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Neue Studie: Wie nehmen Menschen vollständig KI-generierte Nachrichten wahr, die von KI-generierten Moderatoren präsentiert werden?

News vom 08.09.2026

Newsrooms setzen zunehmend auf KI, von der Recherche bis hin zur Produktion, wobei manche Redaktion sogar mit der kompletten Produktion multimedialer Beiträge experimentiert. Dies ermöglicht, dass Nachrichten von KI-Moderatoren präsentiert werden, die von „echten“ Menschen nicht mehr zu unterscheiden sind. Doch wie bewerten Menschen solche Inhalte (Nachrichtenclips), wenn sie wissen, dass eine KI dahintersteckt? In einem Online-Experiment mit 1.344 Teilnehmenden aus den USA untersuchten Estel Huh, Pascal Merz (beide von der RPTU Kaiserslautern-Landau) und Christian von Sikorski (Leiter der Arbeitsstelle Medienwirkungsforschung), wie die Offenlegung des KI-Ursprungs eines Nachrichtenclips zum Thema Klimawandel die wahrgenommene Glaubwürdigkeit von Inhalt und KI-Moderator beeinflusst.

Die zentralen Befunde: Sowohl der Inhalt als auch der KI-Moderator wurden als weniger glaubwürdig eingeschätzt, wenn der KI-Ursprung transparent gemacht wurde. Dieser Effekt war besonders ausgeprägt bei Personen mit negativer Einstellung gegenüber KI sowie bei politisch liberalen und moderaten Teilnehmenden. Bemerkenswert: Bei konservativen Befragten zeigte sich hingegen kein Glaubwürdigkeitsverlust durch die Offenlegung. Die inhaltliche Zustimmung zur präsentierten Klimapolitik blieb dagegen über alle Bedingungen mit wenigen Ausnahmen hinweg stabil.

Die Studie liefert damit Erkenntnisse zu einer bislang wenig erforschten Frage: Wie prägen KI-Einstellungen, politische Ideologie und Voreinstellungen zu politischen Themen gemeinsam die Wahrnehmung vollständig KI-generierter Nachrichtenformate? Die Ergebnisse sind besonders relevant für Redaktionen, die über den verantwortungsvollen Einsatz und die Kennzeichnung von KI in der Nachrichtenproduktion nachdenken.

Der Artikel wurde bei der Fachzeitschrift Computers in Human Behavior: Artificial Humans veröffentlicht und ist frei zugänglich: https://doi.org/10.1016/j.chbah.2026.100388

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