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Wintersemester 2020/ 21

Affective Publics und Emotionen im Social-Media-Diskurs um Hanau (Prof. Dr. Margreth Lünenborg)

Betreuerin: Prof. Dr. Margreth Lünenborg

Anhand eines Twitter-Datensatzes zu dem rechtsextremen Anschlag vom 19. Februar 2020 in Hanau soll das Zirkulieren von Emotionen und die Entstehung von affektiven Öffentlichkeiten (Papachrissi, 2015; Lünenborg, 2020) untersucht werden.

Die Studierenden werden mit Methoden der quantitativen Kommunikationsforschung arbeiten. Ziel des Projekts ist es, eine Herangehensweise zu entwickeln, die eine quantitative Erfassung von Emotionen auf sozialwissenschaftlicher Grundlage ermöglicht. Als erster Schritt wird das Team ein Codebuch entwickeln, das Emotionen für die quantitative Codierung komplex und nachvollziehbar beschreibt. Durch Pre-Tests und das nachfolgende Codieren des Datensatzes wird das Team das Codebuch einsetzen und prüfen.

Das Projekt läuft im Rahmen des Forschungsprojekts „Journalismus und seine Ordnung der Emotionen“ am SFB „Affective Societies" und wird sich auf die bereits am SFB entwickelten Konzepten von Affekt, Emotionen und affektive Öffentlichkeit basieren.

Teamgröße: 2 bis maximal 3 Studierende

Entwicklung eines Media- and Information Literacy-Unterrichtskonzepts (Prof. Dr. Carola Richter, Dr. Tong-Jin Smith)

Betreuerinnen: Prof. Dr. Carola Richter, Dr. Tong-Jin Smith

Im Rahmen eines Projekts des Center for Media and Information Literacy (CeMIL) mit einer Berliner Schule soll in Zusammenarbeit mit Schulleitung, den Lehrer*innen und den Wissenschaftler*innen des CeMIL ein durchführbares Unterrichtskonzept für Medien- und Informationskompetenz entwickelt werden. Das Projekt ist langfristig angelegt und umfasst im ersten Bearbeitungszeitraum die Evaluation bisheriger Konzepte und Lehrformen in der Schule, Gespräche mit Lehrer*innen zur Erhebung des Bedarfs und die Zusammenstellung von Materialien.

Media- and Information Literacy bzw. Medienkompetenzförderung bezieht sich dabei vor allem auf das Verstehen von Mediensystem, Medienproduktionslogik und der Funktion von Journalismus.

Das Thema kann von einer Person oder im Team bis zu 3 Personen bearbeitet werden. Bitte melden Sie sich bei Interesse bei Prof. Dr. Carola Richter, die gemeinsam mit Dr. Tong-Jin Smith das Projekt betreut.

Gesprächsreihe "Journalismus im Dialog" (Prof. Dr. Carola Richter, Dr. Saskia Sell)

Betreuerinnen: Prof. Dr. Carola Richter, Dr. Saskia Sell

Seit einiger Zeit veranstalten das IfPuK und das CeMIL mit externen Kooperationspartnern wie der Süddeutschen Zeitung und der mabb - Medienanstalt Berlin-Brandenburg eine lose Gesprächsreihe, in der Vertreter*innen des IfPuK Journalist*innen befragen und dabei auch kritisch aktuelle Themen hinterfragen. Mehr Informationen finden sich auf den Seiten des CeMIL.

Im Rahmen des Projektmoduls soll eine Person gefunden werden, die die Reihe in Kooperation mit den Betreuerinnen inhaltlich vorbereitet, Themen recherchiert und Gesprächspartner*innen akquiriert und ein PR-Konzept erstellt und umsetzt.

Im Wintersemester sollen drei Gesprächsrunden in Kooperation mit der mabb und ALEX Berlin stattfinden, weitere Planungen für das Sommersemester sollen erstellt werden.

Für das Projekt wird eine Person gesucht.

Mediennutzung im alltagsweltlichen Ausnahmezustand während der COVID-19-Pandemie (Dr. David Schieferdecker)

Betreuer: Dr. David Schieferdecker

Im Rahmen des ExCovMedComm-Projekts haben Studierende des IfPuK mehr als 70 Personen in Deutschland über die ersten sechs Wochen der Ausgangsbeschränkungen begleitet. Mit jeder Person wurden je drei semi-strukturierte Interviews geführt. Auf diese Weise ist ein reichhaltiger und komplexer Datensatz entstanden. Im Rahmen des Modul „Projektorientierte Vermittlung wissenschaftlicher Problemanalyse (10 LP)“ können Sie nun auf verschiedene Art und Weise an den nächsten Schritten des Forschungsprojekts mitarbeiten. Sie können (ggf. in kleinen Teams) explorative Analysen des Datensatzes erstellen. Sie können beim Erstellen einer Datenbank der stetig wachsenden Literatur zum Thema mitwirken. Schlussendlich können Sie im Rahmen einer Nacherhebung Interviews mit besonders interessanten Personen führen. Die Organisation erfolgt über individuell vereinbarte, virtuelle Treffen. Bei Interesse melden Sie sich gern bei Dr. David Schieferdecker (d.schieferdecker@fu-berlin.de).

Performing (the) public! Geschlechterdiskurse und relationale Journalismusforschung (Prof. Dr. Margreth Lünenborg)

Betreuerin: Prof. Dr. Margreth Lünenborg

Im Forschungsprojekt „Performative Öffentlichkeiten“ der Arbeitsstelle Journalistik beschäftigen wir uns mit der Frage, wie Journalist*innen und andere Öffentlichkeitsakteur*innen wie NGOs, Politiker*innen oder Individuen gemeinsam Gender-Diskurse hervorbringen und damit Öffentlichkeit herstellen. Zum einen untersuchen wir das ‚deutschsprachige #MeToo‘, zum anderen geschlechterpolitische Diskursstränge im Kontext von Covid-19.

In diesem Projekt geben wir Studierenden die Möglichkeit, auf Basis bereits vorliegender Twitter-Datensätze eigene kleine Forschungsprojekte zu realisieren. In einer Kombination aus quantitativen und qualitativen Vorgehensweisen wird es darum gehen, das empirische Material zu kartographieren und zu vergleichen (z.B. entlang von Hashtaghäufigkeiten/-kombinationen; prägenden Diskurs-Metaphern; Interaktionen und Bezugnahmen; Links und Bildmaterial). Erwünscht sind empirische Vorkenntnisse im Umgang mit statistischer Datenauswertung und/oder qualitativen Inhaltsanalysen.

Weitere Informationen zum Projekt unter: DFG Projekt „Herausforderungen an Journalismus: Zum Verständnis von performativen Öffentlichkeiten durch Media Practice“

Teamgröße: 2 bis 3 Studierende

„Acting on Data“ – Prozesse der Datafizierung aus intersektionaler Perspektive (Prof. Dr. Ricarda Drüeke)

BetreuerIn: Prof. Dr. Ricarda Drüeke

Prozesse der Datafizierung, Algorithmisierung und Automatisierung haben eine steigende Relevanz in alltäglichen Lebenswelten und rücken zunehmend in den Mittelpunkt medien- und kommunikationswissenschaftlicher Debatten. Mittels einer intersektionalen Perspektive sollen im vorgeschlagenen Projekt der Verwobenheit und Addierung verschiedener Ungleichheitskategorien nachgegangen werden, die in Daten und Algorithmen eingeschrieben sind. Denn Maschinen lernen mithilfe bestehender Daten, die unter den Bedingungen von ungleichen Gesellschaften, die sich etwa geschlechterhierarchisierend oder rassistisch ausdrücken, entstehen können.

Im Projekt sind dabei drei Dimensionen relevant, denen die Studierenden in Arbeitsgruppen nachgehen. Der Fokus kann dabei je nach Interessenslage unterschiedlich gesetzt werden.

  1. Schritt: Literaturrecherche zu Studien und Beiträgen zu Diskriminierungsformen durch Big Data und Verzerrungen durch Algorithmen. Ziel: Systematisierung der Felder und Formen von Ungleichheiten, Erstellen einer Synopse von Studien zu minorisierten Gruppen und Big Data.
  2. Schritt: Recherche: Wo formiert sich Widerstand und mit welchen Praktiken? Welche empowernden und emanzipatorische Praktiken gibt es? Ziel: Bestandsaufnahme von zivilgesellschaftlichen Gruppen, Vereinen und Akteur*innen, die sich kritisch gegen Ungleichheiten durch Big Data richten sowie von Handlungsanleitungen.
  3. Schritt: Erhebung: Motive und Praktiken von Nutzer*innen (sowohl Individuen als auch Gruppen) hinsichtlich der Nutzung solcher Systeme und zu widerständigen Taktiken. Ziel: Durchführung eigener empirischer Projekte mittels Befragung und ethnographischen Studie.

Vorkenntnisse in qualitativer Forschung sind von Vorteil. Neben der Erstellung eines Projektberichtes soll im Anschluss eine Präsentation der Ergebnisse im Rahmen eines Vortrags, einer Veranstaltung etc. erarbeitet werden.

Teamgröße: 2-3 Studierende

 Leistungsanforderungen:

  • Literaturrecherche
  • Konzeptionelle Entwicklung des Forschungsdesigns (induktiv/deduktiv) auf Basis eines qualitativen, kategoriengeleiteten Vorgehens
  • Durchführung einer Studie
  • Erstellung eines Abschlussberichts (ca. 4.500 Wörter) bis zum 31. März 2021

 Termine:

  • Briefing der Projektgruppe zu Beginn des Semesters durch die Betreuerin nach individueller Terminabsprache
  • regelmäßige Treffen zwischen der Projektgruppe und der Betreuerin (nach Absprache) während des laufenden Wintersemesters
  • Präsentation von Zwischenergebnissen im Januar 2021.
  • Finale Fassung des Endberichts bis zum 31. März 2021
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