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Berufspraktischer Wahlbereich - Master Medien und Politische Kommunikation (SO 2017) + Publizistik- u. Kommunikationswiss.

Im berufspraktischen Wahlbereich, der in beiden Masterstudiengängen identisch ist, wird im 3. Fachsemester eines der drei unten aufgeführten Module im Gesamtumfang von 10 LP absolviert.

Im Rahmen des Moduls Berufspraktikum (10 LP) ist ein Praktikum im Gesamtumfang von mindestens 280 Stunden (entspricht zum Beispiel sieben Wochen Vollzeit) in einem für unsere Masterstudiengänge fachlich einschlägigen Berufsfeld zu absolvieren (vgl. weiter unten Auszüge aus der zugehörigen Modulbeschreibung). Sie können sich bei Bedarf auch zwei kürzere einschlägige Praktika zusammen anrechnen lassen, solange Sie auf den geforderten Mindestzeitumfang von 280 h kommen. Zur späteren Anrechnung ist neben dem Praktikumszeugnis auch ein mehrseitiger Praktikumsbericht bei Anja Kretschmer, der Praktikumsbeauftragten unseres Instituts, einzureichen.

In Bezug auf Praktika (oder anderweitige fachlich einschlägige Berufspraxis), die Sie bereits vor dem Masterstudium absolviert haben, ist zu beachten, dass diese generell nur angerechnet werden können, wenn sie nach dem BA-Abschluss absolviert wurden.

Anmeldeverfahren:

Wenn Sie das Praktikumsmodul belegen möchten, melden Sie sich bitte bis zum Ende des regulären Anmeldezeitraums (im WiSe und im SoSe jeweils am Freitag der dritten Vorlesungswoche: d.h., im WiSe im Regelfall Anfang November und im SoSe im Regelfall Anfang Mai) im Campus Management für das entsprechende Modul an. Als Lehrende des Moduls ist Anja Kretschmer genannt, Sie sollten zur späteren Anrechnung bitte in die Sprechstunde von Frau Kretschmer kommen (es findet zu diesem Modul keine ergänzende Lehrveranstaltung, Informationsveranstaltung o.ä. statt). Eine vorherige Beratung ist im Regelfall nicht notwendig. Wenn Sie alle erforderlichen Nachweise eingereicht haben, bestätigt Ihnen Frau Kretschmer den erfolgreichen Abschluss des Moduls im CM.

Auszüge aus der zugehörigen Modulbeschreibung Berufspraktikum:

Qualifikationsziele:

Die Studentinnen und Studenten besitzen tiefer gehende Einblicke in die kommunikationsbezogenen oder redaktionellen Abläufe innerhalb einer Organisation oder eines Unternehmens. Sie kennen die berufspraktischen Anforderungen in ausgewählten fachlich einschlägigen Berufsfeldern der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (z. B. Journalismus, Organisationskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Medienforschung, Medienmanagement, Politikberatung). Sie sind in der Lage, auch komplexere Arbeitsaufträge durchzuführen. Sie können ihr im Studium erworbenes vertieftes Fachwissen auf die Praxis des Arbeitsmarktes transferieren und anwenden. Sie sind in der Lage, ihre eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen und zu reflektieren und verknüpfen ihre Erfahrungen im Unternehmen oder der Organisation mit ihrem Berufswunsch, um diesen zu vertiefen und weiterzuentwickeln. Den Studentinnen und Studenten ist bewusst, welche überfachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für den Einstieg in den Beruf besonders relevant sind und sind in der Lage, diese Kompetenzen auch in Bezug auf stärker spezialisierte Berufsfelder einzusetzen und gezielt auszubauen.

Inhalte:

Das Modul ermöglicht die Reflektion fachspezifischer und überfachlicher Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie von Erfahrungen aus der Arbeitswelt, die für die Findung und Ausübung qualifikationsadäquater Tätigkeiten in fachlich einschlägigen Berufsfeldern der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft (z. B. Journalismus, Organisationskommunikation, Öffentlichkeitsarbeit, Medienforschung, Medienmanagement, Politikberatung) auf europäischen und internationalen Arbeitsmärkten relevant sind.

Im Rahmen dieses Moduls können Sie ABV-Sprachpraxis-Module im Kompetenzbereich moderne Fremdsprachen (s.hierzu im Detail unter: http://www.fu-berlin.de/service/zuvdocs/amtsblatt/2013/ab372013.pdf) im Umfang von 10 LP belegen. Im Rahmen einer Kontingentvereinbarung unseres Instituts mit der Zentraleinrichtung Sprachenzentrum stehen hierfür für MA-Studierende in Publizistik- und Kommunikationswissenschaft sowie in Medien und Politische Kommunikation pro Studienjahr insgesamt 10 Plätze in den ABV-Sprachpraxis-Modulen im Gesamtumfang von 10 LP zur Verfügung.

Bewerbungs- und Anmeldeverfahren

Aufgrund des späteren Beginns des Wintersemester 2020/21 wird die Bewerbungsfrist für Restplätze bis zum 12. Oktober verlängert.

Eine Bewerbung für diese Plätze ist einmal pro Jahr vor Beginn des Wintersemesters jeweils bis zum 15. September möglich. Bitte verwenden Sie hierfür dieses Formular zur Bewerbung für ein ABV-Sprachpraxismodul und schicken es unterschrieben als Scan bis zum 15.9. an puk-master@fu-berlin.de. Wenn mehr als 10 Bewerbungen eingehen, werden die Plätze im Rahmen eines Losverfahrens vergeben. Sie werden, wenn Ihre Bewerbung erfolgreich war, in der Folgewoche per E-Mail informiert und Ihre Anmeldedaten an die Zentraleinrichtung Sprachenzentrum weitergeleitet. Sie müssen bei einer Zusage ergänzend noch das auf dieser Seite eingestellte Online-Anmeldeformular ausfüllen und direkt an die ZE Sprachenzentrum schicken.

Bei fortgeschrittenem Sprachniveau muss zusätzlich vor Semesterbeginn ein Sprachtest absolviert werden (die aktuellen Termine sind auf der Webseite des Sprachenzentrums abrufbar: http://www.sprachenzentrum.fu-berlin.de/sprachtests/abv_einstufungstests/index.html).

Falls Sie sich Sprachkurse anderer Hochschulen für dieses Modul anrechnen lassen wollen, können Sie sich an die Studienfachberatung unseres Instituts wenden.

In diesem Modul soll selbstständig eine Aufgabenstellung bearbeitet werden, die entweder aus auf dieser Seite ausgeschriebenen Projektthemen (s. hierzu am unteren Ende dieser Seite) ausgewählt wird oder die selbst mit einem Betreuer/einer Betreuerin vor der Anmeldung entwickelt wurde. Betreut werden können Projekte von allen wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Professorinnen und Professoren.

Bei den Projektthemen handelt es sich um Aufgaben, die im Kontext kommunikationswissenschaftlicher Arbeit entstehen. Dabei kann es sich sowohl um wissenschaftliche Projekte (Analyse eines Datensatzes, Erstellung einer wissenschaftlichen Publikation, Organisation einer wissenschaftlichen Veranstaltung) handeln als auch um aus der Kommunikationspraxis abgeleitete Probleme. Bei Letzteren sollte jedoch auch eine wissenschaftlich-analytische Aufgabenstellung im Zentrum des Projekts stehen, z.B. die Entwicklung eines (wissenschaftlich fundierten) Kommunikationskonzepts für ein Unternehmen; rein praktische Tätigkeiten ohne wissenschaftlichen Anteil können nicht als Projektmodul anerkannt werden.

Im Idealfall werden die Projekte in kleinen Teams von zwei oder drei Masterstudierenden bearbeitet, im Ausnahmefall können auch Einzelpersonenprojekte oder Projekte in etwas größeren Teams durchgeführt werden, wenn sich diese dafür eignen. Ergebnis des Projekts ist in der Regel ein Projektbericht, der bis zum Ende des Semesters eingereicht und durch den/die Betreuer/in ohne Note als bestanden/nicht bestanden bewertet wird. Die Projekte werden selbstständig und nicht im Rahmen einer wöchentlichen Lehrveranstaltung durchgeführt. Absprachen werden im Rahmen der Sprechstunden mit den Betreuerinnen und Betreuern getroffen.

Ablauf:

  • Projekte müssen vor Beginn des Semesters mit den jeweiligen Betreuerinnen/Betreuern abgesprochen und vereinbart werden. Sprechen Sie möglichst bereits bis zum Ende des vorhergehenden Semesters mit möglichen Betreuern/Betreuerinnen über Projektthemen!
  • Ist ein Thema an eine Person/ein Team ausgegeben, melden Sie sich zu Semesterbeginn im Campus Management im Projektmodul an (der CM-Anmeldezeitraum endet sowohl im WS als auch im SoSe jeweils am Freitag der dritten Vorlesungswoche: d.h., im WS im Regelfall Anfang November und im SoSe im Regelfall Anfang Mai). EINE ABSOLVIERUNG DES MODULS NUR DURCH ANMELDUNG IM CM OHNE VORHERIGE VEREINBARUNG EINES THEMAS MIT EINER BETREUERIN/ EINEM BETREUER IST NICHT MÖGLICH!
  • Die Bearbeitung des Projekts erfolgt während des Semesters selbstständig durch die Projektteams, je nach Bedarf in Rücksprache mit den betreuenden Personen. Das Ergebnis des Projekts wird in einem Projektbericht (im Umfang von 24 000 Zeichen bzw. 4.500 Wörtern) dokumentiert.
  • Teil des Berichts soll ein Abstract sein, das zur Dokumentation der Projekte anschließend auf der Website des Instituts (ggf. mit weiterem Anschauungsmaterial wie Screenshots, Links etc.) veröffentlicht werden kann.
  • Nach Einreichung des Berichts wird die Bewertung durch die Betreuerin/den Betreuer an den Modulverantwortlichen gemeldet und die erfolgreiche Teilnahme im CM vermerkt. Die Prüfungsleistung wird nicht differenziert bewertet.

 

Betreuerin: Prof. Dr. Margreth Lünenborg

Anhand eines Twitter-Datensatzes zu dem rechtsextremen Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau soll das Zirkulieren von Emotionen und die Entstehung von affektiven Öffentlichkeiten (Papachrissi, 2015; Lünenborg, 2020) untersucht werden.

Die Studierenden werden mit Methoden der quantitativen Kommunikationsforschung arbeiten. Ziel des Projekts ist es, eine Herangehensweise zu entwickeln, die eine quantitative Erfassung von Emotionen auf sozialwissenschaftlicher Grundlage ermöglicht. Als erster Schritt wird das Team ein Codebuch entwickeln, das Emotionen für die quantitative Codierung komplex und nachvollziehbar beschreibt. Durch Pre-Tests und das nachfolgende Codieren des Datensatzes wird das Team das Codebuch einsetzen und prüfen.

Das Projekt läuft im Rahmen des Forschungsprojekts „Journalismus und seine Ordnung der Emotionen“ am SFB „Affective Societies" und wird sich auf die bereits am SFB entwickelten Konzepten von Affekt, Emotionen und affektive Öffentlichkeit basieren.

Teamgröße: 2 bis maximal 3 Studierende

Betreuerinnen: Prof. Dr. Carola Richter, Dr. Tong-Jin Smith

Im Rahmen eines Projekts des Center for Media and Information Literacy (CeMIL) mit einer Berliner Schule soll in Zusammenarbeit mit Schulleitung, den Lehrer*innen und den Wissenschaftler*innen des CeMIL ein durchführbares Unterrichtskonzept für Medien- und Informationskompetenz entwickelt werden. Das Projekt ist langfristig angelegt und umfasst im ersten Bearbeitungszeitraum die Evaluation bisheriger Konzepte und Lehrformen in der Schule, Gespräche mit Lehrer*innen zur Erhebung des Bedarfs und die Zusammenstellung von Materialien.

Media- and Information Literacy bzw. Medienkompetenzförderung bezieht sich dabei vor allem auf das Verstehen von Mediensystem, Medienproduktionslogik und der Funktion von Journalismus.

Das Thema kann von einer Person oder im Team bis zu 3 Personen bearbeitet werden. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei Prof. Dr. Carola Richter, die gemeinsam mit Dr. Tong-Jin Smith das Projekt betreut.

Betreuerinnen: Prof. Dr. Carola Richter, Dr. Saskia Sell

Seit einiger Zeit veranstalten das IfPuK und das CeMIL mit externen Kooperationspartnern wie der Süddeutschen Zeitung und der mabb - Medienanstalt Berlin-Brandenburg eine lose Gesprächsreihe, in der Vertreter*innen des IfPuK Journalist*innen befragen und dabei auch kritisch aktuelle Themen hinterfragen. Mehr Informationen finden sich auf den Seiten des CeMIL.

Im Rahmen des Projektmoduls soll eine Person gefunden werden, die die Reihe in Kooperation mit den Betreuerinnen inhaltlich vorbereitet, Themen recherchiert und Gesprächspartner*innen akquiriert und ein PR-Konzept erstellt und umsetzt.

Im Wintersemester sollen drei Gesprächsrunden in Kooperation mit der mabb und ALEX Berlin stattfinden, weitere Planungen für das Sommersemester sollen erstellt werden.

Für das Projekt wird eine Person gesucht.

Betreuer: Dr. David Schieferdecker

Im Rahmen des ExCovMedComm-Projekts haben Studierende des IfPuK mehr als 70 Personen in Deutschland über die ersten sechs Wochen der Ausgangsbeschränkungen begleitet. Mit jeder Person wurden je drei semi-strukturierte Interviews geführt. Auf diese Weise ist ein reichhaltiger und komplexer Datensatz entstanden. Im Rahmen des Modul „Projektorientierte Vermittlung wissenschaftlicher Problemanalyse (10 LP)“ können Sie nun auf verschiedene Art und Weise an den nächsten Schritten des Forschungsprojekts mitarbeiten. Sie können (ggf. in kleinen Teams) explorative Analysen des Datensatzes erstellen. Sie können beim Erstellen einer Datenbank der stetig wachsenden Literatur zum Thema mitwirken. Schlussendlich können Sie im Rahmen einer Nacherhebung Interviews mit besonders interessanten Personen führen. Die Organisation erfolgt über individuell vereinbarte, virtuelle Treffen. Bei Interesse melden Sie sich gern bei Dr. David Schieferdecker (d.schieferdecker@fu-berlin.de).

Betreuerin: Prof. Dr. Margreth Lünenborg

Im Forschungsprojekt „Performative Öffentlichkeiten“ der Arbeitsstelle Journalistik beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Journalist*innen und andere Öffentlichkeitsakteur*innen wie NGOs, Politiker*innen oder Individuen gemeinsam Gender-Diskurse hervorbringen und damit Öffentlichkeit herstellen. Zum einen untersuchen wir das ‚deutschsprachige #MeToo‘, zum anderen geschlechterpolitische Diskursstränge im Kontext von Covid-19.

In diesem Projekt geben wir Studierenden die Möglichkeit, auf Basis bereits vorliegender Twitter-Datensätze eigene kleine Forschungsprojekte zu realisieren. In einer Kombination aus quantitativen und qualitativen Vorgehensweisen wird es darum gehen, das empirische Material zu kartographieren und zu vergleichen (z.B. entlang von Hashtaghäufigkeiten/-kombinationen; prägenden Diskurs-Metaphern; Interaktionen und Bezugnahmen; Links und Bildmaterial). Erwünscht sind empirische Vorkenntnisse im Umgang mit statistischer Datenauswertung und/oder qualitativen Inhaltsanalysen.

Weitere Informationen zum Projekt unter: DFG Projekt „Herausforderungen an Journalismus: Zum Verständnis von performativen Öffentlichkeiten durch Media Practice“

Teamgröße: 2 bis 3 Studierende

BetreuerIn: Prof. Dr. Ricarda Drüeke

Prozesse der Datafizierung, Algorithmisierung und Automatisierung haben eine steigende Relevanz in alltäglichen Lebenswelten und rücken zunehmend in den Mittelpunkt medien- und kommunikationswissenschaftlicher Debatten. Mittels einer intersektionalen Perspektive sollen im vorgeschlagenen Projekt der Verwobenheit und Addierung verschiedener Ungleichheitskategorien nachgegangen werden, die in Daten und Algorithmen eingeschrieben sind. Denn Maschinen lernen mithilfe bestehender Daten, die unter den Bedingungen von ungleichen Gesellschaften, die sich etwa geschlechterhierarchisierend oder rassistisch ausdrücken, entstehen können.

Im Projekt sind dabei drei Dimensionen relevant, denen die Studierenden in Arbeitsgruppen nachgehen. Der Fokus kann dabei je nach Interessenslage unterschiedlich gesetzt werden.

  1. Schritt: Literaturrecherche zu Studien und Beiträgen zu Diskriminierungsformen durch Big Data und Verzerrungen durch Algorithmen. Ziel: Systematisierung der Felder und Formen von Ungleichheiten, Erstellen einer Synopse von Studien zu minorisierten Gruppen und Big Data.
  2. Schritt: Recherche: Wo formiert sich Widerstand und mit welchen Praktiken? Welche empowernden und emanzipatorische Praktiken gibt es? Ziel: Bestandsaufnahme von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Vereinen und Akteur*innen, die sich kritisch gegen Ungleichheiten durch Big Data richten sowie von Handlungsanleitungen.
  3. Schritt: Erhebung: Motive und Praktiken von Nutzer*innen (sowohl Individuen als auch Gruppen) hinsichtlich der Nutzung solcher Systeme und zu widerständigen Taktiken. Ziel: Durchführung eigener empirischer Projekte mittels Befragung und ethnographischen Studie.

Vorkenntnisse in qualitativer Forschung sind von Vorteil. Neben der Erstellung eines Projektberichtes soll im Anschluss eine Präsentation der Ergebnisse im Rahmen eines Vortrags, einer Veranstaltung etc. erarbeitet werden.

Teamgröße: 2-3 Studierende

 Leistungsanforderungen:

  • Literaturrecherche
  • Konzeptionelle Entwicklung des Forschungsdesigns (induktiv/deduktiv) auf Basis eines qualitativen, kategoriengeleiteten Vorgehens
  • Durchführung einer Studie
  • Erstellung eines Abschlussberichts (ca. 4.500 Wörter) bis zum 31. März 2021

 Termine:

  • Briefing der Projektgruppe zu Beginn des Semesters durch die Betreuerin nach individueller Terminabsprache
  • regelmäßige Treffen zwischen der Projektgruppe und der Betreuerin (nach Absprache) während des laufenden Wintersemesters
  • Präsentation von Zwischenergebnissen im Januar 2021.
  • Finale Fassung des Endberichts bis zum 31. März 2021

Wintersemester 2019/20:

Diversitätsmanagement in deutschen Medienhäusern. Recherchen zur Rekrutierungspraxis in Zeitungsredaktionen, Rundfunkanstalten und Onlinemedienhäusern

Betreuer: Prof. Dr. Joachim Trebbe

In der Projektgruppe soll recherchiert werden, wie und in welchem Umfang in den deutschen Medien auf die ethnische Vielfalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor und hinter der Kamera geachtet wird.

Dafür müssen in einem ersten Schritt einige zentrale Begriffe (z.B. „ethnische Merkmale“) aus einer kommunikationswissenschaftlichen Sicht recherchiert bzw. geklärt werden. In einem zweiten Schritt geht es dann darum den Kreis der zu untersuchenden Medien (-betriebe, -häuser, -veranstalter) zu systematisieren und einzugrenzen. Im besten Fall steht am Ende der Problemanalyse erste Bestandsaufnahmen zum Diversitätsmanagement in den Medienhäusern, die etwa in einer Liste von Ansprechpartnern, der Entwicklung von Erhebungsdimensionen zur Rekrutierungspraxis oder einzelnen Fall- oder Vorstudien in zugänglichen Institutionen bestehen können. Das Ziel des Projektes ist es mittelfristig eine repräsentative Untersuchung zur Diversität der Beschäftigten in den „großen“ bzw. „systemrelevanten“ Medienhäusern vorzubereiten.

Herrmann Borchardt – Die Exilgeschichte eines unbekannten Schriftstellers in der Korrespondenz zwischen Georg Grosz und Otto Schmalhausen

Betreuer: PD Dr. Christoph Hesse

Zur diesjährigen Frankfurter Buchmesse erscheint der Briefwechsel zwischen dem Maler Georg Grosz und dem Schriftsteller Hermann Borchardt. Während jener als ein öffentlich wahrgenommener Künstler der Weimarer Republik fast jedem bekannt sein dürfte, ist dieser ein noch bis heute nahezu Unbekannter. Bis zu seinem Tod 1951 in New York veröffentlichte er nur einen einzigen Roman und wenige andere Texte, doch in seinem Nachlass finden sich zahlreiche literarische, philosophische und autobiografische Werke. Seit April arbeiten Hermann Haarmann, Christoph Hesse und Lukas Laier an einer Edition der unveröffentlichten Texte Borchardts.

Im Rahmen des berufspraktischen Wahlmoduls soll untersucht werden, was George Grosz und Otto Schmalhausen in ihrer dichten Briefkorrespondenz über den gemeinsamen Freund Borchardt schrieben. Im Gegensatz zu Grosz, der gerade noch rechtzeitig vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten in die USA emigrieren konnte, blieb Schmalhausen in Berlin. Beider Nachlass ist im Archiv der Akademie der Künste aufbewahrt. In eigenständiger Forschungsarbeit soll direkt mit dem Archivmaterial gearbeitet werden. Wie kommunizierten die nun voneinander weit entfernten Freunde während des Exils? Welche neuen Erkenntnisse liefert ihre Korrespondenz über die komplexe Exilgeschichte Hermann Borchardts?

Christoph Hesse und Lukas Laier führen beim ersten gemeinsamen Treffen in das Leben und Werk Borchardts ein und erläutern, wie man in Archiven kommunikations- und kulturwissenschaftlich forschen kann. Nach einem gemeinsamen Besuch im Archiv der Akademie der Künste können die Studierenden über das Semester hinweg dort eigenständig zum Thema arbeiten. Vorausgesetzt werden ein Interesse an Exilpublizistik, Geduld, eigenverantwortliches Arbeiten sowie die Bereitschaft, sich auf eine möglicherweise neue Forschungsmethode einzulassen.

Teamgröße: max. 3 Teilnehmer

Media- and Information Literacy – Materialien für die Schulbildung

Betreuerinnen: Prof. Dr. Carola Richter, Dr. Tong-Jin Smith

In der Projektgruppe soll eine Materialsammlung erstellt werden, die Lehrer*innen im Unterricht zur Vorbereitung von Medienkompetenzsitzungen nutzen können. Dabei soll bestehendes Material von verschiedenen Anbietern recherchiert, systematisiert und so aufbereitet werden, dass für Lerneinheiten verschiedener Altersstufen ein „Kanon“ an Lehrmaterial verfügbar ist.

Media- and Information Literacy bzw. Medienkompetenzförderung bezieht sich dabei vor allem auf das Verstehen von Mediensystem, Medienproduktionslogik und der Funktion von Journalismus.

Das Thema kann von einer Person oder im Team bis zu 3 Personen bearbeitet werden. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei Prof. Dr. Carola Richter, die gemeinsam mit Dr. Tong-Jin Smith dieses Angebot strukturiert.

Wintersemester 2018/19:

Politische Strategien gegen Fake-News im lokalpolitischen Raum

Betreuer: Prof. Dr. Martin Emmer

Fake-News und Propaganda über soziale Medien sind aktuell eines der am intensivsten diskutierten Probleme in der Kommunikationswissenschaft, aber noch stärker in der politischen Praxis. So stehen politische Kandidaten und Amtsträger in ihrer täglichen Arbeit vor sehr konkreten Fragen zum Umgang mit falschen oder halbwahren Informationen, wenn z.B. mit Wählern kommuniziert oder mit lokalen und regionalen Stakeholdern politische Entscheidungen vorbereitet werden müssen.

In diesem Projekt soll auf Basis wissenschaftlicher Befunde gemeinsam mit Politikern in Thüringer Gemeinden Strategien zum Umgang mit aktuellen und realen Herausforderungen der politischen Kommunikation entwickelt werden, die praktisch und vor Ort eingesetzt werden können. Dies können sowohl rhetorische Strategien sein, aber auch neue Formen des Einsatzes sozialer Medien, mit deren Hilfe sich Debatten über politische Themen versachlichen lassen.

Teamgröße: 2-4 Personen

Atlas der Automatisierung. Einsatz, Wirkung und Regulierung von Algorithmen im Mediensektor (Kooperation mit Algorithm Watch)

Betreuer: Prof. Dr. Christian Katzenbach

Die zivilgesellschaftliche Organisation Algorithm Watch plant die Erstellung eines systematischen Überblicks über den Einsatz, die Wirkung und die Regulierung von algorithmischen Systemen in verschiedenen gesellschaftlichen Teilbereichen und wirtschaftlichen Sektoren (u.a. Gesundheit, Verkehr, Öffentliche Verwaltung, Arbeit, Medien). Die Projektgruppe der FU hat die Aufgabe, die Analyse für den Mediensektor durchzuführen und einen Bericht zu erstellen.

Algorithm Watch stellt ein Projektdesign und ein grundlegendes Vorgehen bereit, das für alle Sektoren gleich ist. Im Fokus stehen dabei vor allem Fragen nach Teilhabe, Vielfalt und Gemeinwohlorientierung. Dazu werden aus verfügbaren Quellen strukturierte Übersichten („Mapping“) über den Einsatz von Automated Decision Making (ADM) Systemen erstellt. Ergänzend werden Interviews mit Experten aus den jeweiligen Bereichen durchgeführt.

Die Projekt führt auf dieser Basis ein Mapping für den Mediensektor durch:

Welche Verfahren werden wo eingesetzt, mit welchen Motiven? Wer sind die zentralen Anbieter? Gibt es bekannte Probleme bei ihrem Einsatz? Wie sind sie derzeit reguliert? Inwiefern sind sie relevant für Medienvielfalt, Teilhabe und Gemeinwohl?

Dabei werden auch die für Deutschland relevanten Akteuren in der Medienlandschaft kartographiert. Das Mapping der Akteure ist ein zentraler Baustein dafür, für größere Transparenz zu sorgen. Das Mapping umfasst Akteure sowohl aus Politik und Wirtschaft als auch aus Medien, Zivilgesellschaft und Wissenschaft. Die Ergebnisse werden in einer von Algorithm Watch bereitgestellten Datenbank erfasst und in einem Bericht verschriftlicht.

Das Gesamtprojekt von Algorithm Watch zielt darauf, eine systematische Grundlage für eine informierte Diskussion über Automatisierungsprozesse zu liefern – vor allem in Hinblick auf Vielfalt, Teilhabe und Gemeinwohl. Es soll neben der Sektoranalyse und Klassifikation ganz konkrete Beispiele und eine Auflistung eingesetzter ADM-Systeme, der Akteurslandschaft und der politischen und rechtlichen Zuordnung. Auf dieser Basis können zukünftig die Auswirkungen des Einsatzes von ADM-Systemen besser beurteilt werden. Auch für die Wissenschaft liefert das Projekt eine Datenbasis, um systematische Studie zu algorithmischen Systemen (z.B. Diskriminierung, Personalisierung Verwaltungsmodernisierung) durchzuführen.

Teamgröße: 2-4 Studierende

Leistungsanforderungen:

  • Erstellung einer Datenbank mit ADM-Systemen, Akteuren und rechtlichen Einordungen

  • Erstellung von Präsentationen und Visualisierungen mit Zwischen- und Endergebnissen

  • Erstellung eines Abschlussberichts (ca. 4.500 Wörter) bis zum 15.03.2019, eine erste Fassung sollte zum 15.02.2019 vorliegen.

Termine:

  • Briefing der Projektgruppe zu Beginn des Semesters durch Betreuer und Kooperationspartner nach individueller Terminabsprache

  • Präsentation von Zwischenergebnissen im Dezember 2018.

  • 15.02.: Entwurf des Endberichts

  • 15.03.: Finale Fassung des Endberichts

  • ca. monatliche Projekttreffen zur Abstimmung mit Betreuer und Kooperationspartner nach individueller Terminabsprache

Europäische Integration im Spiegel der Medien: eine komparative Analyse des EU-Diskurses in acht europäischen Ländern

Betreuerin: Prof. Dr. Anke Fiedler

Im Rahmen des hier vorgeschlagenen Projektes sollen die Studierenden ein (Online-)Tutorial entwickeln, das im Rahmen des von der EU geförderten Projektes „RePAST – Revisiting the Past, Anticipating the Future“ (www.repast.eu) zum Einsatz kommen soll. In dem EU-Projekt, das im Mai 2018 gestartet ist und noch bis 2021 läuft, wird untersucht, wie Europas konfliktreiche Vergangenheit auch heute noch die Idee der Europäischen Integration gefährden kann. Dazu sollen in acht Untersuchungsländern (neben den EU-Mitgliedsstaaten Deutschland, Polen, Irland, Spanien, Zypern und Griechenland auch die beiden EU-Beitrittskandidaten Kosovo und Bosnien und Herzegowina) die medialen Diskurse zur Europäischen Integration in den Blick genommen werden. Wie wird zum Beispiel in Polen über die Europäische Union berichtet, wo die nationalkonservative Regierungspartei PiS den Mediendiskurs inzwischen maßgeblich mitsteuert? Wie bewerten die Medien in Irland die Rolle der EU, die einst den Frieden auf die Insel brachte, der heute wegen des bevorstehenden BREXIT wieder auf dem Spiel steht? Und wie reagieren die Medien in Griechenland auf die Arbeit des Staatenbundes vor dem Hintergrund von Eurokrise und Brüsseler Spardiktat?

Um diese Fragen zu beantworten, sollen Diskursanalysen von Medieninhalten in den acht Untersuchungsländern durchgeführt werden. Da nicht alle RePAST-Projektpartner mit diesem Verfahren vertraut sind und um eine systematische Datenerhebung in allen Ländern zu gewährleisten, soll ein nutzerfreundliches (Online-)Tutorial in englischer Sprache im Rahmen des hier vorgeschlagenen Projektes entwickelt werden, das die acht Partnerinstitutionen des RePAST-Konsortiums bei den einzelnen Schritten der diskursanalytischen Untersuchung ihrer nationalen Medien begleiten soll (angefangen bei der Festlegung des Untersuchungszeitraums und der Auswahl des Untersuchungsmaterials bis zur Durchführung der qualitativen Analyse und Interpretation der Ergebnisse). Vorkenntnisse in qualitativer Forschung sind von Vorteil ebenso wie technische Kenntnisse zur Überführung des Forschungsdesigns in das Tutorial (z.B. Videoanleitung über Powerpoint, Open Access Tutorials o.ä.). Hier sind kreative Vorschläge und Ideen sehr willkommen.

Teamgröße: 2-3 Studierende

Leistungsanforderungen:

  • Mitarbeit bei der konzeptionellen Entwicklung des Forschungsdesigns (induktiv/deduktiv) auf Basis eines qualitativen, kategoriengeleiteten Vorgehens

  • konzeptionelle und technische Entwicklung und Umsetzung des nutzerfreundlichen Tutorials in englischer Sprache bis zum 31. Dezember 2018 „(Betaversion“), Überarbeitung und Fertigstellung der finalen Version bis zum 31. Januar 2019 und Präsentation des Tutorials im RePAST-Konsortium (z.B. via Skype)

  • Erstellung eines Abschlussberichts (ca. 4.500 Wörter) bis zum 31. März 2019

Termine:

  • Briefing der Projektgruppe zu Beginn des Semesters durch die Betreuerin nach individueller Terminabsprache

  • regelmäßige Treffen zwischen der Projektgruppe und der Betreuerin (nach Absprache), mindestens vier Mal während des laufenden Wintersemesters

  • erste Version des englischen Tutorials bis zum 31. Dezember 2018 („Betatest“)

  • finale Version des Tutorials bis zum 31. Januar 2019

  • der Termin zur Präsentation des Tutorials wird noch bekanntgegeben

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