Springe direkt zu Inhalt

(GEND) Gender+ und Diversität in der Politik – wo steht Deutschland hinsichtlich ‚gender- und diversitätssensibler‘ Parlamente?

(15570)

TypSeminar
Dozent/inProf. Dr. Petra Ahrens
InstitutionFreie Universität Berlin
Otto-Suhr-Institut
SpracheDeutsch
SemesterSoSe 21
Veranstaltungsumfang
Raumonline
Beginn13.04.2021 | 12:00
Ende13.07.2021 | 14:00

Teil l des Projektkurses 15570(a)-S21. Kann nur zusammen mit der 15570a-S21 gebucht werden.

Ziel des Seminars ist: (1) Erarbeitung eines grundlegenden Verständnisses von Geschlecht und Diversität als wichtiges Element politischer Repräsentation und Partizipation, insbes. der Grundlagenliteratur zu Gender- und Diversitätsbewussten Parlamenten; (2) Entwicklung einer eigenständigen Fragestellung zu Gender- und Diversitätsbewussten Parlamenten in Arbeitsgruppen; (4) Erarbeitung und Anwendung von Qualitative Netzwerkforschung (QNA) als innovativer Methode sowie Verbindung mit klassischen qualitativer Erhebungsmethoden; (5) Durchführung einer exemplarischen empirischen Studie in Arbeitsgruppen. Im ersten Teil des Seminars setzen sich Studierende mit Fragen politischer Repräsentation und Partizipation aus Gender- und Diversitätsperspektive auseinander, wobei unter anderem die feministische Arbeiten zu deskriptiver, substanzieller und symbolischer Repräsentation einbezogen werden. Zudem wird das Konzept ‚gender-diversity sensitive parliaments‘ (GSP; gender- und diversitätssensible Parlamente) erschlossen. Auf Basis der konzeptionellen Grundlagen wird im zweiten Teil die deutsche Situation in den Blick genommen und in Arbeitsgruppen eigene Forschungsfragen entwickelt. Ob und wie gender+ und diversitätsbezogene Fragen und Strategien für ein GSP innerhalb des Bundestages, der Landtage oder auch kommunaler Vertretungen diskutiert werden, ist eine ‚black box‘. Insbesondere die Frage nach (parteiübergreifenden) Mobilisierungsstrategien und Netzwerken mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen wie Frauenorganisationen wird bisher in der Forschung wenig betrachtet. Hier setzt der dritte Teil des Projektseminars an. Neben klassischen qualitativen Erhebungsmethoden erlernen Studierende, wie sie die innovative Methode Qualitativer Netzwerkforschung (QNA) auf Parlaments- und Repräsentationsforschung übertragen können. Mittels QNA können Studierende insbesondere Netzwerke zwischen Parteien, Zivilgesellschaft und Parlamentsverwaltung erfassen und analysieren. Unter Anleitung entwickeln die Studierenden eine eigene Fragestellung im Kontext des Themas. Die Entwicklung und Durchführung der studentischen Studien erfolgt in Arbeitsgruppen, die ihren Forschungsfokus selbst bestimmen. Es wird eine hohe Bereitschaft englischsprachige Texte zu lesen und selbstständig zu arbeiten vorausgesetzt. Das Seminar verbindet synchrone und asynchrone Lehreinheiten.

SFB 700
banner_osiclub