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„Acting on Data“ – Prozesse der Datafizierung aus intersektionaler Perspektive (N.N.)

BetreuerIn: N.N.

Prozesse der Datafizierung, Algorithmisierung und Automatisierung haben eine steigende Relevanz in alltäglichen Lebenswelten und rücken zunehmend in den Mittelpunkt medien- und kommunikationswissenschaftlicher Debatten. Mittels einer intersektionalen Perspektive sollen im vorgeschlagenen Projekt der Verwobenheit und Addierung verschiedener Ungleichheitskategorien nachgegangen werden, die in Daten und Algorithmen eingeschrieben sind. Denn Maschinen lernen mithilfe bestehender Daten, die unter den Bedingungen von ungleichen Gesellschaften, die sich etwa geschlechterhierarchisierend oder rassistisch ausdrücken, entstehen können.

Im Projekt sind dabei drei Dimensionen relevant, denen die Studierenden in Arbeitsgruppen nachgehen. Der Fokus kann dabei je nach Interessenslage unterschiedlich gesetzt werden.

  1. Schritt: Literaturrecherche zu Studien und Beiträgen zu Diskriminierungsformen durch Big Data und Verzerrungen durch Algorithmen. Ziel: Systematisierung der Felder und Formen von Ungleichheiten, Erstellen einer Synopse von Studien zu minorisierten Gruppen und Big Data.
  2. Schritt: Recherche: Wo formiert sich Widerstand und mit welchen Praktiken? Welche empowernden und emanzipatorische Praktiken gibt es? Ziel: Bestandsaufnahme von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Vereinen und Akteur*innen, die sich kritisch gegen Ungleichheiten durch Big Data richten sowie von Handlungsanleitungen.
  3. Schritt: Erhebung: Motive und Praktiken von Nutzer*innen (sowohl Individuen als auch Gruppen) hinsichtlich der Nutzung solcher Systeme und zu widerständigen Taktiken. Ziel: Durchführung eigener empirischer Projekte mittels Befragung und ethnographischen Studie.

Vorkenntnisse in qualitativer Forschung sind von Vorteil. Neben der Erstellung eines Projektberichtes soll im Anschluss eine Präsentation der Ergebnisse im Rahmen eines Vortrags, einer Veranstaltung etc. erarbeitet werden.

Teamgröße: 2-3 Studierende

 Leistungsanforderungen:

  • Literaturrecherche
  • Konzeptionelle Entwicklung des Forschungsdesigns (induktiv/deduktiv) auf Basis eines qualitativen, kategoriengeleiteten Vorgehens
  • Durchführung einer Studie
  • Erstellung eines Abschlussberichts (ca. 4.500 Wörter) bis zum 31. März 2021

 Termine:

  • Briefing der Projektgruppe zu Beginn des Semesters durch die Betreuerin nach individueller Terminabsprache
  • regelmäßige Treffen zwischen der Projektgruppe und der Betreuerin (nach Absprache) während des laufenden Wintersemesters
  • Präsentation von Zwischenergebnissen im Januar 2021.
  • Finale Fassung des Endberichts bis zum 31. März 2021
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