Gender und globale Krisen

(15395)

TypSeminar
Dozent/inUniv.-Prof. Dr. Gülay Çağlar
InstitutionFreie Universität Berlin
Otto-Suhr-Institut
SemesterSommersemester 17
Veranstaltungsumfang
RaumIhnestr. 22 UG 1 Seminarraum
Beginn18.04.2017 | 16:00
Ende18.07.2017 | 18:00

Literaturliste

Walby, Sylvia (2015): Crisis. Cambridge, Malden: Polity Press; True, Jacqui/Hozic, Aida (eds.) (2016): Scandalous Economics. Gender and the Politics of Financial Crisis. Oxford: Oxford University Press; Scott-Villiers, Patta et al. (2016): Precarious Lives: Food, Work and Care after the Global Food Crisis. London: Oxfam

Der Krisendiskurs ist in Europa derzeit allgegenwärtig. Dabei wird häufig vergessen, dass Länder des globalen Südens seit mehreren Jahrzehnten mit vielfältigen Krisenphänomenen—z.B. mit Finanz-, Wirtschafts-, Ernährungs- und Umweltkrisen sowie mit Konflikten und politischen Krisen—konfrontiert sind. Länder des globalen Nordens sind vor allem seit der Finanz- und Wirtschaftskrise, die im Jahre 2008 von der Subprime-Krise in den USA ausging, hochgradig verunsichert—hat diese doch die Fragilität der eigenen Wirtschaftsweise vergegenwärtigt und tiefgreifende ökonomische, soziale und politische Veränderungsprozesse ausgelöst. Ziel des Seminars ist es, sowohl den Krisenbegriff als auch verschiedene Krisenphänomene aus der Perspektive der politikwissenschaftlichen Geschlechterforschung zu reflektieren. Im Zentrum des Seminars stehen v.a. Finanz- und Wirtschaftskrisen, Ernährungskrisen, die Eurokrise und politische Krisen. Dabei gilt es nicht nur die geschlechtsspezifischen Auswirkungen der Krisen zu diskutieren, sondern darüber hinaus auch die Bedeutung von Geschlechterordnungen und geschlechtsspezifischen Machtasymmetrien für die Herausbildung und die Verschärfung dieser Krisen zu erörtern. Es wird eine hohe Bereitschaft erwartet, englischsprachige Texte zu lesen.

Vorlesungsverzeichnis
Bibliothek
SFB 700
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