Kampf um die Internetverfassung

10.01.2018 | 18:00 - 20:00

Prof. Dr. Andreas Fischer-Lescano (Universität Bremen)

Global vernetzte Überwachungsapparate durchleuchten die weltweiten Kommunikationsstrukturen. Keine SMS, keine Facebook-Kommunikation, keine Google-Suchanfrage, keine Kreditkartenoperation und keine Mail, die nicht potenziell gespeichert und in ein Netz von Metadaten zur weiteren Auswertung eingespeist wird. Die Analysen zum NSA-Komplex haben die grenzüberschreitenden Vernetzungen der staatlichen Sicherheitsdienste offen gelegt. Die staatlichen Dienste kooperieren aber nicht allein untereinander. Auch internationale Organisationen wie die NATO und private Akteure sind in das Netzwerk der transnationalen Sicherheitsapparate eingebunden. Facebook, Yahoo, Google, Microsoft u.a. arbeiten intensiv mit den staatlichen Sicherheitsorganen zusammen. Der Vortrag wird den daraus sich stellenden Rechtfragen im Kampf um die globale Internetverfassung aus rechtsdogmatischer und rechtstheoretischer Perspektive nachgehen.

Andreas Fischer-Lescano ist Direktor am Zentrum für Europäische Rechtspolitik (ZERP) und Inhaber der Professur für Öffentliches Recht, Europarecht und Völkerrecht an der Universität Bremen. Promoviert und habilitiert wurde er in Frankfurt am Main. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Soziologie des Rechts und die Transnationalisierung des Rechts. Er leitet das Projekt "Transnational Force of Law"(Consolidator Grant des ERC).

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe "Rechtskritik als Gesellschaftstheorie" am Arbeitsbereich Politik und Recht, Leitung Univ.-Prof. Christian Volk. Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe finden Sie hier.


Zeit & Ort

10.01.2018 | 18:00 - 20:00

Ihnestr. 21/ B

Weitere Informationen

Contact: laura.gorriahn[at]fu-berlin.de

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