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Wissenschaft zwischen Freiheit und politischer Steuerung

(15391)

Die Veranstaltung findet online statt.
TypSeminar
Dozent/inProf. Dr. Tanja A. Börzel
Zeit

Mo, 14:00 - 16:00

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Beschreibung

Die Wissenschaftsfreiheit ist von zentraler Bedeutung für liberale Gesellschaftsordnungen. Sie ist Ausfluss der individuellen Selbstbestimmung und gilt als entscheidende Triebfeder für sozialen Fortschritt. Spätestens seit Ende des Zweiten Weltkriegs schützen nationale Verfassungen sowie internationales und europäisches Recht die Freiheit von Wissenschaft und Forschung. Gleichzeitig ist sie in vielen Ländern rund um den Globus durch autoritäre Regime, aber auch populistische Parteien zunehmend unter Druck geraten. Wo die Wissenschaftsfreiheit herausgefordert ist, werden häufig nicht nur wissenschaftliche Fakten und Expertise grundsätzlich in Frage gestellt, sondern auch andere Elemente liberaler Gesellschaftsordnungen herausgefordert, wie etwa die Rechte sexueller Minderheiten, die Unabhängigkeit zivilgesellschaftlicher Organisationen und die Pressefreiheit. Das Seminar untersucht, wie und wieso die Wissenschaftsfreiheit in vielen Ländern verstärkt angefochten wird. Wir fragen zunächst nach den Ursprüngen der Wissenschaftsfreiheit, bevor wir uns anschauen, ob es ein globales Skript gibt, das sich weltweit ausgebreitet hat, und wenn ja, was dieses globale Skript ausmacht. Dann nehmen wir eine Bestandsaufnahme der Ursachen und Formen der Anfechtungen von Wissenschaftsfreiheit vor. Schließlich analysieren wir die Folgen dieser Anfechtungen für die Hochschulen, aber auch für liberale Demokratien als solche.