsformen ein, die als zentrales Ordnungsprinzip menschlichen Zusammenlebens ein bedeutsames Themengebiet des Faches darstellen. Vermittelt werden Kenntnisse über strukturale und akteurszentrierte Ansätze in Bezug auf verwandtschaftliche und andere soziale Beziehungen. Im Blickpunkt stehen soziale Ungleichheiten, Machtasymmetrien und Aushandlungsprozesse von Zugehörigkeit. Es werden vor allem geschlechts-, alters-, status- und generationsspezifische Flexibilisierungen von Verwandtschaftsregeln ebenso wie nichtverwandtschaftliche Versorgungs- und Unterstützungsnetzwerke analytisch erfasst. Soziale Beziehungen werden in ihren lokalen und transnationalen Dimensionen untersucht. Dabei stehen u. a. Beziehungen im Fokus, die aufgrund besonderer ökonomischer oder krisenbedingter Prozesse unter Druck geraten.

Zugangsvoraussetzungen: Erfolgreiche Absolvierung des Moduls „Themen und Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie“
Lehr- und Lernformen: Vertiefungsvorlesung (2 SWS), Seminar (2 SWS)
Modulprüfung: Klausur (90 Minuten) oder Hausarbeit (ca. 3000 Wörter)
Leistungspunkte: 10
Häufigkeit: jedes Wintersemester


Politik und Wirtschaft

Dieses Modul bietet einen Überblick über aktuelle Themen, Schlüsselkonzepte und fachgeschichtlich bedeutsame Ansätze zu Politik und Wirtschaft. Im Fokus stehen unterschiedliche Theorien zu Macht, Herrschaft und Ungleichheit, Typen der politischen Organisation und Formen kollektiver Identifikation (z.B. „Rasse“, Klasse, Geschlecht, Disability, Ethnizität, Staatsbürgerschaft). Zudem wird anhand von kulturspezifischen (Re-)Produktions-, Distributions- und Konsumtionsprozessen in unterschiedliche Wirtschaftsformen eingeführt. Es werden die Kontroversen um Nutzenmaximierung ebenso wie die Debatten um Aneignungsprozesse von Objekten behandelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der transnationalen Verschränkung von Politik und Wirtschaft.

Zugangsvoraussetzungen: Erfolgreiche Absolvierung des Moduls „Themen und Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie“
Lehr- und Lernformen: Vertiefungsvorlesung (2 SWS), Seminar (2 SWS)
Modulprüfung: Klausur (90 Minuten) oder Hausarbeit (ca. 3000 Wörter)
Leistungspunkte: 10
Häufigkeit: jedes Sommersemester


Religion, Medizin und Psyche

Dieses Modul bietet einen Überblick über zentrale Debatten der Religionsanthropologie und thematisiert die Verknüpfung zwischen religiösen, medizinischen und psychologischen Bedeutungssystemen, die in etlichen kulturellen Kontexten nicht trennbar sind. Alle Studentinnen und Studenten erhalten einen Überblick über die Vielfalt religiöser Phänomene und Praktiken in spezifischen regionalen Kontexten und reflektieren diese in ihrer Beziehung zu weiteren gesellschaftlichen Teilbereichen. Sie verstehen, wie sich religiöse Dynamiken im Rahmen transregionaler und transnationaler Mobilität verändern und wie religiöse Praktiken in einer globalisierten Welt sowohl neue Formen der Zugehörigkeit als auch der Abgrenzung implizieren. Mit Bezug auf historische sowie gegenwärtige Globalisierungsprozesse und lokale sowie transnationale Machtstrukturen werden religiöse Ideen und Organisationsformen dabei als dynamische Systeme untersucht. Wahlweise wird in die Medizinethnologie oder die psychologische Anthropologie eingeführt. Mit Blick auf menschliche Krisenerfahrung wird die Rolle von Religion und Spiritualität in Zusammenhang mit weiteren Formen des gesellschaftlichen Umgangs mit körperlichem und mentalem Leid analysiert.

Zugangsvoraussetzungen: Erfolgreiche Absolvierung des Moduls „Themen und Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie“
Lehr- und Lernformen: Hauptseminar (2 SWS), Hauptseminar (2 SWS)
Modulprüfung: Essays (ca. 1000 Wörter) oder Hausarbeit (ca. 3000 Wörter)
Leistungspunkte: 10
Häufigkeit: jedes Semester


Verflochtene Welten

Das Modul beschäftigt sich mit den komplexen Interaktionen von Individuen, Gruppen, Ideen, Praktiken, Materialitäten und Institutionen auf lokaler, (trans-)nationaler und globaler Ebene. Schwerpunktmäßig werden soziale, kulturelle und politisch-ökonomische Dynamiken und Auswirkungen von Globalisierungsprozessen auf lokale Gesellschaften untersucht. Deren Einbindung in nationale, postkoloniale und transnationale Machtgefüge wird kritisch analysiert. Die Studentinnen und Studenten lernen, wie lokale, (trans-)nationale und globale Prozesse aufeinander einwirken und Anpassungsdruck erzeugen und welche Formen von Agency auf den verschiedenen Ebenen entstehen. Das Modul vermittelt grundlegende Theorien zu Globalisierung, Transnationalismus, Postkolonialismus, Translokalität sowie -kulturalität und zur Bewertung sozialer Vulnerabilität und Resilienz.

Zugangsvoraussetzungen: Erfolgreiche Absolvierung des Moduls „Themen und Theorien der Sozial- und Kulturanthropologie“
Lehr- und Lernformen: Hauptseminar (2 SWS), Hauptseminar (2 SWS)
Modulprüfung: Hausarbeit (ca. 3000 Wörter)
Leistungspunkte: 10
Häufigkeit: jedes Semester



Mehr zum Vertiefungsmodul (nur für Kernfachstudierende) hier.

SFB 1171 Affective Societies
BGSMCS
Berlin Southern Theory Lecture