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Lehre_SoSe_2104

Sommersemester 2014

I. Grundstudium

V 15030 Politische Ideengeschichte

Mi 14.00-16.00 Uhr, Henry-Ford-Bau, Garystr. 35, HFB/A (Hörsaal A)

Die Vorlesung bietet einen Überblick zur Geschichte des politischen Denkens. Der Bogen spannt sich von der griechisch-römischen Antike über die jüdisch-christliche Tradition bis hin zu den großen Ordnungsentwürfen der Renaissance, der Reformation und Gegenreformation sowie der modernen Aufklärung und Gegenaufklärung. Den Auftakt bilden die Erfinder des Politischen: die alten Griechen der archaischen Zeit. Den Endpunkt markieren die großen politischen Kontroversen der Moderne: Liberalismus, Republikanismus, Demokratie, Konservatismus, Sozialismus usw.

Vorgestellt werden die bedeutendsten Klassiker des politischen Denkens: von den alten Griechen (Sophisten, Sokrates, Platon, Aristoteles, Stoa u.a.) über die Römer (Cicero u.a.) zu den christlichen Autoren der Spätantike (Paulus, Kirchenväter, Augustinus) und des Mittelalters (Thomas von Aquin, Dante Alighieri, Marsilius von Padua, Wilhelm von Ockham u.a.) bis zu den Politiktheoretikern der Frühen Neuzeit (Machiavelli, Bodin, Hobbes, Locke u.a.) und der Moderne (Montesquieu, Rousseau, Kant, Fichte, Hegel, Marx, Nietzsche, Max Weber u.a.).

Die für die Vorlesung relevanten Texte werden in einem Reader zusammengestellt, der auf der E-Learning Plattform Blackboard zum Download bereit stehen wird.

Themenplan

Literatur

 

PS 15031 Die Politische Philosophie von Karl Marx

Fr 12.00-14.00 Uhr, Ihnestraße 21, 21/A (Hörsaal A)

Um die Perspektiven der nicht nur politischen (Rechtsgleichheit, allgemeines Wahlrecht usw.), sondern der allgemein menschlichen Emanzipation bzw. der revolutionären Überwindung der kapitalistischen Produktionsweise aufzuweisen, unternahm Karl Marx eine systematische Kritik der politischen Ökonomie, die ihren Abschluß und ihre Vollendung in der Analyse und Kritik der rechtlichen, politischen und ideologischen Formen der bürgerlichen Gesellschaft (zusammengefaßt im "Staat") finden sollte. Da er selbst nicht mehr zur Ausarbeitung der geplanten Staatstheorie kam, sieht man sich verwiesen auf die zerstreuten Schriften, in denen er die Grundlagen und Kategorien einer Kritik der Politik erarbeitet hat. Im Seminar sollen diese Grundlagen und Kategorien anhand ausgewählter Schriften rekonstruiert und auf ihre Tragfähigkeit für die heutige Theorie und Praxis hin geprüft werden. Leitende Frage wird dabei sein: Was bleibt von Marx, nachdem die beiden Säulen seiner Theorie - Revolutionstheorie und Geschichtsphilosophie - weggebrochen sind? Der Schwerpunkt soll zunächst auf den Frühschriften liegen, in denen Marx - in einer Auseinandersetzung mit Hegel und den Junghegelianern, den französischen Frühsozialisten und den klassischen Nationalökonomen - seine Grundkonzeption entwickelte. Ferner sind die historisch-materialistischen Analysen der Klassenkämpfe in Frankreich und das Fetischismus-Kapitel im "Kapital" heranzuziehen. Literatur wird zu Beginn der Lehrveranstaltung angegeben.

Themenplan

 

II. Hauptstudium

HS 15200 Kritische Theorie der Gesellschaft

Do 16.00-18.00 Uhr, Ihnestraße 21, 21/E (Seminarraum E im 1. OG)

Das Seminar befaßt sich mit der von Max Horkheimer, Theodor W. Adorno, Herbert Marcuse und Jürgen Habermas konzipierten kritischen Gesellschaftstheorie. Durch Aktualisierung und Weiterbildung der Tradition des kritischen Denkens, die von Kant und Fichte über Hegel und Marx zu Nietzsche und Freud geführt hatte, versuchte die Frankfurter Schule eine kritische Bestandsaufnahme der Lebensbedingungen im "Spätkapitalismus", die zugleich das Projekt der Aufklärung, d.h. den "Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit" (Kant), vorantreiben sollte. Das Augenmerk richtete sich vor allem auf die Hindernisse, die der freien Entfaltung der Menschen, ihrer Entwicklung zu selbstbewußten und mündigen Individuen im Wege stehen. Zu untersuchen waren die institutionalisierten Macht- und Zwangsverhältnisse, die den Emanzipationsprozeß blockierten, die daher analytisch zu durchdringen waren, um ihre praktische Überwindung zu ermöglichen. Im Seminar sollen die wichtigsten Ansätze rekonstruiert und auf ihre Brauchbarkeit für die heutige Theorie und Praxis geprüft werden. Dabei werden die Gemeinsamkeiten wie auch die Differenzen zwischen den einzelnen Kritischen Theoretikern herausgearbeitet. Literatur wird zu Beginn des Semesters angegeben. Zur Einstimmung wird die Lektüre einzelner Schriften von Horkheimer, Adorno, Marcuse und Habermas empfohlen.

Themenplan 

 

HS 15310 Hauptströmungen des Marxismus

Di 14.00-16.00 Uhr, Garystraße 55, 55/A (Hörsaal A)

Der Sammelbegriff "Marxismus" bezeichnet eine heterogene und in sich widersprüchliche Vielfalt theoretischer Ansätze und darauf gegründeter politischer Positionen. Wir wollen im Seminar die bedeutendsten Strömungen rekonstruieren und auf ihre theoretische und praktische Relevanz für die Gegenwart befragen: "Westlicher Marxismus" vs. Marxismus-Leninismus, Revisionismus, Hegelmarxismus, A. Gramsci, Kritische Theorie, strukturalistischer Marxismus etc.

Themenplan

 

C 15425 Colloquium Politische Theorie und Ideengeschichte

Do 18.00-20.00 Uhr, Ihnestr. 21, 21/E (Seminarraum E im 1. OG)

zusammen mit Timo Pongrac

Das Colloquium bietet Studierenden und Doktorand/innen die Möglichkeit, ihre Abschlussarbeiten, Dissertationen und Forschungsprojekte aus dem Bereich der politischen Theorie und Ideengeschichte vorzustellen und zu diskutieren. Es kann auch als Forum genutzt werden, um Neuerscheinungen, die in den genannten Themenbereich fallen, gemeinsam zu erörtern.