Institutionen im Politischen System der EU: interne Logik und Zusammenarbeit in der Politikgestaltung
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| Typ | Proseminar |
|---|---|
| Dozent/in | Prof. Dr. Miriam Hartlapp-Zugehör |
| Sprache | Deutsch |
| Raum | Ihnestr. 22 Hörsaal G |
| Zeit | Mi 14:00 - 16:00 |
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Wie entstehen politische Entscheidungen in der Europäischen Union – und wer prägt sie tatsächlich? Dieses BA-Seminar lädt dazu ein, hinter die Kulissen des politischen Systems der EU zu blicken. Im Mittelpunkt stehen die Europäische Kommission, der Rat der Europäischen Union und das Europäische Parlament – und die Frage, wie ihre jeweiligen Organisationsstrukturen und Handlungslogiken politische Ergebnisse formen. Welche Macht entfaltet die Kommission als Initiatorin und „Hüterin der Verträge“? Warum verlaufen Verhandlungen im Rat anders als im Parlament? Und welche Rolle spielen Ausschüsse, Fraktionen, Arbeitsgruppen und informelle Trilog-Verfahren im Gesetzgebungsprozess? Der Kurs verbindet organisations- und institutionentheoretische Perspektiven mit konkreten Fallstudien aus der EU-Politik. So wird greifbar, wie interne Strukturen, Regeln und Machtressourcen Entscheidungsprozesse innerhalb und zwischen den Institutionen beeinflussen. Nach Abschluss verfügen die Studierenden über fundierte Kenntnisse zentraler Konzepte, Datensätze und Forschungsdebatten. Sie sind in der Lage, wissenschaftliche Befunde kritisch einzuordnen und aktuelle Herausforderungen – etwa mitgliedstaatliche Heterogenität, Polarisierung und erstarkenden Euroskeptizismus – analytisch zu reflektieren. Voraussetzung zur Teilnahme sind Grundkenntnisse des Politischen System der EU, wie sie z.B. im Rahmen der Vorlesung „Einführung in das politische System der EU“ erworben werden können und die Bereitschaft auch längere und komplexe Texte in englischer Sprache zu lesen.