Vorstellung des Leviathan-Sonderbandes "Politische Theorien öffentlicher Finanzen"
Hinweis zur Aufzeichnung der Veranstaltung „Versteuern, Verschulden, Vergesellschaften. Der Staatshaushalt als Herrschaftsordnung.“ Vorstellung des Leviathan-Sonderbandes 2025 „Politische Theorien öffentlicher Finanzen“ mit David Hengsbach, Sebastian Huhnholz, Martyna Linartas, Aaron Sahr und Eva Weiler.
News vom 05.02.2026
Vorstellung des 43. Sonderbandes der Zeitschrift Leviathan: Politische Theorien öffentlicher Finanzen. Zur (De-)Politisierung von Geld, Eigentum und Steuern (Nomos, 2025) am Hamburger Institut für Sozialforschung.
Kaum ein politischer Konflikt ist uns so vertraut wie der Streit um die öffentlichen Finanzen. Wem sollten größere Steuerlasten für den Betrieb des Gemeinwesens zugemutet werden, wem stehen staatliche Zuwendungen zu, wie viele und welche Schulden vertragen der Bundeshaushalt und kommende Generationen? Antworten, wenigstens intuitive, dürften viele Menschen rasch bei der Hand haben. Das theoretische Fundament des Politikfeldes der Staatsfinanzen ist der Forschung allerdings brüchig geworden: Einstmals vertraute Begriffe wie Geld, Eigentum oder Steuern werden aufgearbeitet, eingeschriebene Macht und Ungleichheitsverhältnisse kommen zum Vorschein, vermeintliche Sachzwänge werden mit Alternativen konfrontiert. Zurück bleiben Leerstellen im öffentlichen Sprechen über die Finanzierung unseres Gemeinwesens, ihre Verfahren, Mittel und Grenzen – kurz: es braucht Arbeit an den politischen Theorien öffentliche Finanzen, sowohl akademisch wie auch gesellschaftlich.
Die Aufzeichnung der Veranstaltung finden Sie hier.
Eine Fortsetzung der Diskussion des Bandes wird – in anderer Besetzung – im Frühjahr 2026 am WZB stattfinden.
