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Angst und Wut in Rostock-Lichtenhagen: Die Analyse von Emotionen in der Berichterstattung über historische migrationsbezogene Ereignisse (Prof. Dr. Margreth Lünenborg / Dr. Débora Medeiros)

Wie erzeugt Journalismus Emotionen? Wessen Emotionen werden (un)sichtbar gemacht? Welche Gefühle werden als legitim, welche als problematisch markiert? Mit solchen Fragen beschäftigt sich das Forschungsprojekt „Journalismus und seine Ordnung der Emotionen“ am SFB „Affective Societies" .

Im Rahmen des Projektmoduls können einzelne Studierende in diese Arbeit eingebunden werden. Sie lernen dabei laufende Forschungsprozesse kennen und haben Gelegenheit, eigenständig empirisches Arbeiten umzusetzen. Anhand einer Auswahl von journalistischen Beiträgen, die im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurden, soll die Erzeugung und Vermittlung von emotional basierten Interpretationen durch den Journalismus in der Berichterstattung über migrationsbezogene Ereignisse untersucht werden.

Konkret werden sich die Studierende der Berichterstattung über die rechtsextremen Pogrome in Rostock-Lichtenhagen 1992 und über die Änderung des Asylrechts im Grundgesetzt (Art. 16a GG) 1993 widmen. Sowohl aktuelle Beiträge aus der Zeit als auch Erinnerungsbeiträge, die in den folgenden Jahren ausgestrahlt wurden, werden untersucht. Das ermöglicht, Veränderungen im Diskurs über diese Ereignisse sowie in deren audiovisueller Darstellung über ca. 30 Jahre herauszuarbeiten. Das Fernsehmaterial liegt vor. Die Studierende werden mit der Software MAXQDA arbeiten, die über eine Campus-Lizenz verfügbar ist. Dadurch können sie Kenntnisse in der computergestützten, qualitativen Fernseh-Analysen erwerben oder vertiefen.

In enger Verbindung mit dem Forschungsprojekt „Journalismus und seine Ordnung der Emotionen“ greift die Analyse auf am SFB entwickelte Konzepte von Affekt, Emotionen und affizierenden Registern zurück. Die Analyseergebnisse werden abschließend in einem Forschungsbericht festgehalten.

Teamgröße: 2 bis maximal 3 Studierende

Anmeldung per E-Mail an: Margreth.Luenenborg@fu-berlin.de

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