Personalismus und Personalisierung im internationalen Vergleich
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| Typ | Proseminar |
|---|---|
| Dozent/in | Prof. Dr. Anja Osei |
| Institution | Freie Universität Berlin Otto-Suhr-Institut |
| Sprache | Deutsch |
| Semester | Sommersemester 2026 |
| Veranstaltungsumfang | |
| Maximale Teilnehmerzahl | 45 |
| Raum | Ihnestr. 22 UG 3 |
| Zeit | Donnerstag, 10-12 |
Unter Personalismus wird die Konzentration politischer Macht in den Händen einer einzelnen Person verstanden. Personalistische Regime sind weltweit verbreitet und entstehen, wenn Institutionen geschwächt, Loyalisten in Schlüsselpositionen platziert und Entscheidungsprozesse informell organisiert werden. Beispiele reichen von Nordkorea bis Kamerun, doch personalistische Tendenzen finden sich heute in vielen politischen Systemen. Das Seminar nimmt eine vergleichende Perspektive ein: Neben etablierten Autokratien diskutieren wir Formen der schleichenden Personalisierung in Demokratien und deren Bedeutung für democratic backsliding. Fälle wie Trump, Orbán oder Erdogan zeigen, dass Machtkonzentration ein zentraler Pfad zur Autokratisierung sein kann. Auf Grundlage theoretischer Konzepte und empirischer Analysen untersuchen wir verschiedene Regimetypen, ihre Stabilität und die Mechanismen personalistischer Herrschaft. Fallbeispiele aus unterschiedlichen Kontexten verdeutlichen Gemeinsamkeiten und Variation.